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 Fachbegriffe

A/V-Wert

Quotient aus der wärmeübertragenden Umfassungsfläche A eines Gebäudes und dem darin eingeschlossenen beheizten Bauwerksvolumen V (kompakte Gebäude = kleiner A/V-Wert, A/V außerdem stark abhängig von der Gebäudegröße)

Ab- und Zuluftventile

Über Abluftventile wird verbrauchte Luft aus Küche, Bad und WC abgeführt. Wohn- und Schlafräume werden über Zuluftventile mit temperierter Frischluft versorgt.

Abgasverlust

gibt an, wie viel Prozent der Heiz-Nennwärmeleistung mit dem Abgas verloren gehen. Er ist um so kleiner, je niedriger die Abgastemperatur und je größer der CO2-Gehalt des Abgases ist.

Wärme, die mit dem Abgas der Heizanlage verloren geht. Lässt sich durch Brennertechnik reduzieren. Bei niedrigen Abgasverlusten besteht allerdings die Gefahr der Schornsteinversottung.

Abluftsystem

Lüftungssystem, das der Abfuhr verbrauchter Raumluft dient.

Abminderungsfaktor

abstrakter Wert zur Verminderung des Anforderungsniveaus des baulichen Wärmeschutzes

Absorption

Aufnehmen von Licht, Schall oder anderen Wellen durch einen Körper, der sich dadurch erwärmt. Wesentlich zum Bespiel für die Funktion von Solarkollektoren.

von einem Körper aufgenommene („verschluckte“) Strahlung, die dabei in Wärme umgewandelt wird; Absorptionsgrad: Verhältnis der absorbierenden Strahlung zur auftreffenden Strahlung

Abwärme

bei der Umwandlung von elektrischer oder mechanischer Energie als Nebenprodukt anfallende Wärmeenergie ohne besondere Zweckbestimmung und Funktion

Aktive Sonnenenergienutzung

Im Unterschied zur passiven Sonnenenergienutzung, bei der unter Verzicht auf technische Systeme (Pumpen, Motoren etc.) allein durch architektonische Maßnahmen Solarenergie genutzt wird, wandeln Kollektoren die Energie der Sonne in Wärme (Solarthermie) und Solarzellen in Strom (Photovoltaik) um. Optimale Energieausbeute durch die Kombination von passiver und aktiver Nutzung der Sonneneinstrahlung

Amortisation

Deckung der aufgewendeten Investitionskosten für ein Maßnahmepaket durch deren Einsparung. Sollte unter Berücksichtigung der Preissteigerung und der Kapitalverzinsung errechnet werden.

Amortisationsrechnung

Wirtschaftlichkeitsberechnung, bei der die durch eine Investition erzielten Einsparungen der Investitionssumme gegenüber gestellt werden. Eine Investition hat sich amortisiert, wenn die Summe der Einsparungen die Kosten für die Investition einschließlich der Kapitalkosten (Abschlussgebühren, Provisionen, Zinszahlungen) erreicht hat. Die Dauer bis zum Erreichen dieses Zeitpunktes wird Amortisationszeit genannt.

Anlagenaufwandszahl

Sie beschreibt die energetische Effizienz des gesamten Anlagensystems über Aufwandszahlen. Die Aufwandszahl stellt das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen (eingesetzter Brennstoff zu abgegebener Wärmeleistung) dar. Je kleiner die Zahl ist, um so effizienter ist die Anlage. Die Aufwandszahl schließt auch die anteilige Nutzung erneuerbarer Energien ein. Deshalb kann dieser Wert auch kleiner als 1,0 sein. Bei Wohngebäuden ist in der Anlagenaufwandszahl auch die Bereitstellung einer normierten Warmwassermenge berücksichtigt. Die Anlagenaufwandszahl hat nur für die Gebäudeausführung Gültigkeit, für die sie berechnet wurde.

Sie beschreibt die energetische Effizienz des gesamten Anlagensystems über Aufwandszahlen. Die Aufwandszahl stellt das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen (eingesetzter Brennstoff zu abgegebener Wärmeleistung) dar. Je kleiner die Zahl ist, um so effizienter ist die Anlage. Die Aufwandszahl schließt auch die anteilige Nutzung erneuerbarer Energien ein. Deshalb kann dieser Wert auch kleiner als 1,0 sein (z. B. bei Pelletsheizung oder Solarkollektoren). Bei der angegebenen “Anlagenaufwandszahl” ist die “Primärenergie” einbezogen. Die Zahl gibt also an, wie viele Einheiten (kWh) Energie aus der Energiequelle (z. B. einer Erdgasquelle) gewonnen werden müssen, um mit der beschriebenen Anlage eine Einheit Nutzwärme im Raum bereitzustellen. Bei Wohngebäuden ist in der Anlagenaufwandszahl auch die Bereitstellung einer normierten Warmwassermenge berücksichtigt. Die Anlagenaufwandszahl hat nur für das berechnete Gebäude Gültigkeit.

Anlagenverluste

Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung (Abgasverlust), ggf. Speicherung (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung (Leitungsverlust durch ungedämmt bzw. schlecht gedämmt Leitungen und Abgabe (Verluste durch mangelnde Regelung) bei der Wärmeerzeugung.

Atmosphärische Gaskessel

Atmosphärische Gasbrenner haben kein Gebläse und sind deshalb besonders geräuscharm. Die Verbrennungsluft wird durch die Sogwirkung des Gasstromes in die Brennkammer gezogen. Atmosphärische Gasbrenner werden auch mit keramischen oder metallischen Kühlstäben angeboten. Diese setzen weniger Stickoxide als herkömmliche atmosphärische Gasbrenner frei. Bei atmosphärischen Vormischbrennern wird die Verbrennungsluft und das Gas bereits vor dem Brennraum gemischt und dann in die Brennkammer geleitet. Für kleine bis mittlere Kesselleistungen werden meist Gasbrenner ohne Gebläse verwandt, während für große Kesselleistungen Gasgebläsebrenner eingesetzt werden.

Atmung der Wand

Dieser Begriff wird beim natürlichen Bauen immer wieder benutzt, wobei es eine eindeutige Definition durch die Baubiologie nicht gibt. Viele assoziieren damit, dass durch die Wand/das Dach tatsächlich ein Luftaustausch stattfinden kann. Dies wäre für den Energiehaushalt des Gebäudes natürlich fatal. Es gibt Untersuchungen, die besagen, dass bei sorptionsfähigen Materialien (=>Sorption) an den Wandoberflächen nur die ersten Zentimeter raumklimatisch aktiv sind. Dies bedeutet, dass sie Feuchtigkeit aufnehmen und an die Raumluft wieder abgeben. Diese Mitwirkung am Raumklima wäre die einzig sinnige Interpretation des Begriffs. Dass wir dennoch diffusionsoffene Konstruktionen bevorzugen, hängt mit einem ganz anderen Problem zusammen. Tau- bzw. Konvektionsfeuchte in der Konstruktion kann in der Trockenperiode besser austrocknen.

Aufdoppelung

Sanierung von Dämmsystemen (Dämmung auf Dämmung). Sie nutzt die bestehende Dämmschicht als Auflage für das neue Dämmsystem. Der Rückbau des alten Systems entfällt, die alte Dämmschicht bleibt zudem als zusätzliche Dämmung bestehen und schützt weiterhin vor Wärmeverlusten.

Aufsparrendämmung

Bei dieser Wärmedämmung liegt der Dämmstoff direkt auf dem Holzsparren.

Aufstockung

vertikale, raumbildende Erweiterung eines Gebäudes mit allseitigen Umfassungswänden und darüber liegendem Dach

Aufwandszahl

Durch die Anlagenaufwandszahl kann die energetische Effizienz eines Anlagensystems dargestellt werden. Sie drückt das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen aus, wobei der eingesetzte Brennstoff und die daraus entstandene Wärmeleistung berücksichtigt werden. Sie stellt den Kehrwert des bisher üblichen Wirkungsgrades das. Das Heizungssystem ist um so effizienter, je kleiner der Wert ist.
Wurde eine Anlagenaufwandszahl berechnet, so gilt sie nur für genau die Gebäudevariante, für die sie ermittelt worden ist.

Ausnutzungsgrad

Durch den Ausnutzungsgrad wird das Verhältnis der Wärmegewinne eines Gebäudes zu deren Nutzbarkeit ausgedrückt. Dieser Wert geht im Sommer gegen Null, da die Wärmegewinne durch solare Einstrahlung, elektrische Geräte und Bewohner nur minimal genutzt wird. Im Winter und in den Übergangsphasen dagegen werden die Wärmegewinne so weit wie möglich genutzt, was einen wesentlich höheren Wert bedeutet.

Äquivalente Luftschichtdicke Sd

Dieser Wert zeigt für jede Bauschicht an, welchen Widerstand dem Wasserdampf entgegengesetzt wird. Die Stoffkennzahl (=>Dampfdiffusionswiderstandsfaktor) mit der Dicke m der Dämmung multipliziert ergibt den Sd-Wert (m).

Baustoffklasse

Einteilung von Baustoffen nach ihrem Brandverhalten (DIN 4102); Unterteilung in nicht brennbare Baustoffe (Baustoffklassen A1 und A2) und brennbare Baustoffe (schwer entflammbar B1, normal entflammbar B2 und leicht entflammbar B3)

Bauteilmethode

Ermittlung des zulässigen Wärmedurchgangskoeffizienten (k), unabhängig vom A/V-Verhältnis für jeden einzelnen Bauteil der wärmeübertragenden Umfassungsfläche

Bauwerksabdichtung

bauliche und technische Vorkehrungen, die das Eindringen von Bodenfeuchtigkeit und Sickerwasser in ein Gebäude verhindern

Bauwerksvolumen

Volumen (V) eines Gebäudes, das von der wärmeübertragenden Umfassungsfläche eingeschlossen wird

Be- und Entlüftungsanlage

raumlufttechnische Anlage, deren Zweckbestimmung in der gezielten Erzeugung eines Über- oder Unterdrucks in Räumen liegt

Behaglichkeit

Die thermische Behaglichkeit hängt von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren und Zuständen ab. Dazu gehören die Temperatur der Raumluft und der Wand- und Bodenoberflächen, die Luftfeuchtigkeit und die nicht verallgemeinerbaren Vorlieben der einzelnen Bewohner.

Wohlbefinden eines Menschen in seinem Umgebungsklima; Beeinflussung der thermischen Behaglichkeit, insbesondere durch Luft- und Umschließungsflächentemperatur, Luftgeschwindigkeit und Luftfeuchte, Tätigkeitsgrad und Bekleidung

Beheizbare Wohnfläche A

Die beheizbare Wohnfläche ist die Summe der Flächen innerhalb der thermischen Hülle. Die Berechnung des Gesamtenergieverbrauchs bezieht sich auf die beheizbare Fläche. Der Energieverbrauch pro m2 entspricht der Energiekennzahl.

Beheiztes Gebäudevolumen (Ve)

Das beheizte Gebäudevolumen (Ve) ist das anhand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen. Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen

Bereitschaftsverluste

Beim Aufheizen eines kalten und beim Abkühlen eines Kessels auftretende Verluste. Reduzierbar durch hohe Brennerlaufzeiten. Einfluss auf die Verluste hat auch die Bauart (relative Bereitschaftsverluste).

Betriebsbereitschaftsverlust /

Bereitschafts-Wärmeaufwand

Auch als Bereitschaftsverlust bezeichnet. Er setzt sich zusammen aus den Strahlungsverlusten durch Wärmeabgabe an die Umgebung (Aufstellungsraum) und durch Auskühlung im Inneren durch Luftströmung durch den Kessel in den Kamin während der Bereitschaftszeit (Brenner ist aus). Eine Abgasklappe kann diese inneren Verluste mindern.

Bezugsflächen und

Rauminhalte(geometrische Angaben)

Die Gebäudenutzfläche (AN) beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energieeinsparverordnung ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden

BGF

Summe aller einzelnen Geschoßflächen, die aus den Außenabmessungen (äußeren Begrenzungen) der einzelnen Geschoße ermittelt wurde. Äußere Begrenzung heißt in diesem Zusammenhang inklusive Verputz oder Oberflächenverkleidung. Im Unterschied zur Nettofläche oder zur Wohnnutzfläche sind also alle Wände enthalten. [m²]

Da unter Dachschrägen nicht die volle Grundfläche genutzt werden kann, wird bei der Berechnung der Bruttogeschossfläche mit einem Faktor abgemindert.

Die genauen Richtlinien zur Berechnung der BGF können der ÖNORM B 1800 entnommen werden. Weiters sind in dieser Norm u.a. die Nettogrundrissfläche und die Nutzfläche definiert.

BHKW - Blockheizkraftwerk

Ein BHKW gehört zu den Heizkraftwerken. Es funktioniert mit einem Kraft-Wärme-Kopplungs-Prinzip. Es produziert somit bei der Stromerzeugung auch Wärme, die zu Heizzwecken genutzt werden kann. Sowohl Strom als auch Wärmeenergie werden dort produziert, wo sie genutzt werden. Es entstehen somit keine Verluste durch Strom- oder Fernwärmeleitungen. Auf diese Weise kann ein BHKW einen Wirkungsgrad von über 90 % erreichen.

Biogas

Biogas gehört zu den erneuerbaren Energieträgern. Es entsteht beim bakteriellen Abbau von organischem Material, z.B. Pflanzen(-resten), sowie tierischen Exkrementen und Abfällen (insbesondere aus der Landwirtschaft) unter Licht- und Luftabschluss in einem Faulbehälter und enthält im Wesentlichen Methan (CH4)

Biomasse

Biomasse ist die gesamte durch Pflanzen oder Tiere anfallende/erzeugte organische Substanz. Beim Einsatz von Biomasse zu energetischen Zwecken – also zur Strom-, Wärme- und Treibstofferzeugung – ist zwischen nachwachsenden Rohstoffen oder Energiepflanzen und organischem Abfall zu unterscheiden. Nachwachsende Rohstoffe sind:

  • schnell wachsende Baumarten und spezielle einjährige Energiepflanzen mit hohem Trockenmasse-Ertrag zum Einsatz als Brennstoff
  • Zucker- und stärkehaltige Ackerfrüchte für die Umwandlung in Äthanol sowie Ölfrüchte für die Gewinnung von Bioölen bzw. Biodiesel (Rapsölmetylester) und
  • deren Einsatz als Schmierstoff bzw. als Treibstoff

Organische Reststoffe fallen bei der Land- und Forstwirtschaft, der Industrie und in Haushalten an. Dazu zählen:

  • Abfall- und Restholz
  • Stroh, Gras, Laub und Dung
  • Klärschlamm sowie
  • organischer Hausmüll
  • organische Rest- und Abfallstoffe bilden das Grundmaterial für die Erzeugung von Biogas

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten: Diesel- oder Gasmotoren treiben Generatoren an und erzeugen Strom; gleichzeitig wird die Abwärme der Motoren über Wärmetauscher nutzbar gemacht. Da in einem Prozess Strom und Wärme produziert werden, ist der Wirkungsgrad solcher Anlagen entsprechend hoch. Lohnenswert, wo über das ganze Jahr ein gleich bleibender Wärmebedarf besteht, wie beispielsweise in Schwimmbädern und Krankenhäusern.

Wird in einer Anlage gleichzeitig Wärme und Strom - also Kraft - erzeugt, so spricht man von einer Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Geschieht dies in einer kompakten Anlage und nicht in einem Heizkraftwerk, so handelt es sich dabei um ein Blockheizkraftwerk (BHKW).
Bei Kleinanlagen treibt meist ein Diesel-, Gas- oder Biogasmotor einen Generator an. Die im Kühlwasser und in den Abgasen des Motors enthaltene Wärme wird gleichzeitig für Heizzwecke genutzt. Durch die Nutzung der Abwärme, die beim Stromerzeugungsprozeß in herkömmlichen Kraftwerken ungenutzt verpufft, lässt sich der Energienutzungsgrad des Gesamtprozesses entscheidend erhöhen, zum Beispiel von 30 bis 45% auf 80 bis 90% bei KWK. Dadurch werden auch die CO2- Emissionen, die bei der Energieumwandlung entstehen, reduziert, und zwar bis zu 30 %.

Blower-Door-Messung

Es handelt sich um eine Methode zur Ermittlung der Luftdichtigkeit eines Gebäudes. Hierbei wird über einen in einer provisorischen Haustür (Folientür) eingebauten Lüfter (Ventilator) ein künstlicher Über- und / oder Unterdruck im Haus erzeugt. Bei geschlossenen Fenstern und Türen wird die Luftmenge gemessen, die innerhalb einer Stunde durch zu ermittelnde Öffnungen eindringt (bei Unterdruck) oder entweicht (bei Überdruck). Größe und Lage von Undichtigkeiten lassen sich so ermitteln.

Brandklassifizierung

Für das Brandverhalten von Baustoffen sind folgende Klasseneinteilungen getroffen:

für die brennbaren Dämmstoffe
B3 leicht entflammbar
B2 normal entflammbar
B1 schwer entflammbar

für die nicht brennbaren Dämmstoffe
A2 nicht brennbar mit geringem brennbarem Anteil z.B. Kleber
A1 nicht brennbar

Alle nicht getesteten Stoffe, bzw. Stoffe, die den B2 Test nicht bestehen, sind automatisch B3 und dürfen im Hochbau nicht eingesetzt werden. Dies gilt für alle Stoffe, auch für untergeordnete wie Stopfwolle, Baupappe u.a. Einschränkungen sind den jeweiligen Regelwerken zu entnehmen. So ist ein B2 Dämmstoff nicht geeignet, direkt an den Schornstein anzuschließen. Üblicherweise ist in den Bauordnungen eine Begrenzung an der Fassade von 7 m und der obersten Geschossdecke von 22 m vorgesehen. Konstruktionen mit der Bezeichnung z.B. F90 A sind nur mit nicht brennbaren Baustoffen auszuführen.

Brennstoffzelle

Aggregat, in dem – mit hohem Wirkungsgrad und daher geringerem CO2-Ausstoß – aus chemischer Energie (in Form von Erdgas, Methanol, Benzin usw.) Strom und Wärme erzeugt wird. Die direkte Umwandlung in elektrische Energie und Wärme erfolgt in einer kontrollierten Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff; als Endprodukt entsteht im Wesentlichen Wasserdampf, der im Unterschied zu anderen Abgasen kein Kohlendioxid enthält und somit nicht zum Treibhauseffekt beiträgt

Brennwert

Der Brennwert ist die Energie (Einheit kJ/kg), die bei einer vollständigen Verbrennung abgegeben wird.
In der Heizungstechnik beinhaltet der Brennwert den Heizwert (genauer den unteren Heizwert Hu) plus die durch Kondensation des entstandenen Wasserdampfes freiwerdende Energie (die Kondensationswärme).

Brennwertheizung

Richtungsweisende Entwicklung in der Heizungstechnik. Während bei größeren Häusern üblicherweise Brennwertkessel installiert werden, genügt bei Ein- bzw. Zweifamilienhäusern der Einbau einer kleineren, an der Wand hängenden Anlage – der so genannten Brennwerttherme. Beide Versionen können zusätzlich nutzbare Wärme abgeben, indem sie den im Abgas befindlichen Wasserdampf kondensieren. Brennwertgeräte übernehmen wie herkömmliche Heizkessel die zentrale Beheizung von Wohnungen sowie die Warmwasserbereitung. Um die im Abgas vorhandene Kondensationswärme nutzen zu können, ist eine niedrige Rücklauftemperatur aus dem Heizungssystem erforderlich. Je niedriger die Rücklauftemperatur ist, desto mehr Wasserdampf kann aus den Verbrennungsgasen freigesetzt werden. Deshalb erreichen Brennwertkessel ihren höchsten Wirkungsgrad in Verbindung mit Niedertemperatur-Heizflächen – wie beispielsweise der Fußbodenheizung – sowie in der Übergangszeit

Brennwertkessel

Brennwertkessel nutzen die Energie, die im Brennstoff enthalten ist sehr effizient, indem sie es ermöglichen, dass die bei Abkühlung der Abgase entstehende Kondensationswärme gewonnen werden kann. Dies funktioniert am Besten unter der Verwendung von Erdgas.

Durch einen zweiten Wärmetauscher entzieht ein Brennwertkessel dem wasserdampfhaltigen Abgas durch Kondensation Wärme. Dadurch wird über den Heizwert eines Brennstoffes hinausgehende Energie genutzt und die Abgase auf niedrige Temperaturen gebracht. Diese Technik stellt besondere Ansprüche an den Schornstein. Gegebenenfalls ist eine Neutralisation des Kondensats erforderlich.

Heizkessel, betrieben wie ein Niedertemperaturkessel, der konstruktionsbedingt die Verdampfungswärme des im Abgas enthaltenen Wasserdampfs nutzen kann (Brennwert). Wenn Wasserdampf zu Wasser kondensiert wird eine große Wärmemenge frei. Im Brennwertkessel werden die heißen Abgase durch das Rücklaufwasser bis unter den Taupunkt abgekühlt, so dass sowohl die sensible (fühlbare) als auch die latente (nicht fühlbare) Wärme genutzt werden kann. Da bei der Wirkungsgradberechnung von Heizkesseln der untere Heizwert in Bezug genommen wird, der nur den sensiblen Wärmeinhalt des Brennstoffs beinhaltet, erreichen Brennwertkessel Wirkungsgrade über 100 %.

Brennwerttechnik

Unter Brennwerttechnik versteht man das Herunterkühlen des Abgases bis zur Kondensatbildung. Die dabei freigesetzte Energie wird dem Heizkreislauf zugeführt. Dies erfolgt bei einem herkömmlichen Kessel nicht, denn dort wird die im Kondensat enthaltene Energie über den Schornstein in die Umwelt abgeführt.
Die Brennwerttechnik lässt sich grundsätzlich bei jedem Brennstoff einsetzen. Derzeit hat sie sich aber nur bei gasbefeuerten Anlagen durchgesetzt, da bei der Verbrennung von Gas mehr Wasser freigesetzt wird als bei Öl oder Kohle. Kohle und Öl haben den Nachteil, dass bei deren Verbrennung der im Brennstoff enthaltene Schwefel die Kesselwandungen und den Schornstein angreift und somit die Lebensdauer des Materials extrem vermindert.

Bypass

Durch eine Bypassleitung wird ein Luftstrom vom Hauptstrom getrennt den Wohnräumen zugeleitet. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn ein Raum, wie zum Beispiel das Schlafzimmer, eine niedrigere Temperatur haben soll, als der übliche Wohnraum.

CO2

Kohlendioxid, ein Gas, das bei Verbrennungsprozessen entsteht. Sauerstoff wird verbraucht und unter Freisetzung von Energie wird Kohlendioxid und Wasser gebildet. Auch bei der menschlichen Atmung entsteht CO2.

jährliche CO2-Emissionen pro m² konditionierter Brutto-Grundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen) [kgCO2/m²a bzw. kgCO2/a]

CO2 neutral

CO2 entsteht auch, wenn pflanzliche Rohstoffe (z.B. Holz) verbrannt werden. Pflanzen nehmen jedoch während ihres Wachstums wieder CO2 aus der Atmosphäre auf. Der CO2 Kreislauf ist dadurch geschlossen, man spricht von CO2 neutral.

CO2-Äquivalente

Dies ist ein Maß für die Treibhauswirkung eines Energieträgers. Sie werden normalerweise in der Einheit “Gramm pro Kilowattstunde” (g/kWh) angegeben. Holz hat zum Beispiel einen Wert von nahezu Null, da bei der Verbrennung das CO2 frei wird, das der Baum während des Wachstums aufgenommen hat.

CO2-Emission

Die CO2-Emissionen geben die bei der Verbrennung fossiler Energieträger freiwerdende Menge an klimaschädlichen Gasen an, insbesondere Kohlendioxid (CO2). Je geringer die durch die Beheizung eines Gebäudes entstehenden Kohlendioxid-Emissionen sind, desto weniger wird das globale Klima belastet.

COP-Wert

Der COP-Wert (coefficient of performance) ist wie die Leistungszahl oder die Jahresarbeitszahl ebenfalls eine Kennzahl für die Beschreibung der Leistungsfähigkeit einer Wärmepumpe. Er beschreibt das Verhältnis aus abgegebener Wärmeleistung zu aufgenommener Leistung (elektrische Energie). Im Gegensatz zur Leistungszahl wird beim COP-Wert jedoch die Leistung von Hilfsaggregaten, wie Pumpen, Regler usw., mit berücksichtigt. Deshalb werden COP-Werte auch von Prüfinstituten zur Beschreibung eingesetzt (DIN EN 255).

Der COP-Wert kann damit als Gütekriterium für Wärmepumpen gesehen werden. Seine Schwäche liegt darin, dass er sich auf einen festen Betriebspunkt bezieht und somit keine energetische Bewertung der Gesamtanlage ermöglicht.

Dachaufsatzlüftung

besondere Form der Schachtlüftung unter Ausnutzung des thermischen Auftriebs.

Dampfbremse

Ein Material, das gegenüber den anderen verwendeten Materialien eines Konstruktionsaufbaues einen größeren Dampfdiffusionswiderstand hat. Als Dampfbremse wirken eigens hergestellte Dampfbremsfolien und -Papiere, aber auch verschiedene Hohlwerkstoffplatten. Dampfbremsen werden an der Innenseite der Außenwand eingesetzt, um das Eindringen von Wasserdampf in die Wandkonstruktion zu dosieren. Gleichzeitig kann eine Dampfbremse auch zur Herstellung der Luftdichtheit eingesetzt werden.

Sinnvoller als Dampfsperren sind Dampfbremsen. Dampfbremsen sind Baustoffschichten mit einer dampfdiffusionsäquivalenten Luftschichtdicke mit mehr als 5 m. Dampfbremsen können als regulative Schicht eingesetzt werden und reduziert den Wasserdampfeintrag auf ein verträgliches Maß. Die Dampfbremse ist in der Art zu bemessen, dass die in die Konstruktion eingetragene Wasserdampfmasse die zulässigen Höchstwerte für die Verdunstungsphase und die feuchtebedingte Massenzunahme der Bauteilschichten aus Holz oder Holzbauteilen nicht überschritten wird.

Dampfbremsen werden an der Innenseite, also an der Warmseite montiert, um den Diffusionsstrom von der Warmseite zur Kaltseite zu begrenzen. Wie stark ein Stoff bremst (z.B. eine Pappe mit PE-Schicht o.ä.), zeigt der Sd-Wert an. Je kleiner dieser Wert ist, um so mehr Wasserdampf kann durch. Wie stark diese Dampfbremse nun gewählt werden muss, hängt von der Dichtigkeit der nach außen folgenden Baustoffe ab. Nach DIN muss der mögliche Tauwasserausfall begrenzt werden. Der Nachweis erfolgt über das Glaser-Berechnungsverfahren. In den Konstruktionen sind die dampfbremsenden Schichten meist auch die Schichten, mit denen die Luftdichtung hergestellt wird.

Dampfbremse, intelligent

Feuchteadaptive Folien aus Polyamid können bei Änderungen der Luftfeuchte den Sd-Wert in den Grenzen von 1 bis 5 m anpassen. Dadurch verhindert sie das Eindringen von Wasserdampf im Winter, ohne den Austrocknungsprozess im Sommer zu behindern. Auf Einhaltung der Verarbeitungslinien ist unbedingt zu achten, da die Verarbeitung der Folie durch ihre feuchtebedingten Längenänderungseigenschaften besondere Aufmerksamkeit zukommt.

Dampfdiffusion

selbsttätiges Vermischen eines Gases mit einem anderen Stoff bei unterschiedlichem Dampfteildruckgefälle (entspricht meist auch einem Temperaturgefälle); im Bauwesen insbesondere Bedeutung der Diffusion von Wasserdampf (Tauwasserschutz) oder von Kohlendioxid und Schwefeldioxid (Betonschutz)

Dampfdiffusionsäquivalente

Luftschichtdicke (sd-Wert) Ist definiert als die Dicke der Bauteilschicht in Metern x dem Dampfdiffusionswiderstand μ. Dampfdiffusionswiderstand (Sprich: μ-Wert). Materialeigenschaft, die die Wasserdampfdiffusionsfähigkeit angibt. Je größer der Wert, um so dichter das Material und um so weniger Wasserdampf kann durch die Konstruktion dringen.

Dampfdiffusionsberechnung

Gemäß DIN wird der Anfall von Tauwasser mit einem nach dem Techniker Glaser benannten Verfahren ermittelt. Im günstigsten Fall soll das Bauteil in seinen Schichten so aufgebaut sein, dass nach DIN kein Tauwasser anfällt. Dabei wird die Stoffkennzahl μ (=>Dampfdiffusionswiderstandsfaktor, bei Klimaflock 040 boratfrei 1/2) als dimensionsloser Koeffizient, die Dicke der Schichten, die Reihenfolge des Schichtaufbaus und der μ-Wert Wärmeleitzahl in die Rechnung miteinbezogen.

Dampfdiffusionswiderstandsfaktor μ

Je kleiner der μ-Wert, um so leichter geht die Feuchte in Form von Dampf durch das Material. Es handelt sich um einen spezifisch das Baumaterial kennzeichnenden Koeffizienten. Zu den Feuchtigkeitswanderungen kommt es, wenn ein Dampfdruckgefälle z.B. in der Tauperiode von innen nach außen vorliegt. Die kalte Luft außen weist im allgemeinen eine niedrigere Luftfeuchte auf als die warme Innenluft. Damit würde der Wasserdampf zu der Seite mit der niedrigeren Luftfeuchte wandern (zur Kaltseite).

Dampfsperre

Die Dampfsperre verhindert, dass sich hinter einer Innendämmung Tauwasser sammelt; bei einer Dachdämmung erhöht sie gleichzeitig die Winddichtigkeit. Die Dampfsperre wird zwischen Dämmstoff und Innenputz bzw. -Verkleidung angebracht. Die Feuchtigkeit der Raumluft kann so nicht mehr das Dämmmaterial erreichen. Die Dampfsperre besteht üblicherweise aus Aluminium oder Polyethylen (PE); bei so genannten Innendämmungs-Verbundplatten ist sie meist integriert; diffusionsäquivalente Luftschichtdicke > 100 m (praktisch dampfdicht)

Bauteilschichten, die eine diffusionsäquivalente Luftschichtdicke von mehr als Sd = 100 m aufweisen, werden als Dampfsperren bezeichnet. Sie bestehen meist aus Kunststofffolien sehr dünner Materialstärke um 0,05 mm. Dampfsperren sollten nur im „Notfall“ eingesetzt werden. Dampfsperren erfordern beim Einbau und bei der Nutzung des Gebäudes ein Höchstmaß an fachlicher Kompetenz, dienen Sie doch dazu, eine eigentlich untaugliche Konstruktion durch Abschottung von Wasserdampfdiffusion noch nutzbarer zu machen.
Probleme von Dampfsperren: -schon kleinste Verarbeitungsfehler oder Fehlstellen in der Dampfsperre haben Tauwasserbildung in der Konstruktion/Feuchteschäden zur Folge. –Baustoffe werden ihrer natürlichen und regulativen Funktion hinsichtlich ihrer Wasserdampfdiffusion und damit ihres Beitrages zum Raumklima vollständig beraubt. –sämtliche im Raum anfallende Feuchte muss durch Lüftung abtransportiert werden. Unterbleibt richtiges Lüften, sind Schäden vorprogrammiert.

Abdichtungssystem, das verhindert, dass Feuchtigkeit aus der Raumluft in Dämmstoffe eindringen kann. Dampfsperren bestehen hauptsächlich aus Kunststofffolien, die eine besonders hohe Diffusionsdichtheit haben. Dampfsperren sind besonders gut aneinander und an angrenzenden Bauteilen zu befestigen, damit sie dauerhaft ihre Funktion erfüllen. Alle Durchdringungen durch diese Ebene sind ebenfalls dauerhaft abzudichten. Eine offene Fuge von 1 mm Breite transportiert auf einem Meter Länge täglich etwa 350 ml Wasser.

Dämmstoff

Material mit geringer Wärmeleitung, zur Dämmung von Gebäuden, Anlagen etc. Die am weitesten verbreiteten Dämmstoffe sind Styropor (EPS) und Mineralwolle.

Dämmung

Wichtigste Methode der Energieeinsparung. Durch Dämmung wird die Transmission (Wärmeverlust durch Bauteile) herab gesetzt. Bei der Isolation genutzte Dämmstoffe werden nach ihrem Dämmwert, nach den Kosten, nach dem Energieaufwand bei der Herstellung und unter ökologischen Kriterien beurteilt, bzw. unterschieden. Gängige Stoffe sind Polystyrol, Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle), Polyurethanschäume, Kork und Zellulosefasern.

Deckenheizung

Flächenheizung an der Deckenfläche eines Raums, die diesen direkt oder indirekt mit Wärmestrahlung oder Wärmekonvektion beheizt

Gebäudetypologie

Eine Erhebung und Auswertung von bauphysikalischen und anlagentechnischen Daten von Gebäuden älterer Baujahre, die dazu benutzt werden kann, den Energiebedarf vergleichbarer älterer Gebäude zu ermitteln. Die Dena-Gebäudetypologie stellt statistisches Datenmaterial für alle wichtigen Bauteile (Außenwände, Innenwände, Böden, Decken, Dächer, Fenster, Türen, Heizungsanlagen, Warmwasseranlagen etc.) zur Verfügung, das auch in den am Markt verfügbaren EDV-Berechnungsprogrammen genutzt wird.

Deponiegas

Mischgas, das durch den Abbau organischer Substanzen auf Deponien entsteht; erneuerbare Energien

Dichtheit des Gebäudes

Gemeint ist die Dichtheit der wärmeübertragenden Umfassungsfläche. Sie soll sicherstellen, dass der Austausch der Raumluft nicht unkontrolliert aufgrund der Wind- und Luftdruckverhältnisse-, sondern gezielt nach hygienischen Erfordernissen oder sonstigen Bedürfnissen (z. B. Behaglichkeit, gesundes Raumklima) erfolgen kann. Unerwünschte Luftwechsel über Bauteilfugen sind nicht nur zusätzliche Energieverluste, sie können auch zu Bauschäden führen, wenn sich durch warme, feuchtigkeitsgeladene Luft in kalten Bauteilschichten Tauwasser bildet. Die Lüftung eines Gebäudes wird durch eine nach dem Stand der Technik dichte Ausführung nicht beeinträchtigt; sie kann nur durch gezieltes, wohldosiertes Öffnen der Fenster oder durch Lüftungsanlagen sichergestellt wird.

Die Wärmepumpe

entzieht dem Außenbereich die Wärme und gibt sie als Heizenergie an das Haus ab.
Eine Wärmepumpe erzeugt aus rund 75 Prozent kostenloser Umweltwärme und 25 Prozent Antriebsenergie die Wärme, die man zum Heizen und zur Warmwasserbereitung benötigt. Sie kann aber auch sehr effektiv zum Kühlen eingesetzt werden. Als Wärmequelle nutzt sie Umweltwärme, die sie der Umgebungsluft oder dem Erdboden entzieht. Dabei arbeitet sie im Prinzip wie ein Kühlschrank – man vertauscht sozusagen nur die Seiten: In der Wärmepumpe zirkuliert ein Kältemittel, das bereits bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft. Dabei entzieht es dem Wärmequellenkreislauf Wärme. Das verdampfte Kältemittel wird nun mittels der Antriebsenergie im Kompressor stark verdichtet: Durch den höheren Druck steigt auch die Temperatur. Anschließend wird das Kältemittel verflüssigt, wodurch es die gespeicherte Wärme – Umweltwärme plus Antriebsenergie – an das Heizsystem abgibt.

Diffuse Strahlung

Sonnenlicht wird durch Kontakt zum Beispiel mit Wolken, Bergen, Gebäuden gestreut. Dadurch erreicht uns diese Solarstrahlung aus allen Richtungen und nicht in gebündelten Strahlen aus Richtung des Sonnenstands. Die diffuse Strahlung kommt etwa genauso häufig vor, wie die direkte.

Diffusion

Ein Raum wird von Gasmolekülen, die stets in Bewegung sind, gleichmäßig ausgefüllt. Dadurch entsteht bei gleicher Temperatur ein bestimmter Dampfdruck. Durch beispielsweise verschiedene Luftfeuchtigkeiten in Innen- und Außenräumen entsteht ein Dampfdruckgefälle. Allein durch dieses Druckgefälle entsteht unabhängig von Wind oder Temperaturunterschieden eine Ausgleichsströmung, die Diffusion genannt wird. Diese Diffusion kann durch alle Schichten gehen. Es gibt für Bauteile Dampfdiffusionswiderstandszahlen, die angeben, wie stark der Dampf zurückgehalten wird.

Diffusion ist die Bewegung von Wasserdampf in einem Bauteil. Oft wird dieser Dampf verwechselt mit dem, was wir bei Kühltürmen oder über dem Wassertopf beobachten. In diesen Fällen ist das Wasser nach wie vor in der flüssigen Phase. Die Feuchtigkeit, über die wir bei Diffusionsprozessen sprechen, ist in der Gasphase. Es handelt sich um ein trockenes, unsichtbares Gas! Die Bewegung tritt ein, wenn sich auf der kalten äußeren Seite des Bauteils weniger Wasserdampfmoleküle befinden als im warmen Innenraum. Der Dampf strebt danach, das Dampfdruckgefälle auszugleichen und "will" durch das Bauteil. Diese Wanderung hat nichts mit Luftdruckunterschieden zwischen außen und innen zu tun, die eine Luftströmung auslösen würden. Selbst bei gleichem Luftdruck würden diese Wassermoleküle wandern. Um bei diesen Prozessen korrigierend einzugreifen, werden innenseitig Dampfbremsen bzw. Dampfsperren angebracht.

Jahren auch keine Schwermetalle in Druckfarben für Zeitungspapier eingesetzt. Hierfür bedient man sich eines Colophonium-Produktes (Holznebenprodukt).

Diffusionsäquivalente

Luftschichtdicke (sd)

Produkt aus Diffusionswiderstandszahl und der Dicke des Bauteils; gibt die Dicke einer bezüglich der Diffusion gleichwertigen Luftschicht an

Direkte Strahlung

Ein Teil der Solarstrahlung trifft direkt auf den Kollektor auf. Diese hatte vorher keinen Kontakt mit anderen Elementen oder konnte diese ungebrochen durchdringen. Diese Strahlung wirkt intensiver als die diffuse Einstrahlung.

Solarstrahlung, die direkt von der Sonne auf den Kollektor trifft. Sie ist intensiver als die diffuse Strahlung; übers Jahr trifft jedoch etwa gleich viel diffuse wie direkte Strahlung auf den Kollektor

EEB

jährlicher Endenergiebedarf pro m² konditionierter Brutto Grundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen). āEnergiemenge, die dem Heizsystem und allen anderen energietechnischen Systemen zugeführt werden muss, um den Heizwärmebedarf, den Warmwasserwärmebedarf, den Kühlbedarf sowie die erforderlichen Komfortanforderungen an Belüftung und Beleuchtung decken zu können, ermittelt an der Systemgrenze des betrachteten Gebäudes. [kWh/m²a bzw. kWh/a]

Einstrahlungsgewinne

solare Wärmegewinne über Außenfenster und andere transparente Bauteile

Eis-Energie

Eine besondere Innovation des Systems SolarEis liegt darin, dass neben der Wärme des Wassers auch die Eis-Energie (Kristallisationswärme) zum Heizen genutzt wird. Während des Phasenwechsels von flüssig zu fest, also von Wasser zu Eis, wird sehr viel Wärme frei. Wollte man eine vergleichbare Wärmemenge einem Warmwasserspeicher entziehen, würde sich das Wasser von 80 Grad Celsius auf 0 Grad Celsius abkühlen (entspricht 80 Wärmeeinheiten). Am Ende des Prozesses hat sich das Wasser kontrolliert in Eis umgewandelt, welches im folgenden Sommer zum kostenlosen Kühlen verwendet werden kann. Aufgrund eines patentierten Verfahrens wird die Sprengwirkung, die bei der Eisbildung auftritt, ausgeschlossen. Der Wärmestrom bleibt selbst bei massiver Eisbildung konstant.

Emission

Zu den Emissionen zählen sowohl die von einer Anlage, einem Gebäude, einer Fabrik oder einem Verkehrsmittel in die Umwelt abgegebenen gasförmigen, flüssigen und festen Schadstoffe wie auch die Abgabe von Wärme, Strahlung, Geräuschen u.Ä. Die Einwirkung von Emissionen wird als Immission bezeichnet

Emissionen

Bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehende Schadstoffe und –gase, die durch Schornsteine und Abgasrohre an die Außenlust abgegeben werden und die Luft verunreinigen. Beim Hausbrand sind dies Wesentliche CO2, SO2, NOX und Stäube.

Emissionsgrenzwerte

Emissionsgrenzwerte sind Höchstwerte für die rechtlich zulässige Schadstoffabgabe an die Umwelt

Endenergie

ist die an der Gebäudegrenze angelieferte Energiemenge, hier Gasmenge, gemessen in m³ (Kubikmetern), die am Gaszähler erfasst und abgelesen wird und vom Versorger auch in der Rechnung direkt in der Energieeinheit kWh (Kilowattstunden) angegeben wird. In gleicher Weise wird die frei Gebäudegrenze gelieferte elektrische Energie als Endenergie bezeichnet.

Die Endenergie bezeichnet die tatsächlich benötigte Energie zum Heizen und zur Bereitstellung des Warmwassers. Mit einbezogen werden die Verluste durch die Bereitstellung, Speicherung, Verteilung und Übergabe der Energie.

Endenergiebedarf

Energiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte Hilfsenergie ein. Die Endenergie wird an der “Schnittstelle” Gebäudehülle übergeben und stellt somit die Energiemenge dar, die dem Verbraucher geliefert und mit ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders interessante Angabe. Er muss vor diesem Hintergrund im Energiebedarfsausweis getrennt nach verwendeten Energieträgern angegeben werden; bei Wohngebäuden kann er neben der auf die Gebäudenutzfläche bezogenen Angabe und dem absoluten Wert (Gesamtbedarf für das Gebäude) auch auf die Wohnfläche bezogen angegeben werden (freiwillige Angabe). Der auf die Wohnfläche bezogene Bedarfswert ist in der Regel höher als der entsprechende, auf die Gebäudenutzfläche bezogene Wert, weil die Wohnfläche in der Regel kleiner ist als die Gebäudenutzfläche.

Energie

Energie ist die Fähigkeit oder Möglichkeit eines Systems, Arbeit zu verrichten. Gemessen wird Energie in der Einheit Joule (J) als Produkt von Zeit und Leistung. Ein Joule entspricht einer Wattsekunde (Ws). Physikalisch unterscheidet man unterschiedliche Arten und Formen (Energieformen):

  • mechanische Energie (Bewegungs- oder kinetische Energie, potenzielle Energie der Lage)
  • Wärmeenergie (thermische Energie)
  • chemische Energie
  • elektrische Energie
  • Strahlungsenergie
  • Kernenergie und Fusionsenergie

Nach der Reihenfolge ihres Einsatzes lässt sich Energie in vier Stufen einteilen:

Primärenergieträger kommen in der Natur direkt vor, wie Stein- und Braunkohle, Erdöl oder Erdgas sowie erneuerbare Energiequellen. In den meisten Fällen muss diese Primärenergie in Kraftwerken, Raffinerien etc. in Sekundärenergie umgewandelt werden (Koks, Briketts, Strom, Fernwärme, Heizöl oder Benzin)

Die Energie am Ort des Verbrauchs ist die Endenergie, die in Nutzenergie umgewandelt wird – in Heiz- und Prozesswärme, Licht sowie mechanische Energie (Energiedienstleistung)

Energie-Einsparverordnung

EnEV

Eine Verordnung des Bundes, in der Regeln und Berechnungsmethoden, - auch unter Hinweis auf die Einhaltung der gültigen DIN-Normen -, über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik in Gebäuden erlassen worden sind.

Energieausweis

Dokument zur energetischen Bewertung eines Objekts. Der Energieausweis beinhaltet Angaben über den energetischen Zustand des Gebäudes (Heizwärmebedarf, Energiebedarf), legt, falls vorhanden, die energetischen Mängel dar und liefert mögliche Verbesserungsvorschläge.

Auch als Energiepass bezeichnet. Ist ein Berechnungsverfahren zur Bestimmung des jährlichen Heizenergiebedarfes bzw. der Energiekennzahl eines Gebäudes. Die Berechnung des Energieausweises ist für die Wohnbauförderung Voraussetzung.

Der Energieausweis bescheinigt die energetischen Eigenschaften eines Gebäudes. Es ist zwischen einem bedarfsorientierten und einem verbrauchsorientierten Energieausweis zu unterscheiden. Ersterer gibt anhand einer Berechnung den geschätzten Energieverbrauch eines Gebäudes an, während der verbrauchsorientierte Energieverbrauch stark vom Nutzerverhalten abhängig ist. Ein Energieausweis hat eine Gültigkeit von maximal zehn Jahren und ist bei energetischen Veränderungen am Gebäude anzupassen, sprich neu auszustellen.

Energiebedarf

Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen, abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab

Der Energiebedarf beschreibt die Menge an Energie, die ein Gebäude unter festgelegten Bedingungen in einem bestimmten Zeitraum benötigt. Dabei ist der Energiebedarf als eine kalkulatorische Größe zu sehen. Berechnet wird der Energiebedarf nach einem definierten Verfahren (z. B. bei Nichtwohngebäuden nach DIN V 18599). Der so berechnete Energiebedarf berücksichtigt allerdings nicht Einflüsse wie das Wetter, das Nutzerverhalten oder den Anlagenbetrieb. Damit tritt im Regelfall eine Differenz zwischen dem tatsächlichen Energieverbrauch und dem so kalkulierten Energiebedarf auf.

Energiebedarfsausweis

Ergebnis der energiespezifischen Kennwerte wie Jahres-Heizenergiebedarf, Jahres-Heizwärmebedarf, Jahres-Primärenergiebedarf; tritt bei Gebäuden mit normalen Innentemperaturen nach der EnEV anstelle des Wärmebedarfsausweises

Energiebilanz

Die Energiebilanz ist die Summe sämtlicher Energiegewinne und -verluste von einem Gebäude.

Energiedurchlassgrad (g-Wert)

Gibt an, wie viel Prozent der Sonnenenergie durch die Fenster- bzw. Türverglasung ins Gebäude gelangen. Der Mindestwert von 50 % soll nicht unterschritten werden. Der Energiedurchlassgrad ist nicht zu verwechseln mit dem Lichtdurchlassgrad, der bei heutigen Fenstern ca. um 10 % höher ist als der Energiedurchlassgrad.

Energieeffizienz

Durch die Energieeffizienz wird angegeben, wie wirksam aufgewandte Energie umgesetzt wird. Die Energieeffizienz wird überwiegend als Wirkungsgrad mit einem Wert zwischen 0 und 100 % angegeben.

Unter Energieeffizienz wird ein Verhältnis aus gewünschtem Nutzen und einem möglichst geringen Aufwand an Energie beschrieben.

Vorgänge sind auf Dauer nur dann nachhaltig erfolgreich, wenn gemäß dem ökonomischen Prinzip, jeder unnütze Verbrauch vermieden wird. Das System SolarEis hebt sich hier durch den Einsatz von fünf regenerativen Energien aus allen anderen Systemen hervor.

Energiekennwert

Jahres-Heizwärmebedarf bezogen auf Gebäudenutzfläche.

Unter dem Energiekennwert wird der gemessene oder berechnete Energieaufwand bezogen auf eine Fläche oder einen Zeitraum verstanden.

Energiekennzahl

Überbegriff für verschiedene Kennwerte, die den Energiebedarf von Gebäuden angeben.

Vergleichsgröße zur Bezifferung des Energieverbrauchs bei Gebäuden. Hierunter wird die Energiemenge verstanden, die im Laufe eines Jahres für die Beheizung eines Quadratmeters Wohnfläche verbraucht wird. Bei Einfamilienhäusern liegt die Energiekennzahl zwischen 100 und 300 kWh/m2. Möglich sind Werte um 50 kWh/m2 (Niedrigenergiehaus). Bei Mehrfamilienhäusern sind die Werte wegen günstigerem Volumen/Hüllflächen-Verhältnis um etwa 40% niedriger.

Energiepass/ Energieausweis

Aus dem Energiepass lässt sich der energetische Zustand eines Gebäudes ablesen. Wird ein Gebäude neu gebaut, ist die Ausfertigung dieses Ausweises bereits seit dem Jahr 2002 verpflichtend. Soll ein bereits bestehendes Gebäude neu verkauft, vermietet oder verpachtet werden, ist der Vorweis eines solchen Ausweis seit dem 01.07.2008 Pflicht.

Energiereserven

Die in der Erde lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffen (fossile Energieträger), die nachgewiesen, sicher verfügbar und mit heutiger Technik wirtschaftlich gewinnbar sind. Gleich bleibenden Energiebedarf und gleich bleibende Nutzung unterstellt, reichen die derzeit bekannten Weltenergiereserven an Erdöl und Erdgas 43 bzw. 66 Jahre und bei Kohle circa 170 Jahre

Energieressourcen

im Unterschied zu Energiereserven nachgewiesene und vermutete Vorräte von Energieträgern (so genannte Energieressourcen), die jedoch derzeit aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen noch nicht gewinnbar sind

Energiespar-Contracting

(auch Performance-Contracting)

Eine Form des Contracting, bei der die eingesparten Energiekosten Grundlage für die Finanzierung der Investitionen des Contractors sind. Besonders geeignet für energieintensive Unternehmen und Betriebe, aber auch im Gebäudebereich, wenn ein hoher Nachholbedarf bei der energetischen Sanierung besteht

Energieträger

Unter dem Begriff „Energieträger" subsumieren wir alle Stoffe, die uns Energie zur Verfügung stellen können.

Unterschieden wird dabei nach fossilen Energieträgern, wie Erdgas, Erdöl, Kohle usw., die CO2-Rückstände hinterlassen und regenerativen Energieträgern wie Wasserkraft, Sonnen-, Luft- und Windenergie, die keine CO2-Rückstände hinterlassen.

Für eine nachhaltig ökologische Heizung und Kühlung ist es Voraussetzung, möglichst ausschließlich mit regenerativen Energieträgern zu arbeiten. Dies ist beim System SolarEis gegeben.

Energieverbrauch

Rein physikalisch gesehen kann Energie nicht verbraucht, sondern nur in andere Energieformen umgewandelt werden. Dennoch hat sich der Begriff „Energieverbrauch“ eingebürgert.

Im Unterschied zum rechnerisch ermittelten Energiebedarf ist der Energieverbrauch eine gemessene Größe. Sie gibt die Menge an Energie an, die tatsächlich in einem bestimmten Zeitraum verbraucht wurde. Daher schließt der Energieverbrauch Dinge wie das reale Klima, das Nutzerverhalten und den Anlagenbetrieb mit ein.

Im Regelfall kann bei einem privaten Haushalt von etwa 75% Energieverbrauch für die Heizung, 12% für Haushaltsgeräte und 13% für Licht ausgegangen werden. Energieverbrauch für Kühlung ist dabei noch nicht berücksichtigt. Energiesparmaßnahmen bei der Heizung und Kühlung, wie sie das System SolarEis anbietet, sind damit besonders effektiv.

Energieverbrauchszahl

Witterungsbereinigte Energieverbräuche für Raumheizung in KWh/(m²a). Für die Witterungsbereinigung ist das in VDI 3807 angegebene Verfahren unter Berücksichtigung der Klimazonen nach DIN 4710 anzuwenden. Als Vergleichsmaßstab für Energieverbrauchszahlen werden im Bundesanzeiger durchschnittliche Energieverbrauchszahlen und deren Bandbreiten, die den topographischen Unterschieden in den einzelnen Klimazonen Rechnung tragen, und die für die Witterungsbereinigung erforderlichen Daten bekannt gemacht

EnEV 2009

Verordnung auf Basis des Energieeinsparungsgesetzes. Hiermit wird die Umsetzung mehrerer europäischer¬ Richtlinien, zum Beispiel der 2006/32/EG oder der 2002/91/EG, in nationales Recht durchgeführt. Die EnEV 2009 tritt am 1.10.2009 in Kraft und ist bei der Planung von Neubauten im Bereich des Wohnungs- wie des Nichtwohnungsbaus zu berücksichtigen. Ebenfalls findet die Verordnung Berück¬sichtigung bei der Modernisierung von Gebäuden und regelt im Einzelfall auch die Außerbetriebnahme von Anlagentechnik.

Enthalpie

Die Enthalpie ist die Summe aus der latenten und der fühlbaren Wärmeabgabe.

Entsorgung

Um die Entsorgung möglichst preisgünstig und dezentral zu ermöglichen, haben wir von der borathaltigen Rezeptur Abstand genommen. Stickstoffe und Phosphate als Brandschutz sowie Holz- und Rindenextrakte für den bioziden Schutz ermöglichen die Kompostierung unseres Materials, d. h. unter hoher Feuchtigkeit und Temperaturen über 60°C zersetzt sich das Material langsam. Für das eingebaute Material besteht keine Gefahr, da diese Bedingungen in funktionierenden Bauwerk nie erreicht werden.
Klimaflock 040 boratfrei ist auf Grund der Inhaltsstoffe unter den entsprechenden Bedingungen (hohe Feuchtigkeit, Kompostkulturen) kompostierbar und so in den ökologischen Kreislauf rückführbar.

Erdhügelhaus

unkonventionelles Gebäude mit Tonnendach, das mindestens von zwei Seiten mit Mutterboden angefüllt und überdeckt wird

Erdkollektor

Erdkollektoren sind Rohrbündel, die in einem aus dem Bohrbrunnenbau entlehnten Bohrverfahren im Boden eingebracht werden. Mit ihrer Hilfe wird die Erdwärme aus dem tieferen Erdreich gewonnen, die zum Heizen (Wärmepumpenheizung) oder Kühlen verwendet wird.

Erdreichwärmetauscher

Der Erdwärmetauscher ergänzt sinnvoll die Lüftungsanlage eines Passivhauses.
Die Temperatur des Erdreiches unterschreitet in 1 m Tiefe nicht die Frostgrenze und bleibt im Sommer unter 20 ° C warm. Wird die Außenluft durch den Erdreichwärmetauscher geführt, wird ihre Temperatur bereits der Wunschtemperatur angenähert, so dass im Winter die Lüftungsanlage vor Vereisung geschützt und im Sommer die Außenluft vorgekühlt wird. Auf diese Weise wird die Effizienz der Lüftungsanlage gesteigert.

Erdwärmekollektoren

Erdwärmekollektoren bestehen in der Regel aus Kunststoffröhren, die horizontal ins Erdreich eingebracht werden. In dem geschlossenen System zirkuliert ein Wasser-Glykol-Gemisch als Wärmeträger. Es nutzt die von der Sonne eingestrahlte Wärme des Erdreiches. Die Kunststoffröhren werden unterhalb der örtlichen Frostgrenze, d.h. etwa in 1…1,5 m Tiefe mandelförmig mit einem Rohrabstand von 0,5…0,8 m verlegt. Das Ganze erinnert an eine Fußbodenheizung. Die dem Erdreich entnommene Wärme wird über das Trägermedium der Wärmepumpe zugeführt.

Beim System SolarEis wird der SolarEis-Behälter ebenfalls in die frostfreie Zone des Erdreichs verlegt und nutzt u.a. auch die dort herrschende Erdwärme.

Erdwärmesonden

Unter Erdwärmesonden versteht man in Tiefbohrungen eingebrachte Rohrbündel (Erdsonden). Je nach dem geologischen Aufbau des Untergrundes, den lokalen Gegebenheiten und der Leistungsanforderung variiert dabei die Tiefe einer Bohrung. Für den normalen Wohnungsbau erfolgen Tiefbohrungen bis zu 400 m, mindestens jedoch bis zu 50 m. Durch spezielle Trägerflüssigkeiten, wie Sole, häufig Wasser mit etwas Glykol als Frostschutz usw. wird die Erdwärme zur Wärmepumpe transportiert

Aufgrund möglicherweise auftretender Probleme sind Tiefbohrungen genehmigungspflichtig. Das System SolarEis benötigt dagegen keine Erdwärmesonden, vielmehr arbeitet es mit einem SolarEis-Speicher, der ohne Genehmigung auch in Wasserschutzgebieten eingebracht werden kann.

Erneuerbare Energien

Energie aus Quellen, die nach menschlichem Ermessen nicht verbraucht werden können bzw. sich immer wieder erneuern (regenerieren); z.B. Solarenergie, Windenergie, Energie aus Pflanzen (Holz, Biogas), geothermische Energie.

Erneuerbare (regenerative oder alternative) Energien sind Energieträger/-quellen, die sich ständig erneuern bzw. nachwachsen und somit nach menschlichem Ermessen unerschöpflich sind. Hierzu zählen: Sonnenenergie (mit den indirekten Formen Biomasse, Wasserkraft, Windenergie, Umgebungswärme etc.) sowie Erdwärme (Geothermie) und Gezeitenenergie

Erneuerbare Energien, auch alternative oder regenerative Energien genannt, sind die Energieformen, die dem Menschen quasi unbegrenzt zur Verfügung stehen. Zu diesen zählen Biomasse, Erdwärme, Sonne, Wasser, Luft und Wind.

Ihr Anteil an der Wärmeerzeugung ist stetig am wachsen. Seitens der Bundesregierung ist als klares Ziel vorgegeben, den Anteil der erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren so zu erhöhen, dass bis zum Jahr 2020 20% des Gesamtstrombedarfs aus erneuerbaren Energien kommen.

Das System SolarEis berücksichtigt dies bereits und setzt bei Heizung und Kühlung fünf erneuerbare Energien ein: Wärme der Sonne, Wärme der Luft, Wärme der Erde, Wärme des Wassers und die Kristallisationswärme, die beim Übergang von Wasser zu Eis entsteht. Es ist damit das System, das am kreativsten mit erneuerbaren Energien arbeitet.

Erneuerbare Energie Gesetz

 (EEG)

Durch das „Gesetzt für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ wird die Vergütung für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien festgelegt. Es hat zum Ziel, die Stromversorgung aus erneuerbaren Energien bis 2010 auf 12,5 % und bis 2020 auf mindestens 20 % zu erhöhen.  So wird zum Beispiel geregelt, dass 7,67 Cent pro kWh für die Einspeisung von Strom aus Wasserkraft gezahlt werden. Für Strom aus Solarkollektoren werden sogar mindestens 45,7 Cent gezahlt.

Seit dem 01.01.2009 in Kraft, gilt für alle Neubauvorhaben. Es fordert für zu errichtende Gebäude die Bereitstellung eines Anteils der benötigten Wärme aus erneuerbaren Energien. Es lässt aber auch eine Reihe von Ersatzmaßnahmen zu. Eine davon ist die 15%ige Unterschreitung der Anforderungen den EnEV.

Das „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ regelt die Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien. Es sieht fixe Vergütungen vor, die von 7,67 Cent pro Kilowattstunde (kWh) für Strom aus Wasserkraft bis zu 50,62 Cent pro kWh für Solarstrom reichen. Das EEG soll dazu beitragen, den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahr 2010 mindestens zu verdoppeln

Fassadenheizung

Beheizung groß angelegter und hoher Glasaußenbauteile von Gebäuden mittels selbstregelnder Heizbänder in den Fassadenprofilen

Feinstaub

In der Regel wird unter Feinstaub Staub mit einer Partikelgröße kleiner 10 μm m (1 Mikrometer ist ein tausendstel Millimeter) verstanden. Partikel mit einem Durchmesser größer 10 μm (sog. Grobstaub) bleiben mehr oder minder gut an den Nasenhärchen oder den Schleimhäuten des Nasen-Rachenraums hängen. Kleinere und kleinste Staubpartikel können über die Luftröhre und die Bronchien bis tief in die Lunge vordringen und dadurch gesundheitsschädlich sein.

Fernwärmeversorgung

Versorgung mit Wärmeenergie zur Raumheizung und Warmwasserbereitung, meist über größere Strecken in ein weit verzweigtes Rohrleitungssystem aus einem zentralen Wärmeerzeuger

Feuerungsanlage

bauordnungsrechtlicher Begriff für heizungstechnische Anlage, bestehend aus Feuerstätte, Verbindungsstück und Schornstein

Feuerwiderstand

Brandverhalten der Baustoffe (DIN 4102); brennbar (schwer, normal, leicht entflammbar), nicht brennbar; Einteilung in Feuerwiderstandsklassen 30, 60, 90; Bezeichnung F, G, L, T abhängig vom Bauteil wie Wand, Glas, Leitung, Tür

Feuerwiderstandsklassen

Durch Tests an Bauteilkonstruktionen wird festgelegt, wie lange dieses dem Feuer widersteht. Die Bezeichnungen lauten:

F 30 B feuerhemmend
F 30 AB feuerhemmend und in wesentlichen Teilen aus nicht brennbaren Baustoffen
F 30 A feuerhemmend und aus nicht brennbaren Baustoffen

Diese Widerstandsklassen werden in 30 min Schritten geprüft: F 30, F 60, F 90, F 120, wobei die Zahl für die Minuten steht, in denen die Wandkonstruktion dem Feuer widerstand. Werden in der Baugenehmigung Vorgaben wie F 90 gemacht, dann hat dies noch nichts mit der Brandklasse zu tun. Es gibt auch F 90 Konstruktionen, die mit einem B2 Dämmstoff abgeprüft wurden. Erst der Zusatz A oder AB bringt die Brandklasse ins Spiel. Wie oben schon ausgeführt, dürfen mit A eingeschränkte Vorgaben nur mit nicht brennbaren Materialien aufgebaut werden. Mit AB gekennzeichnete müssen in wesentlichen Teilen mit nicht brennbaren Stoffen ausgeführt sein. (Wesentlich bedeutet hier alle tragenden und aussteifenden Teile bzw. Rahmen bei nichttragenden Wänden, kurz alles, was für die Standsicherheit der Konstruktion von Bedeutung ist).

Flächenbrenner

Bei Flächenbrenner werden die Düsen durch eine perforierte Fläche ersetzt. Bedingt durch die vielen Öffnungen entstehen keine einzelnen Flämmchen mehr, sondern eine brennende Fläche. Vorteilhaft ist dabei die stark verringerte Bildung von thermischen Stickoxiden.

Flächenkollektor

Flächenkollektoren sind meist aus Kunststoffrohren bestehende Wärmeübertrager, die horizontal im Erdreich liegen. Sie werden unterhalb der örtlichen Frostgrenze mandelförmig – ähnlich einer Fußbodenheizung – verlegt. Die von Regen und Sonne ins Erdreich eingebrachte Wärme wird über das Trägermedium entnommen und der Wärmepumpe zugeführt.

Flüssiggasbehälter

unterirdischer oder oberirdischer Lagerbehälter für Flüssiggas nach DIN 51622; bei nicht vorhandener öffentlicher Erdgasversorgung

Fortluft

Die Fortluft ist die aus dem Wohnraum abgesaugt Luft. Sie wird durch den Wärmetauscher geführt, wo sie der einströmenden Luft ihre Wärme ableitet. Anschließend wird sie nach außen geleitet.

Fossile Brennstoffe

Zu den fossilen Brennstoffen zählen Bodenschätze, die im während mehrerer Millionen von Jahren aus Biomasse entstanden sind. Dazu gehören Öl, Kohle und Gas. Die Verbrennung dieser Energieträger belastet die Umwelt und die Förderung ist oftmals nur unter sehr schwierigen Bedingungen möglich. Außerdem sind die Vorkommen fossiler Brennstoffe nicht unbegrenzt.

Fossile Energie

Energie, die vor Jahrmillionen gebildet und in der Erdkruste gespeichert wurde. Diese Energie ist nicht erneuerbar, sie kann nicht wieder nachproduziert werden. Bei der Verbrennung von Erdöl, Erdgas, Kohle usw. reichert sich CO2 in der Atmosphäre an und fossile Energieträger werden unwiederbringlich verbraucht.

Fossile Energieträger

Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle; sie entstanden vor Jahrmillionen bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzen und Tiere unter Sauerstoffabschluss, hohen Temperaturen sowie unter dem Druck darüber liegender Gesteinsschichten. Grenzen für die Nutzung fossiler Energieträger ergeben sich – je nach Technologieeinsatz und Entwicklung des technischen Fortschritts – aus den unterschiedlichen Ressourcenverfügbarkeiten sowie aus deren Umwelt- und Klimaverträglichkeit. Bei der Verbrennung bzw. Umwandlung der fossilen Brennstoffe wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, das wesentlich zur Klimabelastung beiträgt

Freie Lüftung

Lüftung infolge bauphysikalischer Dichteunterschiede der Luft ohne menschliches Zutun, wie beispielsweise Fugenlüftung

Fugenabdichtung

Abdichtung der Fugen zwischen unterschiedlichen Bauteilen

Fugendurchlasskoeffizient (a)

Maß für den Luftaustausch je Zeiteinheit über Fugen eines Bauteils (insbesondere Fenster, Türen) in Abhängigkeit der Länge der Fuge und der vorhandenen Luftdruckdifferenz

Fugendurchlässigkeit

durch Luftdruckdifferenz verursachter Luftaustausch von Fensterfugen

Fußbodenheizung

Unter einer Fußbodenheizung versteht man ein Heizsystem, bei dem der Fußboden als Heizfläche dient. Das System arbeitet damit nicht mit Heizkörpern. Der Vorteil dieses Systems besteht vor allem darin, dass eine besonders günstige Wärmeverteilung im Raum entsteht. Darüber hinaus arbeiten Fußbodenheizungen mit relativ niedrigen Betriebstemperaturen, d.h. mit einer Vorlauftemperatur von nur ca. 40 °C. Eine Fußbodenheizung eignet sich daher besonders für den Einsatz energiesparender Niedertemperaturtechnik.

Eine Fußbodenheizung ist ideal geeignet für einen erfolgreichen Einsatz des Systems SolarEis

g-Wert

Kennwert für den Gesamtenergiedurchlassgrad der Sonnenstrahlung sowohl für kurzwellige als auch für langwellige Strahlung durch eine transparente Fläche (Verglasung). Hierzu zählen auch sekundäre Wärmegewinne durch das Aufheizen der Scheiben infolge Strahlungsabsorption. Der g-Wert einer massiven Wand ist null

Gebäudenutzfläche (AN)

Kenngröße zur Ermittlung des Jahres-Heizwärmebedarfs und des Energiekennwerts eines Gebäudes; Alternative zum Bauwerksvolumen bei Raumhöhen ≤ 2,60 m

Eine für die wärmetechnischen Berechnungen normierte, rein rechnerische Fläche, die sich aus dem beheizten Gebäudevolumen Ve multipliziert mit dem Faktor 0,32 ergibt.

Gemischt genutzte Gebäude

Gebäude, die zum Teil als Gebäude mit normalen und zum Teil als Gebäude mit niedrigen Innentemperaturen nach der Wärmeschutzverordnung einzustufen sind

Geothermie (Erdwärme)

Nutzung der im Erdinnern entstehenden und gespeicherten Wärmeenergie als Energiequelle. Anlagen zur Nutzung der Erdwärme lohnen sich vor allem in Gegenden mit besonders günstigen geologischen Voraussetzungen, wie z.B. heißen Tiefenwässern. Bei den geothermischen Vorkommen in Deutschland handelt es sich um Thermalwasser mit Temperaturen zwischen 40 und 100 °C, das aus tief liegenden Erdschichten (1.000 bis 1.500 m) entnommen wird. Grundsätzlich kann das heiße Wasser zu Heizzwecken – je nach Wasserqualität auch direkt für Bäder und Gewächshäuser – sowie der Dampf bei ausreichend hohen Temperaturen zur Stromerzeugung eingesetzt werden

Unter Geothermie (Erdwärme) versteht man die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie kann entzogen und genutzt werden und zählt zu den regenerativen Energieformen.

Geothermie kann einerseits direkt genutzt werden, wie zum Beispiel zum Heizen und Kühlen, andererseits kann sie zur Erzeugung von elektrischem Strom oder in einer Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden (vgl. hierzu Geothermiequellen).

Erdgeschichtlich betrachtet stammt Geothermie zu einem Teil aus der Restwärme aus der Zeit der Erdentstehung, zum anderen aus radioaktiven Zerfallsprozessen, die in der Erdkruste seit Jahrmillionen kontinuierlich Wärme erzeugt haben bzw. sie heute noch erzeugen. Oberflächennah kommen bei der Geothermie Anteile aus der Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche und aus dem Wärmekontakt mit der Luft hinzu. Gerade diese Teile werden vor allem im System SolarEis genutzt.

Geothermiequellen

Geothermie wird heute gerne und häufig als Energiequelle zur Erzeugung von Wärme und Strom genutzt. Dabei ist zu unterscheiden zwischen der Nutzung der oberflächennahen Geothermie und der tiefen Geothermie. Die oberflächennahe Geothermie wird meist zum Heizen mit Hilfe von Wärmepumpen genutzt; die tiefe Geothermie meist zur direkten Nutzung im Wärmemarkt oder auch indirekt zur Stromerzeugung.

Gesamtenergiebilanz

setzt sich zusammen aus dem Heizenergiebedarf und dem Bedarf an Strom, Warmwasser und aller Verbraucher in einem Haushalt.
Energiebilanz ist allgemein die Bilanzierung der Energieströme eines offenen oder geschlossenen Systems, wobei eine negative Energiebilanz für einen Energieverlust und eine positive Energiebilanz für einen Energiegewinn des Systems stehen.
Der Begriff Energiebilanz beschreibt in Bezug auf nachhaltige Produktionsmethoden den gesamten Aufwand zur Herstellung, zum Betrieb und zur Weiterverwertung (Entsorgung oder Recycling) von Produkten.

Gesamtenergiedurchlassgrad

Verhältnis zwischen der in einen Innenraum gelangenden Strahlungsenergie und der auftreffenden Strahlung (Gesamtstrahlung). Die in den Innenraum gelangende Strahlungsenergie setzt sich aus dem transmittierenden Anteil der Strahlung und dem von der inneren Scheibe absorbierten nach innen abgegebenen Anteil zusammen (sekundäre Wärmeabgabe). Bestimmung bei senkrechtem Strahlungseinfall

Gesamtenergiedurchlassgrad

der Verglasung

Der sogenannte G-Wert der Verglasung gibt prozentual den Anteil der Energiemenge an, die durch einen Quadratmeter Verglasungsfläche gelangt. Die Differenz 100 % (bzw. 1,0) ist die Energiemenge, die durch Verluste und Reflexion entsteht.

Der Heizwärmebedarf ist die errechnete Energiemenge, die z. B. durch Heizkörper an einen beheizten Raum abgegeben wird. Für neugebaute Häuser wird laut der Energieeinspar¬verordnung der Niedrigenergiehaus-Standard mit einem spezifischen Heizwärmebedarf zwischen 40-70 kWh/m²a gefordert. Der Trinkwasser¬wärmebedarf ist die Energiemenge, die zur Erwärmung dem Trinkwasser zugeführt werden muss. Verluste bei der Energieumwandlung (z. B. Verluste des Heizkessels), der Verteilung und sonstige technische Verluste sind nicht enthalten. Er wird bei manchen Verfahren pauschal mit 12,5 kWh/m²a angesetzt. Dies entspricht einem Bedarf von 23 l/Person/Tag. Bezugsgröße für die Fläche ist dabei nicht die Wohnfläche, sondern in Deutschland die Gebäudenutzfläche

Geschossdecke

Decke, die Geschosse nach unten und oben abgrenzt

Gleichgewichtsfeuchte

Die Baustoffe haben nach der Austrocknung (Holz, Beton, gemauerte Wand) eine stoffspezifische Gleichgewichtsfeuchte. Natürlich treten Schwankungen auf, die durch die umgebende Luftfeuchte bedingt sind. Durch den Sicherheitszuschlag bei der Festlegung der Wärmeleitzahl R ist dieser Abweichung durch den Sicherheitszuschlag Rechnung getragen.

Globalstrahlung

Die Globalstrahlung setzt sich aus direkter und indirekter (diffuser) Sonnenstrahlung zusammen

Gradtagszahl

 (Kd/a = Kelvin-Tage pro Jahr)

Sie ist abhängig von der jeweiligen geographischen Situation und gibt an, wieviel Kelvin Temperaturunterschied zwischen innen und außen während der gesamten Heizperiode anfallen. Bei 20°C Innentemperatur und einer konstanten Außentemperatur von 0°C wäre z.B. die Gradtagszahl 20 (pro Tag!).

Hausstation

Funktionsraum bei Fernwärmeversorgung

HEB

jährlicher Heizenergiebedarf für Wohngebäude pro m² konditionierter Brutto-Grundfläche (spezifisch) und je Zone (zonen-bezogen). Jener Teil des Endenergiebedarfs, der für die Heizungs- und Warmwasserversorgung aufzubringen ist. [kWh/m²a bzw. kWh/a]

Heizenergiebedarf

Der Heizenergiebedarf ist die Energiemenge, die einem Gebäude unter bestimmten Bedingungen zugeführt werden muss um Beheizung, Warmwasserbereitung und Lüftung gewährleisten und ein festgelegtes Raumklima herstellen zu können.

Der in der Heizsaison benötigte, rechnerisch ermittelte Wärme- bzw. Energiebedarf des Hauses. Die Energie für die Warmwasserbereitung ist darin nicht enthalten. Einheit: kWh/a.

Heizenergieverbrauch

Der Heizenergieverbrauch ist der Energieverbrauch eines Heizsystems unter Berücksichtigung aller Verluste zur Bereitstellung (Verbrauch)

Heizgradtagzahl G

Produkt aus allen Heiztagen eines definierten Zeitabschnitts, multipliziert mit der Differenz zwischen 20 °C Raumlufttemperatur und der mittleren Außenlufttemperatur; auch als Gradtagzahl (Gt) bezeichnet

Die Heizgradtagzahl wird gebildet als Produkt aus der Temperaturdifferenz zwischen der mittleren Außentemperatur während der Heizperiode und der gültigen Heizgrenztemperatur (hier 15 °C) und der Zahl der Heiztage. Sie trägt die Einheit Kd (Kelvintage) und ist ein Maß für den Heizwärmebedarf in einer vorgegebenen Heizperiode und wird zur Klimabereinigung von Verbrauchswerten zur Herstellung der Vergleichbarkeit benötigt.

Heizgrenztemperatur

ist die Umgebungstemperatur (Außentemperatur), unterhalb derer die Beheizung der Räume durch die Heizungsanlage beginnen muss, um die gewünschte Innentemperatur zu halten. Bis zum Erreichen der Heizgrenztemperatur reichen die Wärmeabgabe durch anwesende Personen und durch technische Einrichtungen (Beleuchtung, Fernsehgeräte, Kühlschränke, Küchenherd, Wasch- und Spülmaschinen, PC etc.) sowie die solaren Gewinne durch Sonneneinstrahlung aus, um die gewünschte Innentemperatur zu halten.

Heizkessel

Feuerungseinrichtung (Wärmeerzeuger, Feuerstätte) für feste, flüssige oder gasförmige Brennstoffe; Standardkessel, NT-Kessel, Brennwertkessel

Heizkreis

Unterteilung größerer Heizungsnetze eines Gebäudes in Heizkreise; eigener Vorlauf ab Heizungsverteiler, Rücklauf zum Rücklaufsammler

Heizlast

Die Heizlast die die Wärmemenge, die einem Innenraum zugeführt werden muss, damit ein bestimmtes Raumklima hergestellt und gehalten werden kann.

Jene Wärmezufuhr, die unter Norm-Auslegungsbedingungen eines Gebäudes benötigt wird, um die erforderliche Norm-Innentemperatur zu erreichen. Einheit: W. Die flächenbezogene Heizlast ist die Heizlast bezogen auf die beheizte Wohnfläche. Einheit: W/m².

Heizleistung

Die Heizleistung ist der Wärmestrom, der von einem Wärmeerzeuger oder einem Wärmetauscher abgegeben werden kann.

Heizperiode

Die Heizperiode ist der Zeitraum, in dem ein Gebäude unabhängig von der Warmwasserbereitung beheizt werden muss. Bei Passivhäusern ist diese Heizperiode ca ¼ Jahr lang, während Altbauten meist ein ¾ Jahr beheizt werden müssen.

Zeit der Beheizung eines Gebäudes, so lange die mittleren Außentemperaturen kleiner als die Heizgrenztemperaturen sind; abhängig von meteorologischen Größen und von den thermischen Gebäudeeigenschaften

Heizraum

Funktionsraum, der der Aufstellung einer Heizungsanlage mit in der Regel mehr als 50 kW dient

Heizstab

Heizstäbe bestehen aus Metallen,die sich erwärmen, wenn man Strom durch sie hindurch leitet. Auf diese Weise können Trägermedien erwärmt werden.

Heizthermen

Im Umlaufprinzip wird das Heizungswasser mit einem Gasbrenner ohne Gebläse erhitzt. Die Wandmontage kann in der Küche, im Flur, im Bad usw. erfolgen, benötigt wenig Platz und beinhaltet alle nötigen Einrichtungen eine moderne Heizungsanlage. Sie sind für Zentralheizungsanlagen in Wohnungen und kleinen bis mittleren Einfamilienhäusern geeignet. Außerdem werden sie bei Altbausanierungen eingesetzt.

Heizwärmebedarf

in Abhängigkeit vom Wetter und den Nutzungsbedingungen des Gebäudes vom Heizsystem abzugebende Wärme, die sich aus den Transmissions- und Lüftungswärmeverlusten und den inneren Wärme- und Solargewinnen ergibt (Bedarf)

Die zur Aufrechterhaltung einer vorgegebenen Raumtemperatur über Heizungseinrichtungen (Heizkörper oder Warmluftzufuhr) stetig zuzuführende Wärmemenge. Stetiger Ausgleich der Wärmeverluste durch Transmission und Lüftung.

Der Heizwärmebedarf gib an, welche Wärmemenge pro m² Bruttogeschossfläche im Jahr durchschnittlich zur Beheizung der Räume notwendig ist. Dabei wird der Energiebedarf für die Warmwasseraufbereitung und der Energieaufwand für Klimaanlagen zur Kühlung nicht berücksichtigt.

Heizwert (Hu)

Wärmemenge bei Verbrennung eines Brennstoffs ohne Ausnutzung der Verdampfungswärme

Heizzahl (ξ)

Verhältnis zwischen Nutzwärme und Primärenergieverbrauch einer Wärmepumpe

Hilfsenergie

Die Hilfsenergie wird nicht direkt als Heizenergie verwendet. Sie ist notwendig, um beispielsweise die Pumpen oder die Lüftungsanlage anzutreiben.

Energie (Strom), die nicht zur unmittelbaren Deckung des Heizenergiebedarfs bzw. der Trinkwassererwärmung eingesetzt wird, z.B. Energie für den Antrieb von Systemkomponenten, Umwälzpumpen, Regelungen etc., sowie Energie für die Rohrbegleitheizung bei der Trinkwassererwärmung

Holzschutz

Nach der Novellierung der DIN 68800 sind Konstruktionen möglich, die ohne Holzschutz ausgeführt werden dürfen. Bis jetzt darf hierfür nur uneingeschränkt Mineralwolle eingesetzt werden. Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind nur mit der zusätzlichen Prüfung unter gleichen Bedingungen zugelassen. Ausnahmen sind in der bauamtlichen Zulassung festgelegt. Ohne Holzschutz sind nur in der Halle vorgefertigte Elemente zu füllen, wenn der Fertighausbetrieb seine Herstellung überwachen läßt. Klimaflock 040 boratfrei entspricht diesen Bedingungen und ist für Konstruktionen ohne Holzschutz zugelassen (GK 0).

HTEB

jährlicher Heiztechnikenergiebedarf pro m² konditionierter Brutto-Grundfläche (spezifisch) und je Zon (zonenbezogen). (=Verluste des Heiztechniksystems). [ kWh/m²a bzw. kWh/a]

Hüllfläche

Die Hüllfläche umschließt das Gebäudevolumen, dass gedämmt werden muss. Um möglichst gute Dämmwerte zu erzielen, sollte das Verhältnis von Hüllfläche zu Gebäudevolumen möglichst gering sein.

in Bezug auf den Wärmeschutz Summe der wärmeübertragenden Umfassungsfläche eines Gebäudes (Außenwände, Fenster, an Außenluft grenzende Decken und Dächer, an Erdreich grenzende Fußböden und Wände beheizter Räume, an unbeheizte Räume grenzende Bauteile wie Kellerdecken oder Decken gegen unbeheizten Dachraum)

HWB (Energiekennzahl)

Heizwärmebedarf für Nicht-Wohngebäude, wobei für die Luftwechselrate, die inneren Wärmelasten (ohne Berücksichtigung der Beleuchtung) die Bestimmungen für Wohngebäude herangezogen werden. [kWh/m²a bzw. kWh/a]

jährlicher Heizwärmebedarf pro m² konditionierter Brutto-Grundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen). Wärmemenge, die den konditionierten Räumen zugeführt werden muss, um deren vorgegebene Solltemperatur einzuhalten. [kWh/m²a bzw. kWh/a]

Der Heizwärmebedarf HWB ist die errechnete Wärmemenge, die dem zu beheizenden Objekt zusätzlich zu den Wärmegewinnen aus dem Fremdenergieeinfluss (Sonne, Abwärme von Personen und Geräten) zugeführt werden muss, um die innere Solltemperatur zu halten [kWh/m²a].

Hydraulischer Abgleich

wasserseitige Abstimmung des Heizungssystems, um strömungstechnisch ungünstige Stellen zu vermeiden.

Immission

Einwirkung von Emissionen (Luftverschmutzungen, Geräuschen usw.) auf Boden, Wasser, Menschen, Tiere, Pflanzen oder Sachgüter. Messgröße ist z.B. die jeweilige Konzentration eines Schadstoffes pro m² Fläche oder pro m³ Luft

Immissionsschutzgesetz

Das Immissionsschutzgesetz hat die Aufgabe, die Umwelt vor der schädlichen Einwirkungen Immissionen zu schützen bzw. der Einwirkung vorbeugen. Nach § 3 des Gesetzes sind Emissionen Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen u.ä., die von Anlagen  ausgehenden und dabei auf Menschen, Tiere, Pflanzen oder Sachen, wie z.B. Gebäude, Kulturdenkmäler, einwirken.

Das System SolarEis arbeitet bis auf die Nutzung des Stromes für die Wärmepumpe und die Pumpe für den Kühlbetrieb immissionsfrei.

Innenraumklima

Zur Empfindung eines behaglichen Innenraumklimas besteht ein Zusammenhang zwischen Oberflächentemperatur und Raumlufttemperatur. Der Mensch empfinget Temperaturen zwischen 20 und 24°C als behaglich. Dabei sollten die Oberflächentemperatur der Umfassungswände die Raumlufttemperatur nicht um mehr als 3 bis 4 Kelvin differieren. Neben der Raumlufttemperatur hat auch der Feuchtegehalt der Innenraumluft Einfluss auf die Behaglichkeit. Eine Luftfeuchtigkeit über 70 % und unter 40 % werden als unangenehm empfunden. Anzustreben sind die Werte zwischen 40 % bis 70 % relativer Luftfeuchte bei Temperaturen zwischen 18—24°C.

Innentemperatur

empfundene Temperatur im Innern eines Gebäudes, die der Ermittlung des Heizwärmebedarfs zugrunde gelegt wird; auch Raumtemperatur genannt

Innere Wärmequellen

Dies sind Quellen, die innerhalb des beheizten Raumes entstehen und von Wärmequellen des Heizsystems unabhängig sind (z. B. Personen, elektrische Geräte, etc.).

Interne Wärmegewinne

nutzbare Wärmegewinne, die bei bestimmungsgemäßer Nutzung eines Gebäudes auftreten; Prozesswärme, Menschenmenge

Bewohner eines Passivhauses strahlen Wärme aus. Dies gilt auch für elektrische Geräte wie zum Beispiel Glühbirnen, Herdplatten und Kühlschränke. Diese Energiemengen tragen zur Erwärmung der Raumluft bei und werden als interne Wärmegewinne bei der Planung eines Passivhauses berücksichtigt und sind für die Funktionsweise unerlässlich.

Die Abwärme von Haushaltsgeräten, Lampen etc., sowie selbstverständlich auch die Wärmeabstrahlung der Bewohner, die dazu beiträgt, das Haus warm zu halten. Bei dem Einsatz einer Wärmerückgewinnungsanlage geht diese Wärme beim notwendigen Lüften nicht verloren, sondern wir dem Haus wieder zugeführt.

Im Inneren der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw. Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.

Isolierverglasung

Verglasungseinheit, die aus zwei über einen Randverbund verbundenen und nach außen gasdicht abgeschlossenen Scheiben besteht; im Scheibenzwischenraum entfeuchtete Luft oder Edelgas

Isothermen

Durch Isothermen werden thermische Zustände sichtbar gemacht und somit verdeutlicht. Isothermen sind fiktive Linien. Durch sie werden Orte mit gleichen Temperaturen, die sich in einem Baustoff befinden, verbunden.

Jahres-Heizenergiebedarf

Energiemenge, die nach den Berechnungsgrundlagen der Energieeinsparverordnung dem Gebäude zum Zweck der Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung jährlich zugeführt werden muss.

Jahres-Heizwärmebedarf

Wärmemenge, die von der heizungstechnischen Anlage unter vorgegebenen Randbedingungen jährlich zur Beheizung des Gebäudes bereitzustellen ist

Jahres-Primärenergiebedarf

Der Jahresprimärenergiebedarf bezeichnet die Summe aller für die Beheizung eines Gebäudes notwendige Energiemengen. Dazu gehört einerseits der Energieinhalt des Brennstoffes, die Hilfsenergien zum Betrieb der Anlagentechnik. Anderseits umfasst der Jahresprimärenergiebedarf auch die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Brennstoffes notwendige Energiemenge.

jährliche Energiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffs und der Hilfsenergien für die Anlagentechnik mithilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist

Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2-Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudebeheizung mit einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der Energieeinsparverordnung

Jahresarbeitszahl

Die den Wirkungsgrad einer Wärmepumpe am besten beschreibende Zahl ist die Jahresarbeitszahl. Sie beschreibt über das Jahr hinweg das Verhältnis aus abgegebener Wärmemenge (Heizwärme) und zugeführter Antriebsenergie. Wie auch der COP-Wert berücksichtigt die Jahresarbeitszahl die Leistungen von Hilfsaggregaten.

Die Jahresarbeitszahl gibt damit quasi den Anlagennutzungsgrad wider und eignet sich gut zur energetischen Bewertung der Gesamtanlage. Heutzutage erreichen Wärmepumpen Jahresarbeitszahlen zwischen 2,0 und 4,0. Für eine gute Wärmepumpe sollte die Jahresarbeitszahl den Wert von 3,5 zumindest erreichen.

Jahresheizwärmebedarf

Wärme, die den beheizten Räumen zugeführt werden muss, um die innere Solltemperatur der beheizten Räume einzuhalten.

Jahresnutzungsgrad

Dieser sagt aus, wie stark die Heizanlage ausgelastet ist. Ein gut ausgelastetes System arbeitet wesentlich wirtschaftlicher. Schlechte Nutzungsgrade kommen durch Fehldimensionierung zustande.

Er sagt aus, wie stark die Heizanlage ausgelastet ist. Ein gut ausgelastetes System arbeitet wesentlich wirtschaftlicher. Schlechte Nutzungsgrade kommen durch Überdimensionierung zustande.

Joule (J)

internationale Maßeinheit für Energie; ersetzt die früher geläufige Einheit Kilokalorie (kcal); Umrechnung: 1 kJ = 0,239 kcal

K – Wert

Ist eine Zahl, die eine Aussage darüber trifft, wie gut wärmedämmend ein Bauteil ist. Sie drückt Wärmeverlust in Watt pro Quadratmeter und Grad Kelvin Temperaturunterschied aus. Da es sich um einen Verlust handelt, ist dieser Wert also um so besser, je kleiner er ist. Der ermittelte Wert jedes Bauteils ergibt sich aus dem Aufbau der verschiedenen Materialschichten und deren Stärken, wobei Dämmstoffschichten den K – Wert positiv beeinflussen und massive Bauteile durch ihre überproportionalen Wärmeverluste negative Auswirkungen haben. Die K – Werte sämtlicher Gebäudeteile werden im Verhältnis zu ihren Anteilen an der Gebäudeoberfläche im Wärmeschutznachweis erfasst und sind die maßgebliche Grundlage für die Erzielung eines guten Gesamtergebnisses. Anzustreben ist ein schlüssiges Konzept, eine gute Wärmedämmung sämtlicher Bauteile. Die verbreitete Methode, einzelne schlechte Werte durch bessere Werte bei anderen Bauteilen auszugleichen führt in der Regel zu schlechten Ergebnissen.

Der k-Wert ist die alte Bezeichnung für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Die moderne Bezeichnung lautet U-Wert.
Dieser Wert gibt an welcher Wärmestrom durch einen m² eines Bauteils fließt, wenn zwischen Innen- und Außenseite ein Temperaturunterschied von einem Kelvin besteht. Der Wärmeschutz des Bauteils ist um so besser, je kleiner dieser Wert ist.

Der k-Wert ist eine Kennzahl, mit der der Wärmedurchgang an Bauteilen beschrieben wird. Je kleiner der k-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung, und desto geringer sind die Wärmeverluste durch Transmission. Aus diesem Grund ist der k-Wert wichtig für die Berechnung des Wärmebedarfs und für die Auslegung der Heizung.

Kaltdach

Befindet sich im Gegensatz zu einer Vollsparrendämmung eine Hinterlüftungsebene zwischen Dämmstoff und Unterdach, so spricht man von einem Kaltdach. In den letzten Jahren geht man immer häufiger von dieser Hinterlüftungsebene ab, da folgende Nachteile zu erkennen waren:

  • Der in der Hinterlüftungsebene aufsteigende Luftsog wirkt im Brandfall wie ein Kamin und lässt die Flammen von der Traufe bis zum First schlagen. Damit entstehen höhere Schäden.
  • Die Hinterlüftung wird immer wieder durch Auswechslungen (Gauben, Dachfenster u.ä.) unterbrochen, so dass der Luftstrom nicht ungestört fließt. Die Hinterlüftung funktioniert in diesem Bereich also nicht mehr.
  • Bei unsauber eingelegten Dämmplatten kann in den Spalten (z.B. zwischen Platte und Sparren) die Kaltluft bis an die Innenseite der Konstruktion gelangen. Damit ist die Dämmwirkung erheblich eingeschränkt.
  • Je nach Dichte durchströmt die Kaltluft in der Hinterlüftungsebene den Dämmstoff. Damit sind die ersten Zentimeter der Dämmung wirkungslos.

Kapillarität

Kapillarität bei Stoffen liegt dann vor, wenn sie in der Lage sind, bei unmittelbarer Wasserberührung bzw. bei Berührung mit feuchteren Stoffen, diese Feuchtigkeit aufzunehmen und zu verteilen. Stoffe, die diese Eigenschaft besitzen, sind durchzogen von kleinsten miteinander in Kontakt stehenden Hohlräumen (Kapillaren). Sind die kapillar leitfähigen Stoffe in einem lockeren Gespinst zusammen, sind die Kapillaren teilweise nicht in Verbindung, bedeutet das, dass die Feuchtewanderung eingeschränkt ist (z.B. Zellulose-Dämmstoff)

Kältebrücke

physikalisch falscher Ausdruck - siehe Wärmebrücke.

Kerndämmung

Wird der Raum zwischen Innen- und Außenschale vom Mauerwerk vollständig mit einem Dämm-Material ausgefüllt, spricht man von einem zweischaligen Mauerwerk mit Kerndämmung. Die Anforderungen an diese Konstruktion sind in der DIN 1053 beschrieben. Die Dämmstoffe, die dabei als Kerndämmstoffe eingesetzt werden sollen, müssen die Anforderungen der DIN 4108-Teil 10 erfüllen.

Unter Kerndämmung versteht man die Dämmung zwischen zwei massiven Mauerschalen ohne Hinterlüftung. Für diese Art der Ausführung benötigt man eine gesonderte bauaufsichtliche Zulassung. Der Dämmstoff muss besonders hydrophobiert sein. Damit scheiden Dämmstoffe aus Zellulosewolle aus, in der Regel werden Produkte aus Perlite, geblähtem Glas oder Steinwolle verwendet.

Kesselleistung

Wärmebedarf des Gebäudes; Summe aller Wärmeverluste abzgl. der Wärmegewinne (interne Wärmegewinne und solare Wärmegewinne)

Kesselwirkungsgrad

Der Kesselwirkungsgrad kennzeichnet das Verhältnis von abgegebener Wärmeleistung am Anschluss für Heizung und Trinkwarmwasser zur zugeführten Feuerungsleistung (Energie des zugeführten Brennstoffs). Der Kesselwirkungsgrad bezieht sich auf die Betriebsphase, in der der Brenner in Betrieb ist.

KfW-Effizienzhaus

Bezeichnet einheitlich die Förderstan¬dards der KfW im Bereich des energie¬sparenden Bauens und Modernisierens. Hierbei werden die beiden Kriterien Jahresprimärenergiebedarf und Trans¬missionswärmeverlust als Messgrößen für die energetische Qualität eines Gebäudes herangezogen. So kenn¬zeichnet die Bezeichnung KfW-Effizienzhaus 70 eine jeweils 30%ige Unterschreitung der beiden im Energie¬ausweis dargestellten Kenngrößen.
Bei Beantragung von Fördergeldern in den KfW-Effizienzhausprogrammen sind darüber hinaus noch weitere, jeweils aktuell gültige Förderbeding¬ungen einzuhalten.

Kilowatt

Kilowatt ist die Einheit für Leistung, Energie- und Wärmestrom. Die Nennwärmeleistung von Heizkesseln wird in Kilowatt angegeben. Dabei gilt die folgende Beziehung: 1 Kilowatt (kW) = 1000 Joule pro Sekunde (J/s).

Klärgas

Mischgas, das bei der Zersetzung der im Abwasser enthaltenen organischen Substanzen entsteht

Klima-Rahmenkonvention

Ein wichtiger Bestandteil der Klimaschutzpolitik ist die Klima-Rahmenkonvention, die im Sommer 1992 in Rio de Janeiro von mehr als 150 Staaten gezeichnet wurde und im März 1994 in Kraft trat. Ziel der Konvention ist eine Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre.

Auf der 3. Vertragsstaatenkonferenz zur Klima-Rahmenkonvention wurde Ende 1997 das Kyoto-Protokoll verabschiedet, in welchem erstmals rechtsverbindliche Begrenzungs- und Reduktionsverpflichtungen für die Industrieländer festgelegt wurden. Demnach sind die Industrieländer insgesamt dazu verpflichtet, die Emissionen der im Protokoll festgelegten sechs Treibhausgase um mindestens fünf Prozent bis zum Zeitraum 2008–2012 gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren. Die Europäische Gemeinschaft hat sich in Kyoto eine Minderung von 8 % zum Ziel gesetzt; im Rahmen der EU-internen Lastenteilung ist Deutschland zur Senkung der sechs Kyoto-Gase um 21 % verpflichtet

Auf der 4. Vertragsstaatenkonferenz in Buenos Aires im November 1998 wurde des Weiteren ein Arbeitsplan für konkrete Maßnahmen zur Komplettierung des Kyoto-Protokolls erstellt (u.a. Regelwerke für den Handel mit Emissionszertifikaten). Auf nationaler Ebene strebt Deutschland an, bis 2005 die Emissionen von Kohlendioxid gegenüber 1990 um 25 % zu minimieren

Klimabereinigung

Mit der Klimabereinigung werden jährliche Klimaschwankungen, insbesondere Schwankungen der mittleren Umgebungstemperaturen, gegenüber dem ermittelten langjährigen Mittelwert ( meist für 30 Jahre ) rechnerisch ausgeglichen. Liegt der Jahresmittelwert unter dem langjährigen Mittelwert, so wird der tatsächlich gemessene Jahresverbrauch hochgerechnet und dem langjährigen Mittelwert damit angenähert, liegt er über dem langjährigen Mittelwert, wird der tatsächlich gemessene Jahresverbrauch heruntergerechnet. Der Einfluss der Abweichungen vom langjährigen Mittelwert wird damit rechnerisch vermindert.

Klimatisierung

Unter dem Begriff „Klimatisierung“ versteht man die Herstellung definierter Temperaturen und relativer Feuchtewerte in einem Raum. Im Regelfall ist es deshalb erforderlich, je nach Witterungsverhältnissen die Zuluft zu heizen, zu kühlen, zu be- oder entfeuchten.

Kohlendioxid CO2

Kohlendioxid ist ein unsichtbares, geruchloses und in den üblichen Konzentrationen unschädliches Gas aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Der Anteil des CO2 in der Erdatmosphäre ist mit 0,03…0,04% im Verhältnis zu anderen Gasen sehr gering.

Dennoch ist es als natürliches Treibhausgas mitverantwortlich für die Temperaturen auf unserer Erdoberfläche. Die Erhöhung der CO2-Konzentration in den letzten Jahrzehnten wurde im Wesentlichen durch die Verbrennung fossiler Energieträger, wie Kohle, Heizöl, Erdgas hervorgerufen und trägt erheblich zu der von den Menschen zu verantwortenden Klimaerwärmung bei.

Aus diesem Grund ist das System SolarEis sehr interessant, da es systemintern nur mit regenerativen Energien arbeitet und keinen CO2 Ausstoß produziert.

Kollektor

Ein Kollektor nimmt die Energie, wie z.B. Solarenergie oder Wärmeenergie der Luft auf und gibt diese an eine Trägerflüssigkeiten (Wärmeträgerfluid) weiter. Die Trägerflüssigkeit ermöglicht die Umwandlung der aufgenommenen Energie in nutzbare Wärme, wie z.B. für die Wassererwärmung und Raumheizung. Der Kollektor befindet sich im Regelfall in einem wärmegedämmten, wetterfesten Gehäuse

Heute werden Kollektoren meistens als Flachkollektoren gebaut. Flachkollektoren lassen eine sehr variable Montage zu. Integration von Flachkollektoren in das Dach, Montage auf dem geneigten Dach oder auf dem Flachdach sind dabei üblich.

Für das System SolarEis werden Flachkollektoren für Solarenergie und Luftwärme eingesetzt.

Komfort- Wohnraum- Lüftung

 (auch Kontrollierte

Wohnraum- Lüftung, KWL)

Das Gerät für die Komfort-Wohnraum-Lüftung ist ein kompaktes Lüftungsgerät, in dem zwei hocheffiziente Gleichstromventilatoren und ein Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauscher den Luftaustausch im Gebäude garantieren. Mindestens 75 % der vorhandenen Energie aus der Abluft verbleiben dabei im Gebäude.

Kompakthaus

Gebäude in einfacher, quadratischer oder rechteckiger Bauform ohne Vor- und Rücksprünge und Dachaufbauten; günstiges Verhältnis zwischen der wärmeübertragenden Umfassungsfläche zum beheizten Bauwerksvolumen

Kondensat

Wassergehalt der Luft bei einer relativen Luftfeuchte von mehr als 100 %; Tau- und Schwitzwasser

Kontrollierte Wohnungslüftung

Luftaustausch zwischen der (durch Feuchte und Schadstoffe belasteten) Raumluft und der Außenluft über eine mechanische Lüftung; dezentrale (raumweise) oder zentrale Anlage sowie ohne oder mit Wärmerückgewinnung möglich

Konstruktions-Grundfläche

Die Konstruktions-Grundfläche bildet die Summe der Grundflächen von allen aufgehenden Bauteilen der Grundrissebenen. Dazu gehören auch die Grundflächen nicht begehbarer Schächte oder Schornsteine, ebenso wie Türöffnungen oder Nischen. Die Konstruktions-Grundfläche wird in Fußbodenhöhe gemessen, wobei vorstehende Teile von Tür- oder Fensterbekleidungen und Fußleisten außer Acht gelassen werden.

Kontrollierte Wohnungslüftung

Mindestanforderung für die wohnbiologisch einwandfreie Lüftung von Niedrigenergiehäusern. Aus den feuchtigkeitsbelasteten Räumen wie Küche, Bad, WC, Wirtschaftsraum wird die Luft abgesogen. Frische Luft kann dann über Frischluftventile in den Wohn- und Schlafräumen nachströmen und sorgt so für ständig gute Luft in den Aufenthaltsräumen. Über die sogenannten Überströmräume wie Flure etc. findet die Luftströmung innerhalb des Hauses statt. Eine sinnvolle Projektierung und die strömungsoptimierte Auslegung der Frischluftventile stellt sicher, dass keine Zugerscheinungen auftreten und ein optimaler Wohnkomfort entsteht. Durch die Staub- und Pollenfilter in den Frischluftventilen reduziert sich die Belastung im Haus. Ein unschätzbarer Zugewinn an Lebensqualität für alle, die z.B. unter Heuschnupfen leiden. Die Funktionsweise der kontrollierten Wohnungslüftung kann und sollte ergänzt werden durch eine Wärmerückgewinnung.

Konvektion

Als Konvektion bezeichnet man den Wärmetransport über eine Materialströmung. Zu den alltäglichsten Konvektionserscheinungen gehört der Wind. Diese Strömungen kommen auch in hohen Geschwindigkeiten vor und stellen die häufigste Ursache von Tauwasserschäden dar.

Transport von Wärmeenergie in Flüssigkeiten und Gasen durch Teilchentransport

Leicht bewegliche Stoffe, wie Gas, Dämpfe oder Flüssigkeiten können Wärmeenergie aufnehmen und weitertransportieren (mitführen). Dies geschieht entweder durch thermischen Auftrieb oder durch eine Zwangsumwälzung mittels Ventilatoren oder Pumpen.

Durch die Luftdichtungsebene soll verhindert werden, dass Luft durch klimatische Rahmenbedingungen durch die Dämmebene hindurchzieht. Gelangt nun zum Beispiel die warme Innenluft, die einen hohen Sättigungsgrad an Feuchte aufweist, in die Dämmung, kühlt sie in den weiter außen gelegenen Bereichen ab und kann die Feuchte nicht mehr halten. Dieses ausfallende Tauwasser ist die konvektive Feuchte. Obwohl durch Leckagen erhebliche Mengen an Feuchte in die Dämmung gebracht werden, und ein Großteil der Bauschäden durch den beschriebenen Vorgang geschieht, hat man der Luftdichtigkeit lange Zeit nicht die entsprechende Bedeutung beigemessen. Man sprach immer nur von Diffusion.

Körperschall

Körperschall entsteht dadurch, dass ein Bauteil (z.B. Wand, Decke) durch Klopfen, Gehen o.ä. in Biegeschwingung versetzt wird. Dadurch werden in Nachbarräumen die Luftteilchen in Schwingungen versetzt (Luftschall), die wir dann hören können. Trittschall ist die bedeutendste Form des Körperschalls bei Decken. Man wirkt ihm durch Masse (z.B. in der Balkendecke) und durch Entkoppelung in der Konstruktion entgegen.

Kraft- Wärme- Kopplung

Ein System mit Kraft-Wärme-Kopplung vereint die Erzeugung von elektrischer Energie und nutzbarer Wärme in einem Prozess.

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werden elektrische Energie und Wärme in einem gemeinsamen Prozess erzeugt. Mit der KWK wird beispielsweise in einem Blockheizkraftwerk ein höherer thermischer Wirkungsgrad erreicht als bei der ausschließlichen Stromerzeugung

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) als gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Elektrizität trägt aufgrund des hohen Wirkungsgrades zur Senkung der Energiekosten bei, verringert die klimarelevanten Emissionen und schont die Energieressourcen. Bei der KWK wird die Abwärme, die bei der Stromerzeugung anfällt und die normalerweise in einem Kühlturm “vernichtet” wird, als Nutzwärme für die Heizung und Warmwasseraufbereitung verwendet.

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Als Förderbank im Eigentum des Bundes und der Länder fördert die KfW Bauherren bei der Errichtung energieeffizienter Gebäude und bei der energetischen Sanierung. Die Förderprogramme der KfW sind als Kredite über die eigene Hausbank zu beantragen und stellen eine attraktive Möglichkeit zur Errichtung bzw. Sanierung von höherwertigen und energiesparenden Gebäuden dar.

Kristallisationswärme

Die Kristallisationswärme wird freigesetzt, wenn ein Stoff seinen Aggregatzustand von flüssig nach fest ändert. Auf Grund des Energieerhaltungssatzes ist die freiwerdende Energie gleich groß wie die für das Schmelzen des Stoffes aufzuwendende Energie (siehe auch Schmelzwärme). Bei verschiedenen Stoffen ist die Erstarrungswärme (=Schmelzwärme) pro Kilogramm Masse unterschiedlich groß.

Das System SolarEis nutzt die Kristallisationswärme (Eis-Energie), die beim Gefrieren des Wassers zu Eis entsteht. Diese Kristallisationswärme ist eine große Wärmemenge. Sie lässt sich in etwa vergleichen mit der Wärmemenge, die freigesetzt wird, wenn Wasser von 80 Grad Celsius die Wärme entzogen wird bis es auf 0 Grad Celsius abgekühlt ist.

Kühllast

Wärmestrom, der aus einem Raum abgeführt werden muss, um einen angestrebten Raumluftzustand aufrechtzuerhalten

ist eine aus einem Raum durch Wärmeübertragung abzuführende Wärmemenge, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten. Sie teilt sich in Äußere Kühllasten (Sonneneinstarhlung => Erwärmung von außen) und Innere Kühllasten (Energieumwandlungsprozesse => Erwärmung von innen) ein. Vor allem bei Bürogebäuden mit Glasfassaden zu beachten.

kWh

Kilowattstunde. Dieses ist die physikalische Einheit für Energie.

Hier einige Umrechnungsfaktoren:

1 Liter Heizöl entspricht 10 kWh, 1 m3 Erdgas entspricht 8-10 kWh, 1 Liter Flüssiggas entspricht 6-7 kWh.

Die Kilowattstunde ist die Maßeinheit der elektrischen Arbeit. Dabei ist Arbeit gleich der Leistung mal der Zeit. (1 kWh = 1 kW x 1 h). Eine Glühbirne mit 40 W (0,04 kW) verbraucht in zehn Stunden 0,4 kWh. Ein Kraftwerk mit der Leistung von 100 MW erzeugt bei Vollbetrieb in zehn Stunden 1.000 MWh.

Legionellen

Sind Bakterien, die bei unsachgemäß geplanten oder installierten Warmwassersystemen das Trinkwasser verunreinigen können. Eine Gefährdung durch Legionellen geht von einer fachgerecht installierten Solarwärmeanlage nicht aus

Leichtbau

Bauweise, bei der vor allem leichte Baustoffe wie Holz und Holzwerkstoffplatten verwendet werden (auch Holzständerbauweise).

Leichtbauweise

Unter Leichtbauweise versteht man im Gegensatz zur Massivbauweise Wandaufbauten, die aus Holzriegel-Konstruktionen bestehen. Fertigteilhäuser werden überwiegend in Leichtbauweise angeboten. Vorteile sind die industrielle Fertigbarkeit, weil keine Austrocknungszeiten anfallen.

Leistungszahl

Die Leistungszahl gibt Aufschluss darüber, mit welchem Faktor die eingesetzte Energie einer Wärmepumpe in Nutzwärme umgewandelt werden kann. Sie gibt Aufschluss über die Effizienz einer Wärmepumpe.

Die Leistungszahl stellt den Quotienten aus der ans Netz abgegebenen Wärmeleistung (kW) und der aufgenommenen elektrischen Wärmeleistung (kW) dar.

Die Leistungszahl ist starken Änderungen unterworfen, da sie nur für einen bestimmten Betriebspunkt Gültigkeit hat. Ihre Aussagekraft ist dabei auch nicht allzu aussagekräftig, da die für die Wärmeerzeugung notwendigen elektrischen Hilfsaggregate, wie z.B. Grundwasserförderpumpen und Heizungsumwälzungspumpen, in ihr keine Berücksichtigung finden. Heutzutage erzielen Elektrowärmepumpen Leistungszahlen zwischen 3,5 und 5,5. Dies bedeutet, Elektrowärmepumpen erzeugen pro kW Strom zwischen 3,5 und 5,5 kW Heizwärme.

Leistungszahl

 (COP - Coefficient of Performance)

Die Leistungszahl beschreibt den thermischen Wirkungsgrad von Wärmepumpen und Kältemaschinen. Sie ist das Verhältnis der eingesetzten zur abgegebenen Energie und wird bei einem bestimmten Betriebszustand ermittelt. Die Definition ist identisch mit dem Begriff COP. Das Mittel über ein Jahr bei Wärmepumpenheizungen wird dann Jahresarbeitszahl (JAZ) genannt.

Leistungszahl (ε)

Verhältnis zwischen Nutzwärme und Energieverbrauch einer Wärmepumpe

Lichttransmissionsgrad

Verhältnis zwischen der in einem Innenraum gelangenden Strahlungsenergie zu der auftreffenden Strahlung im Bereich des sichtbaren Lichts (Wellenlänge 380 nm bis 780 nm)

 

Luftbefeuchtungsanlage

raumlufttechnische Anlage zur Erhöhung des Feuchtegehalts der Luft

Luftdichtheit

Passivhäuser müssen luftdicht errichtet werden, da andernfalls unkontrollierbare Luftströmungen zu hohen Wärmeverlusten führen. Außerdem wird die Behaglichkeit eines Gebäudes stark eingeschränkt, wenn die Gebäudehülle nicht luftdicht ist, da unter anderem Zugerscheinungen und unerwünschte Schallübertragungen auftreten. Ein weiteres Problem von nicht luftdichten Bauteilen ist, dass in diesen Leckagen Schimmelpilz durch Kondensation der durchdringenden Luft entstehen kann.
Ob ein Gebäude luftdicht ist, lässt sich anhand des Blower-Door-Testes überprüfen.

 Sehr wichtig für ein Niedrigenergie-Haus ist ein hohes Maß an Luftdichtheit, so daß es vor allem im Winter nicht durch Ritzen und Fugen zieht. Was Kaltluftzug ist, weiß zwar jeder. Aber dicht zu bauen ist heute noch keinesfalls üblich. Das zeigen Winddichtemessungen an Neubauten immer wieder. Wie dicht ein Gebäude ist, kann man mit einem Meßventilator ermitteln, der im Haus einen Über- oder Unterdruck von 50 Pascal Stärke (=Windstärke 6) aufbaut. Dieser Prüfdruck ist stark genug, um alle Luftströmungen durch kleinste Undichtigkeiten mit dem bloßen Finger fühlen zu können. Das Gebläse mißt zugleich, wieviel Luft es zur Aufrechterhaltung des Drucks ständig pumpen muß, die durch Undichtigkeiten des Gebäudes nachströmt. Grenzwert für gute Luftdichtheit ist bei einem Haus ohne Lüftungsanlage das Dreifache des inneren Luftvolumens pro Stunde, bei einem Haus mit Lüftungsanlage das Einfache (jeweils bei 50 Pascal gemessen). Die Zusicherung einer solchen Luftdichtheit sollte im Bauvertrag verankert sein.

Gebäude mit hohem Energiestandard müssen luftdicht sein, d. h. dass zwischen Innenräumen eines Gebäudes und dem Außenbereich fast kein Luftaustausch stattfinden darf. Luftdichtheit ist ein Qualitätsmerkmal eines Gebäudes. Sehr gute Luftdichtigkeitswerte zu erreichen stellt sowohl im Holzleichtbau wie auch im Massivbau eine große Herausforderung für Professionist/ innen und Planer/innen dar. Vor allem bei diversen Anschlüssen und Materialübergängen ist auf eine optimale Luftdichtheit zu achten. Die Luftdichheit wird durch den sogenannten Blower Door Test n50 bei einem Unter-/Überdruck von 50 Pa ermittelt.

Notwendigkeit, Wärmeverluste durch fehlerhafte Konstruktionen zu vermeiden und die wärmedämmende Gebäudehülle vor Feuchtigkeitsschäden zu schützen. Die Luftdichtheit ist bei der Planung zu berücksichtigen und bei der Ausführung muss ein besonderes Augenmerk auf die Ausführungsqualität gelegt werden. Der Nachweis der Luftdichtheit einer Gebäudekonstruktion erfolgt über den Blower-Door-Test.

Luftdichtheitsschicht

Schicht, die die Luftströmung durch Bauteile hindurch verhindert.

Luftentfeuchtungsanlage

raumlufttechnische Anlage zur Verringerung des Feuchtegehalts der Luft

Luftfeuchte

Die Luftfeuchtigkeit wird in % angegeben. Sie gibt an, in welchem Maß die Luft durch die Aufnahme von dampfförmigen Wasser gesättigt ist.
Wie viel Wasser von der Luft aufgenommen werden kann, hängt von ihrer Temperatur ab. Kühlt Luft, die eine bestimmte Menge an Wasser aufgenommen hat, ab, entsteht Kondensat. Auf ein Gebäude bezogen bedeutet dies, dass Luft, die ein Außenbauteil durchdringt oder berührt, gerade im Winter abgekühlt wird. Das so kondensierende Wasser kann sich in den Bauteilen festsetzen und zu Feuchtigkeitsschäden führen. Eine gute Wärmedämmung ist daher zur Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden unerlässlich.

Luftheizanlage

raumlufttechnische Anlage zur Deckung des Wärmebedarfs eines Raums

Luftschall

Durch Instrumente, Lautsprecher u.ä. wird Luft in Schwingung versetzt. Diese Schwingungen setzen sich in der Luft weiter fort. Luftschall kann auch Bauteile in Biegeschwingung versetzten. Diese Schwingung Körperschall erregt wieder die Luft im Nachbarraum. Je größer das Gewicht des Bauteils, um so weniger ist die Luftschallübertragung über ein Bauteil möglich.

Luftschalldämmung

Als Luftschalldämmung wird der Widerstand eines Stoffes gegen Luftschall bezeichnet. Die Schalldämmung eines Bauteils wird durch das Schalldämmmaß angegeben.

Lüftung

Die Lüftung eines Wohnhauses ist notwendig, um die im Haus in großen Mengen entstehenden Schadstoffe und Feuchtigkeit abzuführen, die ansonsten die Wohnqualität mindern und Feuchtigkeitsschäden hervorrufen würden. Durch das Lüften wird verbrauchte Luft gegen sauerstoffreiche reinere Außenluft ersetzt. Bei früheren undichten Bauweisen wurde ein großer Teil der Luftmenge durch ungeordnete Luftlecks ständig ausgetauscht und dabei auch ein sehr großer Wärmeverlust in Kauf genommen. Zusätzlich wurde mit zu öffnenden Fenstern bedarfsabhängig gelüftet. Durch die vorgeschriebene dichte Bauweise ist eine wohnbiologisch ausreichende Lüftungsmenge über eine Fensterlüftung nicht mehr sicherzustellen. Daraus ergab sich die Entwicklung und der Einsatz von kontrollierten Wohnungslüftungsanlagen

Lüftungsanlage

Die Lüftungsanlage gewährleistet eine kontrollierte Be- und Entlüftung der Wohnräume im Gebäude. Dies geschieht mittels einem Ventilator und den Lüftungskanälen (rund oder rechtecktig).Weitere Bestandteile einer Lüftungsanlage sind Schalldämpfer, Wärmetauscher, Luftfilter, Ventile/Gitter und Nachheizregister (z. B. beim Passivhaus). Angenehmes Raumklima und hygienisch unbedenkliche Raumluftqualität sind Grundlage für ein gesundes Wohnen und Wohlbefinden. Daher sollte in jedes neu gebaute Haus eine Lüftungsanlage.

Die letzte besondere Anforderung an Niedrigenergiehäuser ist, daß sie im Winter nicht durch Fensteröffnen gelüftet werden sollten, sondern mit einer Lüftungsanlage, also durch Ventilatoren. Die Dosierung des Fensterlüftens ist nämlich selbst bei großer Disziplin meist viel zu ungenau, da Menschen weder CO2 noch Luftfeuchte noch viele andere Luftinhaltsstoffe moderner Häuser riechen können. Wird aber falsch gelüftet, entstehen einerseits Schimmelecken in Feuchträumen oder andererseits trockner Hals und Hustenreiz in beheizten und überbelüfteten Wohnräumen. Richtig eingestellte Lüftungsanlagen, wie inzwischen in vielen tausend Niedrigenergiehäusern eingebaut, ermöglichen dagegen ein sehr komfortables und gesundes Wohnen ohne viel daran denken zu müssen.

Aufgeklärte Menschen empfinden zuweilen leise Scham über solch offenkundigen Zukunfts-Egoismus beim Bauen. Es geht hier schließlich nicht um Öko-Kleinigkeiten, wie beim Getrenntsammeln von Joghurtbechern. Aus Gebäudeheizungen entquellen immerhin über 25 % aller deutschen CO2-Emissionen. Und es geht auch nicht um Kleingeld, wie bei der Wahl zwischen Pfand- und Einwegflasche. Der Hausbau ist vielmehr meist die größte Einzelinvestition im Leben eines Bauherrn und bindet Geld und Handlungsfreiheiten über Jahrzehnte. Viele aufgeklärte Bauwillige quälten sich daher mit der Frage, wie sie gerade bei dieser ihrer größten Einzelinvestition im Leben ökologisch möglichst wenig versagen.

Kommerzielle Baupartner, die auf das Ersparte aus sind, haben für solche Sorgen erprobte Tröstungen. Mit Werbeworten wie "solide", "zuverlässig" oder "funktional" verlagern sie das Thema vom Öko-Sozialen auf käufliche Produktqualitäten. Mit Sprüchen wie jenem, daß man sich ja sonst nichts gönne, wird auch noch die letzte Ego-Hemmung zu vernebeln versucht.

Lüftungswärmebedarf

Durch den Lüftungswärmebedarf wird angegeben, welcher Heizwärmebedarf durch die Erwärmung kalter Außenluft beim Lüftungsvorgang ist.

Lüftungswärmeverlust

Wärmeverlust, der sich durch den erforderlichen Luftaustausch zwischen Räumen und Außenluft ergibt. Bei konventioneller Bauweise strömt während des Lüftens warme Raumluft unkontrolliert ins Freie. Bei Komfort-Lüftungssystemen erfolgt ein kontinuierlicher, kontrollierter Luftwechsel, zusätzlich wird über Wärmetauscher-Systeme die Energie der Abluft zum Aufwärmen der Zuluft verwendet.

Wärme, die durch das für die Bewohnbarkeit des Hauses notwendige Lüften und durch sonstige Luftlecks in der Konstruktion des Hauses verloren geht. Wenn ein Haus konstruktiv so gut gebaut ist, dass die Transmissionswärmeverluste minimiert sind, können die Lüftungswärmeverluste mehr als 50 % der Energiekosten ausmachen. Deshalb ist im Niedrigenergiehaus eine kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung zur Verringerung dieser Verluste und zur Verbesserung des Wohnungsklimas unbedingt zu empfehlen, im Passivhaus ist sie unabdingbar.

Luftvolumen

Neben der Luftwechselzahl (β) maßgebliche Kenngröße zur Ermittlung des Lüftungswärmebedarfs eines Gebäudes

Luftwechsel

Der Luftwechsel „n“ gibt an, wie oft das vorhandene Luftvolumen eines Raums in der Stunde ausgetauscht wird. Ohne weitere Spezifizierung wird hiermit im Allgemeinen der Außenluftwechsel bezeichnet

Die Luftwechselrate (meist n) ist ein Maß dafür, wie oft das beheizte Luftvolumen eines Gebäudes mit Außenluft in einer Zeiteinheit (meist 1 Stunde) ausgetauscht wird. Somit bedeutet ein Luftwechsel von 1,5 1/h, dass das Luftvolumen eines Gebäudes 1,5 mal innerhalb einer Stunde ausgetauscht wird.
Zulässige Luftwechselraten für folgende Baustandards sind:
Niedrigenergiehaus: 1,5 1/h
Niedrigenergiehaus mir Lüftungsanlage: 3,0 1/h
Passivhaus: 0,6 1/h

Luftwechselrate

Die Luftwechselrate n gibt an, wie oft pro Stunde das gesamte Luftvolumen von Innenräumen erneuert und ausgetauscht wird. Die hygienische Mindestluftwechselrate für Einfamilienhäuser beträgt 0,5 pro Stunde, d. h. dass alle zwei Stunden die Luft im Gebäude komplett erneuert wird.

Luftwechselzahl

Durch die Luftwechselzahl wird angegeben wie oft das Luftvolumen eines Gebäudes innerhalb einer Stunde komplett ausgetauscht wird.

Massivbau

Bauweise, die aus massiven Baustoffen wie Ziegel, Beton etc. besteht.

Massivbauweise

Ein REGIOHAUS ist Stein auf Stein massiv gebaut. Diese solide Bauweise ist nicht nur wertbeständig, sondern erlaubt auch höchste Flexibilität bei der Gestaltung der Häuser.

Mindestluftrate

der auf eine Fläche oder eine Personenzahl bezogene Außenluftstrom; Kenngröße zur Auslegung raumlufttechnischer Anlagen.

Mindestluftwechsel

Der Mindestluftwechsel gibt den Quotienten aus dem Luftvolumenstrom, der stündlich zwischen Außen- und Innenraumluft besteht, und dem Raumvolumen an, der für eine hygienische Raumluftqualität mindestens erforderlich ist.

Mindestwärmeschutz

bauliche Wärmedämmung nach DIN 4108 (Wärmeschutz im Hochbau); deutlich niedrigeres Anforderungsniveau gegenüber der Wärmeschutzverordnung

Monatsbilanzverfahren

Verfahren zur Bestimmung des Heizwärmebedarfs für neu zu errichtende Wohngebäude. Es können gegenüber dem vereinfachten Verfahren folgende Randbedingungen genauer bilanziert werden: Über den Zeitraum eines Monats werden Gesamtbilanzen der Gewinne und Verluste gebildet. Für jeden Monat wird aus dem Gewinn-Verlust-Verhältnis ein Ausnutzungsgrad der Gewinne ermittelt und daraus der monatliche Heizwärmebedarf berechnet. Die positiven Heizwärmebedarfswerte werden dann über ein Jahr addiert und man erhält den Jahres-Heizwärmebedarf

Nachheizregister

An manchen Wintertagen benötigt selbst ein Passivhaus eine zusätzliche Erwärmung der Zuluft, um ein angenehmes Raumklima aufrecht zu erhalten. Diese Nacherwärmung  wird durchd as Nachheizregister im Lüftungssystem ausgeführt.

Nachrüstungsverpflichtung

Eigentümer von Gebäuden mit normalen Innentemperaturen müssen nicht begehbare, aber zugängliche, oberste Geschossdecken beheizter Räume bis zum 31.12.2006 so dämmen, dass der Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,3 W/(m²K) nicht überschritten wird

Eigentümer von Gebäuden müssen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 01.10.1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, bis zum 31.12.2006 außer Betrieb nehmen. Anlagen nach diesen Kriterien, die aber trotzdem die Abgasverlustgrenzen nicht überschreiten oder deren Brenner nach dem 01.11.1996 erneuert worden sind, müssen bis zum 31.12.2008 außer Betrieb genommen werden. Beide Sätze gelten nicht für Anlagen, wenn es sich um Niedertemperatur- oder Brennwertkessel handelt und bei Anlagen mit weniger als 4 kW oder mehr als 400 kW.

Eigentümer von Gebäuden müssen bei heizungstechnischen Anlagen ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, bis zum 31.12.2006 zur Begrenzung der Wärmeabgabe dämmen

Nachtauskühlung

Die freie Nachtauskühlung beschreibt ein Lüftungskonzept, welches die nächtliche kühle Außenluft in den Sommermonaten dazu nutzt, Bauteile mit großer Wärmespeicherfähigkeit auszukühlen, um sie am Tag als „Wärmepuffer“ nutzen zu können (Night-Flushing)

Nahwärmeversorgung

Im Gegensatz zur Fernwärmeversorgung befindet sich bei der Nahwärmeversorgung der Wärmeerzeuger im Versorgungsgebiet

Natürliche Lüftung

Luftbewegungen im Gebäude, die nicht mechanisch erzeugt werden

Nennleistung

die vom Hersteller festgelegte und im Dauerbetrieb unter Beachtung des vom Hersteller angegebenen Wirkungsgrads als einhaltbar garantierte größte Wärmeleistung des Heizkessels in kW

Niedertemperatur-Heizflächen

Niedertemperatur-Heizflächen arbeiten mit Vorlauftemperaturen unter 55 °C. Durch das niedrigere Temperaturniveau treten bei der Verteilung der Wärme geringere Wärmeverluste auf. Um trotz der niedrigeren Vorlauftemperaturen die Wohnungen ausreichend wärmen zu können, müssen großflächige Heizkörper, Fußboden- oder Wandheizungen verwendet werden. Große Heizflächen sorgen zudem für ein angenehmeres Raumklima. Brennwertkessel (Brennwertheizung) erzielen mit Niedertemperatur-Heizflächen hohe Wirkungsgrade

Niedertemperatur-Heizsysteme

Werden alle Heizsysteme bezeichnet, die eine max. Vorlauftemperatur von 45°C nicht überschreiten und die Wärmeabgabe im Haus passiert über große Wand- oder Bodenflächen.

Niedertemperatur-Kessel

Wärmeerzeuger, der kontinuierlich mit einer Eintrittstemperatur von 35 °C bis 40 °C betrieben werden und in dem es unter bestimmten Umständen zur Kondensation kommen kann; minimaler Wirkungsgrad bei Teillast und Nennleistung, abhängig von der Nennleistung festgelegt.

sind Heizkessel moderner Bauart, die mit abgesenkter oder gleitender Kesselwassertemperatur betrieben werden. Dies ermöglicht geringe Abgas- und Bereitschaftsverluste sowie höhere Nutzungsgrade. Niedertemperaturkessel passen die Temperatur dem Bedarf an, die in Abhängigkeit von der Außentemperatur geregelt wird. An Tagen mit geringem Wärmebedarf können so die Kesselverluste reduziert werden.

Niedrigenergiehaus (NEH)

Für den Begriff des Niedrigenergiehauses gibt es keine eindeutige Definition. Richtwerte besagen, dass ein Einfamilienhaus im Niedrigenergiehausformat einen Heizwärmebedarf von weniger als 70 kWh je m² Wohnfläche im Jahr haben darf. Als der Begriff des Niedrigenergiehauses geprägt wurde, lag dieser Wert weit unter dem Durchschnitt. Durch die Anforderungen der Energiesparverordnung ist ein Niedrigenergiehaus mit einem solchen Heizbedarf jedoch zum Standard geworden.

Niedrigenergie-Einfamilienhäuser haben einen Jahres-Heizwärmebedarf, der mindestens 25 % unter den Anforderungen der geltenden Wärmeschutzverordnung liegt. Gute Wärmedämmung von Außenwänden, Fenstern, Dächern, Kellerwänden und Kellerdecken; Optimierung des Verhältnisses Außenfläche/Nutzvolumen, optimierte Heizungsanlagen, energiesparende Warmwasserbereitung und Vermeidung unnötigen Stromverbrauchs

Um den Standard Niedrigenergiehaus zu erreichen, dürfen 70 kWh/(m²a) Heizwärmebedarf nach der in Deutschland geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV – gültig seit 1. Februar 2002, novelliert im Juli 2007, weitere Novellierung vorgesehen für Januar 2009) nicht überschritten werden.

Als Niedrigenergiehaus bezeichnet man ein Gebäude, dass einen spezifischen Jahresheizwärmebedarf von kleiner gleich 70 KWh pro 1 m² Wohnfläche und Jahr hat. Um diesen Wert anschaulicher darzustellen, kann man auch sagen dies entspricht einem Verbrauch von ca. 7 Liter Heizöl bezogen auf 1 m² Wohnfläche in einem Jahr. Beim Niedrigenergiehaus handelt es sich nicht um eine Bauweise sondern um einen definierten Standard.

Das Niedrigenergiehaus kennzeichnet einen Standard, bei dem bei Ein- und Zweifamilienhäusern ein Primärenergiebedarf von bis zu maximal 70 kWh/(m² a ), bei Mehrfamilienhäusern von bis zu 55 kWh/(m² a) in Erscheinung tritt. Dieser Standard liegt zur Zeit der Verfassung dieses Berichts unter dem EnEV-Standard für Neubauten.

Die Niedrigenergiebauweise ist schon heute Stand der Technik und findet zunehmend weitere Anwendung. Dabei wird der niedrige Wärmebedarf erreicht durch Maßnahmen, wie z.B. gute Wärmedämmung der Außenflächen, geschickte Grundrissplanung, passive und aktive Nutzung der Sonnenenergie usw. Niedrigenergiehäuser verbrauchen je nach Gebäudetyp jährlich nur noch etwa 30…70 kWh Heizenergie pro Quadratmeter Nutzfläche. Im Gebäudebestand liegt der jährliche Heizenergiebedarf dagegen bei rund 200 kWh.

Niedrigenergiehäuser eignen sich besonders für den Einbau des Systems SolarEis, weil sie im Regelfall mit dem kleinsten SolarEis-Speicher auskommen.

Neubau oder sanierter Altbau mit einem Heizwärmebedarf im Bereich von 15-25 kWh/m²/a.

Norm-Nutzungsgrad

Der Norm-Nutzungsgrad nach DIN 4702-8 kennzeichnet das Verhältnis von der Abgegebenen Wärmemenge zur zugeführten Wärmemenge innerhalb eines definierten Messprogramms nach Norm. Der Norm-Nutzungsgrad markiert so eine Kesselleistung, die sich im späteren Betrieb wegen der abweichenden Betriebsbedingungen nicht verifizieren lässt.

Nullenergiehaus

Ein Nullenergiehaus benötigt über das gesamte Jahr betrachtet rechnerisch keine externe Energie, da die für Heizung, Warmwasser und Elektrogeräte notwendige Energiemenge durch am Haus erzeugt wird. Dies erfolgt unter anderem über Solaranlagen oder Wärmepumpen.

Nutzenergie

Nutzenergie ist die Energie, die nach der letzen Umsetzung in den Geräten des Verbrauchers zur Verfügung steht: zum Beispiel Raumwärme, die Vorwärtsbewegung des Autos oder die Arbeitsleistung eines Staubsaugers. Durchschnittlich wird aufgrund der hohen Umwandlungs- und Verteilungsverluste nur rund ein Drittel der tatsächlich eingesetzten Primärenergie genutzt.

Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erstellung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren solaren und inneren Wärmegewinne und des Trinkwasserbedarfs.

Nutzenergiebedarf

Der Nutzenergiebedarf gibt an, wie viel Energie von einem Heizsystem unter bestimmten Bedingungen abgegeben werden muss, damit sowohl der Heizwärmebedarf als auch der Warmwasserbedarf gedeckt werden kann.

Nutzfläche

vom Bezugsvolumen abgeleitete Grundfläche eines Gebäudes; Bezugsfläche

Nutzungsänderung

Änderung der Nutzung von Gebäuden und Räumen mit neuer, subjektiver Zweckbestimmung

Nutzungsdauer

Angenommene Lebensdauer einer technischen Anlage oder einer Dämmung während der sie die geplanten Aufgaben rentabel erfüllen kann. Durch diese Angabe werden verschiedene Maßnahmen wirtschaftlich vergleichbar.

Nutzungsgrad

Im Gegensatz zum Wirkungsgrad wird beim Nutzungsgrad das Verhältnis von gewonnener zu aufgewendeter Energie über einen bestimmten Zeitraum (z.B. ein Jahr) betrachtet

Der Nutzungsgrad erfasst zusätzlich zum Kesselwirkungsgrad (Brenner in Betrieb) auch die Einflussgrößen, die sich aus der Art ergeben, wie ein Kessel betrieben wird. So erfasst der Nutzungsgrad auch die Bereitschaftszeit, in der der Brenner außer Betrieb ist, in der aber auch Verluste zu verzeichnen sind (Bereitschaftsverluste). Auch die Brennerbetriebsdauer und die gesamte Jahresnutzungsdauer werden in die Berechnung einbezogen.

Der Nutzungsgrad stellt eine wichtige Kennzahl zur Beurteilung eines Heizsystems dar. Er gibt an, wie viel Prozent der eingesetzten Energie als nutzbare Wärme zur Verfügung steht und wie viel Energie durch die Abgas-, Strahlungs- und Betriebsbereitschaftsverluste verloren geht (Wärmeverluste). Je höher der Nutzungsgrad ist, desto effizienter und damit sparsamer arbeitet die Anlage.

Daneben wird oft auch mit einem Jahresnutzungsgrad gearbeitet. Er kennzeichnet die Effizienz der Wärmeerzeugung, bezogen auf das ganze Jahr.

Nutzwärme

Nutzwärme ist die Wärme, die als fühlbare Wärme in Erscheinung tritt, also z.B. als Raumwärme in einen Wohnraum und als fühlbare Warmwasserwärme an der Zapfstelle Wasserhahn oder Dusche

Passive Sonnenenergienutzung

Nutzung der Sonnenenergie, wenn keine technischen Umwandlungsprozesse erforderlich sind. Ein Haus nutzt durch Fenster bzw. Wintergarten die Sonnenenergie passiv. → Aktive Sonnenenergienutzung

Passivhaus

Wärmebedarf ist so weit verringert, dass die Energiebeiträge aus der eingestrahlten Sonnenenergie, der Eigenwärme der Personen im Haus sowie der Wärmeabgabe von Geräten – in Verbindung mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung durch ein Lüftungssystem – ausreichen, um das Gebäude warm zu halten. Voraussetzung hierfür sind u.a. eine qualitativ hochwertige Gebäudehülle sowie Gebäudetechnik. Der verbleibende geringfügige Heizwärmebedarf kann beispielsweise durch gespeicherte Sonnenwärme gedeckt werden. Konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses

Der Standard Passivhaus, legt einen Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/(m²a), Primärenergiebedarf, einschließlich des Haushaltstroms, von unter 120 kWh/(m²a) fest. Der Flächenbezugswert ist die beheizte Wohnfläche.

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in dem ein komfortables Innenklima ohne aktives Heiz- und Klimaanlage erreicht werden kann. D. h. das Haus “heizt” und kühlt sich eben rein passiv. Voraussetzung hierfür ist ein spezifischer Jahresheizwärmebedarf von weniger als 15 KWh/m²·a. Neben dieser Anforderungen gilt weiterhin, dass der gesamte spezifische Primär-energiebedarf pro m² Wohnfläche den Wert von 120 KWh/m²·a nicht überschritten wird.
Um den Passivhaus-Standard zu erreichen sind folgende baulichen Grundsätze einzuhalten:

 

  • Sehr guter Wärmeschutz und kompakte Bauweise:
    Alle wärmeübertragenden Bauteile des Gebäudes werden mit einen U-Wert kleiner als 0,15W/(m²·K) ausgeführt
  • Südorientierung und keine Verschattung des Gebäudes:
    Die passive Nutzung der Solarenergie bildet einen wesentlichen Faktor für das Passivhaus.
  • Fenster mit Superverglasung und –rahmen:
    Die Fenster (Verglasung einschließlich der Fensterrahmen) sollen einen U-Wert von 0,8 W/(m²·K) nicht überschreiten, bei einem g-Wert um die 50 %.
  • Luftdichtheit des Gebäudes:
    Das Gebäude muß mit einer luftdichten Gebäudehülle (Dampfbremse) ausgeführt sein. Die Luftwechselrate (beim Blower-Door-Test) darf den Wert von 0,6 1/h nicht überschreiten. D. h. bei der Luftdichtigkeitsprüfung mit dem Ventilator tauscht sich das Volumen des gemessenen Gebäudes nur um den Faktor 0,6 aus.
  • Passive Vorerwärmung der Frischuft:
    Die Frischluft kann über einen Erdwärmetauscher (EWT) in das Gebäude geführt werden. Im Winter dient der EWT zur Vorwärmung der kalten Außenluft (bis auf 5 °C) und im Sommer zur Kühlung der zugeführten warmen Außenluft.
  • Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung:
    Der warmen Abluft wird mittels eines effektiven Wärmetauschers (Wirkungsgrad > 85%) Wärme entzogen und der kalten Frischluft zugeführt.
  • Erwärmung des Brauchwassers mittels regenerativen Energien:
    Mit Hilfe von Solarkollektoren oder auch mit Wärmepumpen wird die Energie für die Warmwasseraufbereitung gewonnen.
  • Verwendung von Haushaltsgeräten mit sehr niedrigem Energieverbrauch:
    Der Einsatz von hocheffizienten Stromspargeräten (Kühlschrank, Herd, Tiefkühltruhe, Lampen, Trockner, Waschmaschine, usw.) sind ein unverzichtbarer Bestandteil eines Passivhauses.

 

Bauweise, bei der der Heizwärmebedarf 15 kWh/m²a nicht überschreitet und bei der ebenfalls eine kontrollierte Wohnraumlüftung vorhanden ist. Sind in der Regel Gebäude, die aufgrund ihrer sehr guten Wärmedämmung keine klassische Heizung benötigen. Diese Häuser werden als "passiv" bezeichnet, weil der überwiegende Teil des Wärmebedarfs über "passive" Quellen abgedeckt wird (Sonneneinstrahlung, Abwärme von Personen und technischen Geräten). Passivhäuser zeichnen sich durch einen hohen Wohnkomfort gekoppelt mit einem niedrigen Energieverbrauch ab.

Neubau oder sanierter Altbau mit einem Heizwärmebedarf im Bereich von weniger als 15 kWh/m²/a. Nach der Definition des Passivhaus Institutes Darmstadt, Dr. Feist, ist das Passivhaus folgendermaßen charakterisiert: Heizwärmebedarf ≤ 15 kWh/m²/a, Flächenbezogene Heizlast ≤ 10 W/m², Luftdichtigkeit der Gebäudehülle n50 ≤ 0,60/h, Primärenergiebedarf ≤ 120 kWh/m²/a (inkl. aller elektrischen Verbraucher).

bezeichnet ein Gebäude, das folgende Kriterien erfüllt:
Heizwärmebedarf und Nutzkältebedarf sind auf jeweils 15 KWh/m²a oder die Gebäudeheizlast <10 W/m². Der Primärenergiebedarf für Heizung, Lüftung, Warmwasser und Haushalts¬strom auf 120 KWh/m²a begrenzt. Gebäudeluftdichtheit n50 < 0,6 /h
Primärenergiebedarf
Notwendige Energiemenge für die Bereitstellung von Heizungswärme und Trinkwasserwärme unter Berücksichti¬gung aller Aufwendungen bei der Her¬stellung und der Verluste zwischen der Energiegewinnung und der Energie¬nutzung.

Das Passivhaus ist kein Markenname, sondern ein Baukonzept; es ist eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses (NEH). Im Vergleich zu diesem benötigt ein Passivhaus 80% weniger Heizenergie, im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude über 90%. Die Bauweise von Passivhäusern führt lediglich zu Mehrkosten von etwa 15%.

Passivhäuser arbeiten nach dem Prinzip der Thermosflasche mit einer besonders effektiven Dämmung. Eine moderne Anlagentechnik nutzt möglichst viel der im Haus vorhandenen Wärme.

Allerdings benötigt auch ein Passivhaus Nutzwärme; zusätzlich ergibt sich der normale Wärmebedarf für die Wassererwärmung. Zur Beheizung kann man von einem Heizwärmebedarf von 15 kWh je m² und Jahr ausgehen. Dies setzt allerdings voraus, dass die Außendämmung dicht ist, keine Wärmebrücken vorhanden sind und die Lüftung mit einer effizienten Wärmerückgewinnung erfolgt. Weitere Merkmale eines Passivhauses sind neben dem guten Wärmeschutz und seiner Kompaktheit, eine Südorientierung, Verschattungsfreiheit, Superverglasung, Superfensterrahmen, Luftdichtigkeit des Gebäudes, passive Vorerwärmung der Frischluft, hochwirksame Rückgewinnung der Wärme aus der Abluft und Erwärmung des Brauchwassers mit teilweise regenerativen Energien.

PEB

jährlicher Primärenergiebedarf pro m² konditionierter Brutto-Grundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen) kWh/m²a bzw. kWh/a

Perimeterdämmung

Wärmedämmstoff erdreichberührender Gebäudeflächen, außer unter Gebäudegründungen

Außenwärmedämmung erdberührter Bauteile (druckbeständig, feuchteunempfindlich).

Wird im Sockelbereich an der Außenwand gedämmt, kommt es zu erheblichen Feuchteeinwirkungen auf den Dämmstoff. Für diese Zwecke ist ein Material wie Klimaflock 040 boratfrei mit seinen Sorptionseigenschaften nicht geeignet. Hier werden üblicherweise Schäume eingesetzt. Zu empfehlen ist hier vor allem Foamglas.

Phasenwechsel

Ein Phasenwechsel ist die Umwandlung einer Phase in andere Phase.

Beim System SolarEis finden im SolarEis-Speicher regelmäßig ein Phasenwechsel zwischen „flüssig“ und „fest“ statt. Dabei wird bei der Verfestigung Kristallisationswärme freigesetzt. Sie wird durch den Vorgang der Regeneration wieder rückgängig gemacht. Bei der Regeneration wird erneuerbare Energie aus dem Bereich SolarLuft- und Bodenwärme eingesetzt.

Photovoltaik (PV)

Photovoltaikanlagen werden zumeist auf der Südseite eines Hausdaches angebracht. Durch Solarzellen wird die Sonneneinstrahlung in elektrische Energie umgewandelt. Dies funktioniert, indem durch absorbiertes Licht in den Solarzellen freie Elektronen erzeugt werden. Dadurch entsteht eine elektrische Spannung, die die Ursache für das Fließen des Gleichstroms ist.

Unmittelbare Umwandlung von Sonnenstrahlung in elektrische Energie mithilfe von Solarzellen. Durch absorbiertes Licht werden in diesen Solarzellen, die zumeist aus dem Halbleitermaterial Silizium bestehen, freie Ladungen erzeugt; diese bewirken an der Zelle eine elektrische Spannung, sodass Gleichstrom durch ein angeschlossenes Gerät fließt

Plusenergiehaus

Ein Plusenergiehaus ist ein besonderes Passivhaus. Es verbraucht rechnerisch weniger Energie, als es gewinnen kann. Dies funktioniert unter anderem durch Photovoltaikanlagen, Solarkollektoren oder Erdwärmetauscher.

Primärenergetische

Anlagenaufwandszahl

Maß für die Energieeffizienz von Systemen für Heizung und Warmwasserbereitung. Die Anlagenaufwandszahl beschreibt das Verhältnis von aufzuwendender Primärenergie zur nutzbaren Energie.

Die Primärenergetische Anlagenaufwandszahl eP ist größer als die Anlagenaufwandszahl e und schließt auch die Energieverluste der vorgelagerten Prozesse für die Brennstoffbereitstellung mit ein. Dies ist der Energieaufwand für Gewinnung, Aufbereitung und Transport des Brennstoffs. Man kann die Primärenergetische Anlagenaufwandszahl eP als den Kehrwert eines Gesamtversorgungs-Nutzungsgrads bezeichnen.

Primärenergie

Der Begriff Primärenergie umfasst sämtliche Energieträger, die in der Natur vorkommen, die also noch nicht technisch umgewandelt wurden. Dazu gehören die erneuerbaren Energien wie Biomasse, Wasserkraft oder Sonnenenergie, aber auch die endlichen Energien wie Kohle, Erdöl oder Erdgas.
Als Sekundärenergie bezeichnet man dann die Verarbeitung der Primärenergiestoffen, wie zum Beispiel elektrischen Strom.

Rechnerisch nutzbarer Energiegehalt all jener Energieträger, die in der Natur vorkommen und noch keiner Umwandlung unterworfen sind. Hierzu zählen fossile Energieträger wie Stein- und Braunkohle, Erdöl und Erdgas und erneuerbare Energien (Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme und Gezeitenenergie). In Deutschland ist Mineralöl mit 39 % der wichtigste Energieträger – gefolgt von Gas (21 %) und Steinkohle (13 %). Die erneuerbaren Energieträger decken rund 2 % des Primärenergieverbrauchs.

Die Primärenergie ist die Gesamtheit des Energiestroms einschließlich außerhalb des Gebäudes benötigter Energie (Endenergie und Umwandlung).

Primärenergieaufwand

Der Primärenergieaufwand beziffert die Energie, die zugeführt werden muss, um ein Gebäude zu beheizen (ca. 20°C) und das notwändige Warmwasser bereitzustellen plus den zusätzlichen Energieeinsatz zur Bereitstellung dieser Energie (Erschließung, Anlieferung, Lagerung). So liegt der Primärenergieaufwand beim Einsatz von Strom wesentlich höher als beim Einsatz von Erdgas (Faktor für Strom=3, für Erdgas=1,1).

Primärenergieaufwandszahl

Diese Zahl beschreibt die Qualität des Heizsystems als Verhältnis zwischen zugeführter Primärenergie und tatsächlich genutzter Energie für Heizung und Warmwasser (kWhPrimär/kWhNutz). Je kleiner die Primärenergieaufwandszahl ist, desto besser ist die Bewertung.

Primärenergiebedarf

Der Begriff Primärenergie schließt einmal die Aufwendungen für Gewinnung, Verarbeitung und Transport des Brennstoffs zur Verbrauchsstelle mit ein. Der sog. Primärenergiefaktor ist dem entsprechend für verschiedene Brennstoffe verschieden groß. Für Heizöl EL und Gas beträgt er 1,1 , für elektrische Energie, die hochwertigste Energie, beträgt er 2,7 , da zur Erzeugung von 1,0 kWh elektrischer Energie etwa 2,7 kWh Wärmeenergie eingesetzt werden müssen.

Darüber hinaus werden in den Primärenergiebedarf auch die Anlagenverluste der Heizungsanlage, also für Kessel, Wärmespeicher und Verteilungssystem, mit eingerechnet. Dies geschieht über die sogenannte Primärenergetische Anlagenaufwandszahl eP.

Als Primärenergie bezeichnet man in der Energiewirtschaft die Energie, die mit den natürlich vorkommenden Energieformen oder Energiequellen zur Verfügung steht, etwa als Kohle, Gas oder Wind und Sonne. Die nach eventuellen weiteren Umwandlungs- oder Übertragungsverlusten vom Verbraucher nutzbare Energiemenge bezeichnet man schließlich als Endenergie. Der Primärenergiebedarf ist hoher als der Endenergiebedarf.

Primärenergiefaktor

Der Primärenergiefaktor ist eine dimensionslose Kennzahl, die Werte zwischen 0 und normalerweise 3 annehmen kann. Er berücksichtigt für jeden Energieträger den Aufwand, der bei der Förderung, der Erzeugung und beim Transport bis zum Endverbraucher anfällt.

Die Primärenergiefaktoren für die Endenergiebereitstellung enthalten sämtliche Faktoren der Primärenergieerzeugung mit den Vorketten für die Förderung, Aufbereitung, Umwandlung, den Transport und die Verteilung der betrachteten Energieträger. Die DIN V 4701-10 gibt Werte für Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Braun- und Steinkohle sowie Holz an. Weiterhin können Systeme der Nah- und Fernwärme und Strom bewertet werden. Für ein konkretes Versorgungsgebiet kann der Primärenergiefaktor auch anhand von Formeln bestimmt werden

Prozesswärme

bei einem Produktionsprozess als Nebenprodukt anfallende Abwärme

Querlüftung

vertikal-diagonale Anordnung der Zuluftöffnung und Abluftöffnung im Raum

Querschnittsverminderung

Verengung des Querschnitts eines vorhandenen Schornsteins wegen Umstellung des Wärmeerzeugers auf einen anderen Heizenergieträger, etwa Erdgas

Rauch- und Wärmeabzugsanlage

raumlufttechnische Anlage, die dem Entzug von Rauch und Wärme im Brandfall dient

Raumlufttechnische Anlage

Gesamtheit der Einrichtungen, die der mechanischen Förderung und der thermodynamischen Behandlung der Raumluft dienen

Raumtemperatur

Gemäß der Heizungsanlagen-Verordnung müssen Heizungsanlagen mit Einrichtungen zur raumweisen Temperaturregelung, wie z.B. über Thermostatventilen, ausgestattet werden. Damit soll sicher gestellt werden, dass unterschiedliche Raumtemperaturen (z.B. Wohnen 20 °C, Schlafen 18 °C, Küche 18 C, Bad 22 °C) automatisch eingehalten werden und damit langfristig der Energieverbrauch kontrolliert gedämpft wird. Die Raumtemperatur ist damit eine wichtige Einflussgröße für den Wohnkomfort, den Energieverbrauch und die daraus resultierenden Heizkosten.

Raumtemperatur / Raumklima

Reduzierung der Raumtemperatur z.B. von 23 °C auf 20 °C kann eine Energieeinsparung um bis zu 18 % Energie ermöglichen

Raumverbund

zusammenhängend angeordnete Raumverteilung; beheizter Raum

Referenzgebäude

Vorgabe von Bauteil- und Anlagenkenn¬werten in einem Gebäude zur Ermittlung des maximal zulässigen Jahresprimärenergiebedarfs. Mit diesen Kennwerten und der Geometrie des tatsächlichen Gebäudes wird der energetische Standard festgelegt.

Referenzraum

Raum des Gebäudes, dessen Temperatur und CO2 Werte für die Regelung der Heizung und Komfortlüftung herangezogen wird. Optimierte Systeme erlauben die Auswahl verschiedener Referenzräume (z.B. Wohnzimmer am Tag, Schlafzimmer in der Nacht).

Reflexion

von einem Körper reflektierte (zurückgeworfene) Strahlung; Reflexionsgrad: Verhältnis der reflektierten Strahlung zur auftreffenden Strahlung

Regelungstechnik

Anpassung der Leistung eines Heizkessels an den tatsächlichen Energiebedarf abhängig von Sonneneinstrahlung und interner Wärme

Regeneration

Unter der Regeneration des SolarEises versteht man die Umwandlung des SolarEises zu Wasser und die danach erfolgende Erwärmung des Wassers. Zur Regeneration des Speichers wird über Absorber die Wärme aus regenerativen Energien dem SolarEis zugeführt.

Regenerative Energie

Erneuerbare Energie benutzt die in der Umwelt vorhandenen und sich durch natürliche Vorgänge erneuernden Energieformen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Umweltwärme (Wärmepumpen), Sonnenenergie (Kollektoren), Erdwärme (aus tiefen Erdschichten), Wasserkraft (Wasserkraftwerke), Wellenenergie.

Regler

Der eigens für das System SolarEis entwickelte Regler überwacht die einzelnen Komponenten des Gesamtsystems. Er entscheidet beispielsweise, ob die Wärme der Kollektoren zur Warmwasserbereitung verwendet, oder in den SolarEis-Speicher eingelagert wird.

Relative Luftfeuchtigkeit in %

Relative Luftfeuchtigkeit = in der Luft enthaltene Wasserdampfmenge ÷ Sättigungsgehalt

Schallschutz

Man ist bemüht, alle Schallübertragungen in einem Haus zu minimieren, um die Bewohner vor unerwünschtem Lärm zu schützen. Dazu gibt es im Wohnungsbau für einzelne Bauteile Vorschriften, die einzuhalten sind.
Gerade beim Leichtbau bedarf es immer einem Bündel von Maßnahmen, um Schall Luftschall, Körperschall, Trittschall einzugrenzen z.B. Masse, Entkoppelung und Absorption.

Schimmel

Entsteht im Innenraum vor allem an Wandflächen, an denen Luftfeuchtigkeit aufgrund niedriger Oberflächentemperaturen kondensiert.
Schimmelpilze finden hier ein reiches Nahrungsangebot: Zellulose (Tapeten, Kleister, Holz und Holzwerkstoffe, Gipskartonplatten). Darüber hinaus können Staub, Kleidung, Bücher, (Bibliotheken) etc. befallen werden. Ein Schimmelpilz kann durch seine Zellbestandteile, seine Stoffwechselprodukte und seine Sporen Menschen und Haustieren schaden oder ihnen zumindest lästig sein (Geruchsbelästigung, allergische Reaktionen, Krankheiten etc.).

Schwimmender Estrich

Estrich auf einer Dämmschicht, der auf seiner Unterlage beweglich ist und keine unmittelbare Verbindung zu angrenzenden Bauteilen (z.B. zu Wänden, Verwendung von Randdämmstreifen) aufweist; u.a. Anforderungen an die dynamische Steifigkeit der Dämmschicht einzuhalten (Trittschallschutz)

Sekundärenergie

Die Energie, die als Ergebnis eines Umwandlungsprozesses und unter Energieverlust aus der Primärenergie gewonnen wird. Sekundärenergie gibt es entweder in Form leitungsgebundener Energie wie Strom, Fernwärme und Stadtgas oder in Form von Veredelungsprodukten wie Benzin, Heizöl, Koks, Briketts oder auch Wasserstoff

Solar- System

Bekanntlich steht unserer Erde die Solarenergie kostenlos zur Verfügung – und dies auch in unseren Breiten in einer riesigen Menge. Allerdings ist es zur Hebung dieses Schatzes notwendig, ein Solar-System mit hocheffizienten und abgestimmten Systemkomponenten zu besitzen. Das System SolarEis ist hierauf die innovative Antwort der Firma Isocal GmbH.

Solar- Warmwasserspeicher

Der Solar-Warmwasserspeicher ist als Teil des Systems SolarEis ein Speicher zur komfortablen Versorgung des Gebäudes mit warmem Wasser. Auf hohem Temperaturniveau wird so viel Sonnenwärme eingespeist, wie für den Warmwasserbedarf notwendig ist. Sobald die Wunschtemperatur erreicht ist, oder die von der Solaranlage gelieferte Wärme nicht mehr ausreicht, um weiter zu laden, wird auf den SolarEis-Speicher umgeschaltet. Scheint die Sonne über längere Zeit nicht, holt die Wärmepumpe automatisch die Wärme zur Warmwasserbereitung aus dem SolarEis-Speicher.

Solaranlage

Einrichtungen, die die Sonnenstrahlung nutzen; sie setzen sich aus Solarmodulen, die ihrerseits wiederum aus mehreren Solarzellen bestehen, zusammen. Man unterscheidet folgende Systeme: Sonnenkollektor, Absorber (Wärme), Solarzellen (Strom) und solarthermische Kraftwerke (Strom/Wärme)

Solaranlagen nutzen die Energie der Sonne, um Wasser zu erwärmen. Sie wird in Form von Solarwärme wird über einen Solarkreislauf vom Kollektor zum Wärmespeicher transportiert. Da die Strahlungswärme unmittelbar durch die Solaranlage aufgenommen wird, bezeichnet man diese Systeme als thermische Solaranlagen.

Solare Wärmegewinne

Durch die Fenster in das Haus eingestrahlte Energie, die durch Brechung der Strahlung an den Oberflächen der Räume in Wärmestrahlung umgewandelt wird und somit für die Beheizung des Hauses zur Verfügung steht. Besonders gute Wärmeschutzverglasungen zeichnen sich dadurch aus, dass mehr solare Wärmegewinne erzielt werden, als Transmissionswärmeverluste entstehen. Somit wird der Passivhaus – Standard unterstützt.

Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt

SolarEis

Innovative Idee zum ganzjährigen Heizen und Kühlen unter Einsatz von regenerativen Energien. Der Traum, die Wärme des Sommers im Winter zum Heizen zu nutzen, ist mit SolarEis Wirklichkeit geworden. Die innovative Idee entzieht einem unterirdischen Wasserspeicher mit Hilfe einer Wärmepumpe die Energie, die zum Heizen und zur Erwärmung von Warmwasser benötigt wird. Es wird so viel Wärme entzogen, bis sich der Inhalt des Speichers von Wasser zu Eis (SolarEis) umgewandelt hat.

Zur Regeneration des Speichers wird die Wärme aus regenerativen Energien dem SolarEis zugeführt.

SolarEis- Speicher

Der SolarEis-Speicher des Systems SolarEis stellt einen saisonalen Wärmespeicher dar. Er ermöglicht im Winter die Nutzung der Wärme des Sommers und im Sommer die Nutzung der Kälte des Winters.

Im Winter wird mit Hilfe einer Wärmepumpe das Wasser zum Heizen genutzt und zwar so lange, bis es gefriert. Dabei sorgt ein patentiertes System dafür, dass der Speicher nicht durch die Sprengwirkung des Eises beschädigt wird. Durch die ständige Nutzung der drei regenerativen Energien Solarthermie, Luft- und Erdwärme auch im Winter wird der Vorgang der Vereisung sehr lange hinaus verzögert.

Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit beginnt die vollständige Regeneration des gefrorenen Wassers. Durch das Kühlen im Sommer wird das Wasser so lange erwärmt bis es dann vollständig regeneriert ist.

Im Idealfall sind die beiden Energiemengen zum Heizen und zum Kühlen gleich. Der Energieverbrauch des Systems besteht im Wesentlichen nur noch aus der Antriebsleistung für die Wärme- bzw. Umwälzpumpe.

Solarenergie

Unter der Solarenergie wird im weitesten Sinne die Energie verstanden, die von der Sonne auf die Erde eingestrahlt wird. Sie ist etwa 10.000-fach höher als der menschliche Energieverbrauch. Die von der Atmosphäre, dem Land und Meer absorbierte Solarenergie ist die Ursache für Wind, Wellen, Meeresströmungen, Verdunstung und Niederschläge und damit Pflanzenwachstum und Leben.

Ein Teil der direkt und diffus auf die Erdoberfläche auftreffenden Solarenergie kann heute durch direkte Umwandlung in Strom (Photovoltaik) oder Wärme (Solarthermie) genutzt werden.

Das System SolarEis speist im Gegensatz zu normalen Solaranlagen wesentlich mehr Solarenergie in Form von Sonnenwärme in den Heizkreislauf ein. Neben der direkten Sonneneinstrahlung wird auch sonnenerwärmte Umgebungsluft nutzbar gemacht und im SolarEis-Speicher konserviert. So kann die zur Verfügung stehende Sonnenenergie um ein Vielfaches besser genutzt werden.

Darüber hinaus profitiert das System SolarEis - wie eine Erdwärmesonde - auch von der im Erdreich gespeicherten Wärme. Hierbei wird die in den oberen Erdschichten gelagerte, leicht regenerierbare Wärme genutzt, was einen negativen Einfluss auf die tieferen Erdschichten ausschließt.

Solarer Deckungsgrad

Der solare Deckungsgrad gibt – zum Beispiel bei einer Hausversorgung – den Anteil der benötigten Energie an, der durch Solarenergie gedeckt wird

Solarhaus

massives, wärmegedämmtes und temperaturspeicherfähiges Kernhaus, kombiniert mit einem vorgelagerten Glasbaukörper; Solarthermie

Solarspeicher

Der Solarspeicher ist ein einige 100 Liter fassender Behälter zur Speicherung von warmem Wasser. Da die Sonnenenergie meist nicht sofort verbraucht werden kann, ist der Einsatz eines Solarspeichers unumgängliche. Die im Speicher von Standard-Brauchwasseranlagen gespeicherte Wärme deckt üblicherweise den Bedarf von mehreren Tagen. Der Solarspeicher muss in unseren Breiten neben dem Kollektoranschluss den Anschluss einer Nachheizung ermöglichen. Gute Solarspeicher zeichnen sich durch Korrosionsbeständigkeit, geringe Wärmeverluste und eine gute Temperaturschichtung aus (siehe auch Temperaturschichtung im Solarspeicher)

Solarer Wärmegewinn

Aufgrund direkter Sonneneinstrahlung durch transparente Bauteile (Fenster) ergeben sich solare Wärmegewinne im Gebäude. Der solare Wärmegewinn wird bestimmt durch die Ausrichtung und Größe der Fenster, dem Energiedurchlassgrad der Gläser sowie Einflüssen der Verschattung und der Verschmutzung der Scheiben.

Solarkollektoren

Unter Solarkollektoren versteht man Vorrichtungen, mit deren Hilfe Sonnenenergie für die Wärmeversorgung genutzt werden kann. Solarkollektoren können auch in Mitteleuropa einen hohen Prozentsatz des Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung in einem Durchschnittshaushalt decken. Der Rest muss durch eine andere Wärmequelle gedeckt werden.

Das System SolarEis nutzt als weitere Wärmequellen die Wärme der Luft und die Wärme der den SolarEis-Speicher umgebenden Erde.

Der Einsatz von Solarkollektoren wird durch zahlreiche Förderprogramme unterstützt.

SolarLuft- Kollektor

Er nimmt die Wärme der Sonne und zusätzlich die der erwärmten Umgebungsluft auf. Und dies auch bei Dunkelheit oder bedecktem Himmel. Die Nutzung der Sonnenenergie wird dadurch deutlich effizenter und wirtschaftlicher.

Solarmodul

Bauelement zur Umwandlung von Sonnenlicht in Gleichstrom. Solarmodule sind elektrisch mit dem Wechselrichter verbunden, der wiederum ans Stromnetz angekoppelt ist. Es gibt kristalline Module und Dünnschicht-Module.

Solarspeicher

Die Sonnenenergie kann üblicherweise nicht sofort verbraucht werden. Daher ist der Einsatz eines Solarspeichers notwendig. Dieser besteht aus einem Wasserbehälter, der ein Fassungsvermögen von mehreren Hundert Litern hat. Durch die Solarenergie wird dieses Wasser erwärmt und kann in den folgenden Tagen genutzt werden. Es muss jedoch möglich sein, den Solarspeicher bei längeren Zeiträumen mit geringen solaren Erträgen zusätzlich nachzubeheizen.

Solarthermie

Die Solarthermie ist der Fachbegriff für die Gewinnung von Wärme durch Sonnenenergie. Kollektoren beinhalten eine Wärmeträgerflüssigkeit, diese erhitzt sich durch Sonneneinstrahlung und überträgt diese Wärme an das Nutzwasser.

Sonnenenergie wird zur Brauchwassererwärmung und/oder Heizungsunterstützung beziehungsweise zur Strom- oder Prozesswärmeerzeugung genutzt (Sonnenkollektor, solarthermische Kraftwerke)

Solaranlagen nutzen die Strahlungswärme der Sonne, um Wasser zu erwärmen. Die Solarwärme wird über einen Solarkreislauf vom Flach- oder Röhrenkollektor zum Wärmespeicher transportiert. Ein Heizgerät sorgt bei unzureichender solarer Erwärmung für die Nacherwärmung des Wassers. Röhrenkollektoren liefern bessere Kennwerte, sind jedoch auch teurer. Flachkollektoren können idealer weise auch in die Dachhaut integriert werden und wirken dann aus der Entfernung
wie ein Dachflächenfenster. Mit dem Einsatz der Solarthermie werden in den meisten Fällen die gesetzlichen Anforderungen zur Nutzung regene¬rativer Energien umgesetzt.

Solarthermische Kraftwerke

Sonnenwärme wird in elektrische Energie und/oder Prozesswärme umgewandelt. Durch Konzentration der Sonnenstrahlung – z.B. mit Brennspiegeln – wird Wärme und damit Dampf erzeugt, der wiederum eine Turbine mit Generator zur Stromerzeugung antreibt

Solarzelle

Eine Solarzelle oder photovoltaische Zelle ist ein elektrisches Bauelement (Halbleiter), das Sonnenlicht direkt in elektrische Energie wandelt. Die physikalische Grundlage der Umwandlung ist der photovoltaische Effekt.

Sole

Die Sole ist eine Mischung aus Wasser und Glykol, das als Frostschutzmittel wirkt. Das Glykol muss dabei mindestens einen Anteil von 25 % ausmachen um ausreichende Frostsicherheit zu gewährleisten.
Das Gemisch zirkuliert angetrieben von einer Umwälzpumpe in den Sole-Wasser-Wärmepumpen, die die Erdwärme nutzen.

Sommerbypass

Durch den Sommerbypass in einem Passivhaus kann verhindert werden, dass die durch den Erdwärmetauscher abgekühlte Luft vor der Strömung in den Wohnraum durch den Wärmetauscher der Abluft die Wärme entzieht. Die Zuluft wird dazu an dem Wärmetauscher vorbeigeführt.

Sommerliche Überhitzung

ist die Überhitzung eines Objekts durch direkte, aber auch indirekte Sonneneinwirkung. Die typischen Fehler für diese erhöhten Temperaturen im Innenraum sind vielfach auf eine fehlende oder falsche Planung (z.B. zu geringe Wärmedämmung oder große verglaste Flächen ohne Sonnenschutz) zurückzuführen.
Aber auch bei unzureichender Luftdichtheit der Gebäudehülle (Ritzen und Fugen) kann sommerliche Hitze in das Objekt eindringen.

Sommerlicher Wärmeschutz

Gute Dämmeigenschaften bedeuten nicht automatisch qualifizierten Schutz vor dem Aufheizen durch Sonneneinstrahlung im Sommer. Ist im Winter die Wärmeleitzahl die entscheidende Größe für das Dämmverhalten von Stoffen, so ist im Sommer die Temperaturleitfähigkeit von Bedeutung.
Es kommt also auf die Dicke des Dämmstoffes und seine spezifische Wärmekapazität an. Alle Holzprodukte sind in der Lage, 2-2,5 mal soviel Wärme zu speichern wie andere mineralische oder synthetische Dämmstoffe. Deshalb schneidet die Cellulosewolle im Vergleich zu anderen Dämmstoffen überdurchschnittlich gut im sommerlichen Wärmeschutz ab.
Selbstverständlich kann dieser Vorteil durch Dachliegefenster, die nicht zu verschatten sind, schnell zunichte gemacht werden.

Zur Vermeidung von überhöhten Temperaturen in Innenräumen ist der Nachweis des sommerlichen Wärme¬schutzes zu erbringen. Sommerliche Wärme kommt hauptsächlich durch Fensterflächen in einen Raum und erhöht damit die Raumtemperatur. In Abhängigkeit von der Speicherfähigkeit der angrenzenden Bauteile kann die Wärme aufgenommen und zeitverzögert wieder an den Raum abgegeben werden. Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein zeichnen sich als gut geeignete Baustoffe für die Umsetzung des sommerlichen Wärmeschutzes aus.

Sonnenkollektoren

Wandeln die Sonnenenergie (Strahlungsenergie) in Wärmeenergie um (Brauchwassererwärmung, Raumheizung). Die Wärmeverluste des Sonnenenergiesammlers werden vermindert durch einfache oder mehrfache Glasabdeckung und durch Wärmedämmung der Rückseite. Bei einfachen Systemen kann auf das Prinzip der „Wärmefalle“ verzichtet werden (Solarabsorber)

Sonnenschutz

Der Sonnenschutz ist notwendig, um den Wohnraum im Sommer vor ungewollter Erhitzung durch Sonneneinstrahlung zu schützen. Dabei dürfen jedoch die solaren Erträge im Winter nicht beeinträchtigt werden. In welcher Art und Weise der Sonnenschutz errichtet wird, hängt von der geografischen Lage, der Ausrichtung des Gebäudes und dem Ausmaß der Fenster ab.

Sorption

Die Sorptionseigenschaften sind bei allen Naturbaustoffen relativ hoch. Baustoffe, die über diese Eigenschaften verfügen, nehmen bei erhöhter Umgebungsfeuchte Feuchtigkeit relativ schnell auf und geben sie dosiert an die Raumluft zurück, wenn die relative Luftfeuchte wieder abnimmt. Man kann also von einem Puffer sprechen, mit dem raumklimatische Schwankungen ausgeglichen werden.
Dieser Vorgang findet aber nicht, wie die Diskussion um die atmende Wand vermuten lässt, im gesamten Bauteil statt. Es sind nur die obersten Schichten (1-2 cm), die nennenswert raumklimatisch aktiv sind. Selbstredend sollten Wandoberflächen keinesfalls mit sperrenden Anstrichen versehen werden. Auch in der Konstruktion haben sorptionsfähige Stoffe ihren Vorteil. Sollte der Taupunkt unterschritten werden und Tauwasser ausfallen, wird es von Stoff aufgenommen, so dass die Feuchte nicht an der Oberfläche entsteht und dort abtropfen und ablaufen kann.

Sparrenvolldämmung

sparrenhohe Dämmung eines Dachs ohne Hinterlüftungshohlraum

Spitzenbedarf

Aufheizen eines unbeheizten Gebäudes; Wärmebedarf am kältesten Tag

Standardkessel

Heizkessel, bei dem die durchschnittliche Betriebstemperatur durch die Auslegung beschränkt sein kann

Stoffwerte

Kenngrößen zur Ermittlung des Wärmedurchgangskoeffizienten (k) eines Bauteils

Stoßlüftung

gezielt eingesetzte Fensterlüftung

Speichermasse

Masse im Gebäude, welche die Wärme puffern kann. Für einen 24-Stunden-Zyklus sind die ersten 2 - 3 cm an der Wandoberfläche ausschlaggebend.

Spezifische Wärmekapazität C-Wert

Dieser Wert gibt die Wärmemenge an, die benötigt wird, um 1 kg des Baustoffes um 1° K zu erhöhen. Dieser Wert ist auch sehr bedeutsam, um den sommerlichen Wärmeschutz zu gewährleisten. Für die Ermittlung des *Wärmespeichervermögens, des Wärmedurchgangskoeffizienten und die Temperaturleitfähigkeit wird der C-Wert als Faktor gebraucht.
Bei zellulosehaltigen Produkten ist der C-Wert vergleichsweise hoch. Laut Arndt/Eichler sind Holzwerkstoffe in der Lage, die 2-2,5fache Menge (z.B. von mineralischen Stoffen) an Energie zu speichern.

Standards für Niedrigenergiehäuser

Niedrigenergie-Häuser bestehen aber nicht nur aus technischen Einzelanforderungen. Sie müssen auch in ihrer gesamten Energiebilanz bestimmte berechenbare Zielwerte erreichen. Hierzu gibt es drei eingeführte "NEH-Standards", an denen man sich orientieren kann. So kann man ein Haus guten Gewissens Niedrigenergie-Haus nennen, wenn

- entweder sein Jahres-Heizwärmebedarf pro Quadratmeter Bezugsfläche nach Rechengang der Wärmeschutzverordnung 1995 um mindestens 30 Prozent unter dem für das jeweilige Gebäude geltenden Zielwert liegt. Um diesen zu ermitteln, muß das WSVO-Energiebilanzverfahren angewandt werden, das vereinfachte Nachweisverfahren genügt nicht;

- oder wenn sein Energiekennwert QH/EBF nach Hessischem Energiekennwert-Verfahren kleiner als

70 kWh/m2*a bei Ein- und Zweifamilienhäusern bzw. kleiner als

55 kWh/m2*a bei größeren Gebäuden ist,

- oder wenn ein Gebäude den Anforderungen des "Detmolder Niedrigenergie-Haus-Standards" entspricht, der mehrere Einzelvorgaben enthält und bei dem der Wärmeleistungsbedarf nach DIN 4701 nicht größer als 40 W/m2 sein darf.

Strahlungstransmissionsgrad

Verhältnis der über Strahlungstransmission in einen Innenraum gelangenden Strahlungsenergie zu der auftreffenden Strahlung

Strahlungsverhalten

Die auf eine Fläche auftreffende Strahlung unterliegt der Reflexion, Absorption und Transmission. Abhängig ist dieses Verhalten vom Einfallswinkel und dem Spektralbereich der Strahlung sowie der Beschaffenheit und Farbe der Oberfläche

Stromeinspeisungsvergütung

garantiert den privaten Betreibern von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien eine gesetzlich geregelte Vergütung für die Einspeisung des von ihnen erzeugten Stroms in öffentliche Stromnetze

Strahlungsverhalten

Als Strahlungsverhalten bezeichnet man die Reaktion der Solareinstrahlung nach dem Kontakt mit einer Fläche. Dafür kommen die Reflexion, die Absorbtion oder die Transmission in Betracht. Das jeweilige Strahlungsverhalten hängt unter anderem von der Beschaffenheit der Oberfläche und dem Einfallswinkel ab.

System SolarEis

  • Das System SolarEis besteht aus den folgenden Komponenten:
    • SolarEis-Speicher
    • Regler
    • Kollektoren
    • Wärmepumpe
    • Solar-Warmwasserspeicher
  • Durch das durch den Regler überwachte Gesamtsystem gelingt es, über die Kollektoren mit Hilfe von Solarenergie, Luftwärme und Erdwärme die Wärme des Sommers im Winter zum Heizen zu nutzen. Geheizt wird das Gebäude, bis das Wasser gefriert, denn das System arbeitet nicht nur mit der Wärme des Wassers. Vielmehr nutzt es auch die riesige Wärmemenge, die beim Gefrieren des Wassers frei gesetzt wird (Kristallisationswärme).
  • Für die Kühlung des Gebäudes im Sommer wird das SolarEis wieder über die Kollektoren durch Solarenergie, Luftwärme und Erdwärme zum Schmelzen gebracht und mit Hilfe der Kühlung weiter regeneriert.
  • Der Solar-Warmwasserspeicher ist als Teil des Systems SolarEis ein Speicher zur komfortablen Versorgung des Gebäudes mit warmem Wasser. Auf hohem Temperaturniveau wird so viel Sonnenwärme eingespeist, wie für den Warmwasserbedarf notwendig ist. Sobald die Wunschtemperatur erreicht ist, oder die von der Solaranlage gelieferte Wärme nicht mehr ausreicht, um weiter zu laden, wird auf den SolarEis-Speicher umgeschaltet. Scheint die Sonne über längere Zeit nicht, holt die Wärmepumpe automatisch die Wärme zur Warmwasserbereitung aus dem SolarEis-Speicher.
  • Mit dem System SolarEis lassen sich bei der Heizung Einsparungen von etwa 50% und bei der Kühlung Einsparungen von etwa 99% erzielen. Es wird lediglich noch Strom für die Wärmepumpe (Heizung) und die Wasserpumpe (Kühlung) von Außen benötigt.

System SolarEis Vorteile

  • Die innovative Kombination verschiedener Energiequellen, die ohne Eeingriff in den Naturkreislauf nutzbar gemacht werden, macht SolarEis zu einem der umweltfreundlichsten und wirtschaftlichsten Heiz- Kühlsystem.
  • Durch die Einbindung mehrerer regenerativen Energiequellen erzielt SolarEis eine hohe Effizienz.
  • Unkalkulierbare Risiken, wie sie bei Erdbohrungen nicht ausgeschlossen werden können, treten bei SolarEis nicht auf. Diese Risiken entfallen mit dem System SolarEis.
  • Herstellungs- und Betriebskosten können zuverlässig berechnet werden.
  • Als einziger Rückstand hinterlässt der SolarEis-Speicher am Ende des Winters Eis. Dieses kann im Sommer über lange Zeit zum Kühlen verwendet werden. Eis hat eine wesentlich höhere Energiedichte als Erdreich, was es zum hochwertigen Energiespeicher („Kältespeicher“) macht.
  • Während geothermische Anlagen – besonders bei nicht optimaler Dimensionierung – unter Leistungsminderung durch Abkühlung des Erdreichs und Vereisung leiden können, liefert das System SolarEis zuverlässige Ergebnisse.
  • Da von einem SolarEis-Speicher kein Risiko für Erdreich oder Grundwasser ausgeht, kann er im Gegensatz zur Geothermie auch in Grundwasserschutzgebieten eingesetzt werden. Ein Genehmigungsverfahren, wie es für Erdbohrungen notwendig ist, entfällt.
  • Neben der Wärme- und Kältegewinnung kann der SolarEis-Speicher optional auch als Regenwasserzisterne oder zur Regenrückhaltung genutzt werden. Letzteres wird von immer mehr Gemeinden in Neubaugebieten gefordert und gefördert.

Systemnutzungsgrad in %

Dieser umfasst den Nutzungsgrad der Heizungsanlage einschließlich der Wärmeverteilung (Leitungen) im Gebäude. Je höher dieser Nutzungsgrad ist, desto effektiver ist die Heizungsanlage. Beim Einsatz von Solarkollektoren und Wärmepumpen liegt dieser Nutzungsgrad zwischen 100 und 300 %. Alte Heizungsanlagen weisen dagegen einen Nutzungsgrad < 70% aus.

Taupunkt

ist jene Temperatur, bei der gasförmiger Wasserdampf flüssig wird. Liegt bei ausreichender Dämmung in den äußeren Schichten des Wandaufbaus (Dämmschicht).
Luft, die nicht vollständig mit Wasserdampf gesättigt ist, hat eine relative Luftfeuchtigkeit kleiner als 100%. Das bedeutet, die Luft kann bei gegebener Temperatur weiteren Wasserdampf aufnehmen. Nimmt die Temperatur ab, nimmt die Aufnahmefähigkeit der Luft ab, im Gegenzug steigt die relative Feuchte an. Beim Taupunkt ist eine relative Feuchte von 100% erreicht. Die Luft kann keinen weiteren Wasserdampf aufnehmen. Es kommt zur Kondensation.

Bei Temperaturunterschieden zwischen draußen und drinnen fällt die Temperatur im Bauteil von der inneren zur äußeren Seite ab. Da warme Luft mehr Feuchte aufnehmen kann als kalte, wird beim Abkühlen der Sättigungspunkt überschritten und Tauwasser fällt aus. Wo der Taupunkt liegt, hängt von den im Bauteil verwendeten Baustoffen und ihrer Dämmfähigkeit ab.

Taupunkttemperatur

Temperatur, bei der die relative Feuchte der Luft ihren Sättigungsdampfdruck erreicht; bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur Ausscheidung von Wasser (Tauwasser, Kondenswasser)

Tauwasser

In der Abhängigkeit der Lufttemperatur kann Luft mehr oder weniger Wasserdampf aufnehmen. Im Gegensatz zu sichtbaren Tropfen in der Luft (kochendem Wasser, Nebel) ist der in der Luft aufgenommene Dampf nicht sichtbar. Es handelt sich um ein trockenes Gas. Der Sättigungswert ist also von der Temperatur abhängig. Deshalb spricht man von der relativen Luftfeuchtigkeit. Wenn nun der Sättigungsgrad erreicht ist, fällt Tauwasser an, d. h. der Dampfanteil über der Sättigungsgrenze geht von der Gasphase in die Flüssigphase über.

Tauwasserausfall

Jenes flüssige Wasser, das bei Unterschreitung des Taupunktes ausfällt. Sollte gering bis gar nicht vorhanden sein.
Tritt ein, wenn die Taupunkttemperatur der Luft erreicht ist. Dieses findet speziell dann statt, wenn in den Wintermonaten warme Raumluft durch Konvektion in einen Wärmedämmstoff eindringt. Feuchtigkeit mindert je nach Konzentration, den Wärmedämmwert und kann zu Bauschäden führen.

Tauwasserbildung

Tauwasser fällt aus, wenn die innenseitige Oberflächentemperatur die Tauwassertemperatur unterschreitet. Die Tauwasserbildung hängt ab von der Raumtemperatur, der Luftfeuchtigkeit und der Oberflächentemperatur.

Teillast

Verhältnis zwischen der Nutzleistung eines intermittierend oder eines mit einer Leistung unterhalb der Nennleistung gefahrenen Heizkessels und der Nennleistung in %

Temperaturzone

Räume, die beheizt werden und die gleiche Raumtemperatur im zeitlichen Durchschnitt aufweisen

Temporärer Wärmeschutz

zu öffnendes, nicht transparentes Element an einem Fenster zur Verbesserung des Wärmeschutzes

Thermostatventil

Regler ohne Hilfskraft; Anpassung der Wärmeabgabe auf den Wärmebedarf am Heizkörper

Torluftschleier

lufttechnische Anlage zur Verhinderung eines Kaltlufteinfalls im Winter, hauptsächlich im Eingangsbereich von Kauf- und Warenhäusern

Temperaturamplitudenverhältnis (TAV)

Das TAV gibt an um wie viel eine Außentemperatur durch das Außenbauteil gedämmt wird und um wie viel die Maximalwerte von Innen- und Außentemperatur verschoben in Erscheinung treten.

Temperaturleitfähigkeit a (m²s)

Die Temperaturleitfähigkeit bestimmt, wie schnell sich eine Temperaturänderung innerhalb eines Baustoffes fortsetzt. Ist abhängig von: der Wärmeleitfähigkeit, der spezifischen Wärmekapazität und der Rohdichte.

Für den Sommer sind die Stoffe am günstigsten, deren Temperaturleitfähigkeit a einen möglichst niedrigen Wert aufweist. Bei Metallen ist dieser Wert sehr hoch. Den geringsten Wert weisen mit Abstand Holzwerkstoffe auf. Daraus lässt sich folgern, dass sich in einem mit Zellulose gedämmten Holzrahmenbau eher die angenehmen Bedingungen eines Blockhauses herstellen lassen, als z.B. in einem mineralisch gedämmtem Haus.

Thermografie

Durch die Thermografie werden Oberflächentemperaturen visuell abgebildet. Dies erfolgt mit Hilfe einer Infrarotkamera, die nutzt, dass elektromagnetische Wellen von jedem Gegenstand abgestrahlt werden. Wie stark diese Strahlung ist, hängt von der Temperatur der einzelnen Objekte ab. Daher lassen sich die Signale, die die Kamera erfasst, einzelnen Temperaturen zuordnen, was durch unterschiedliche Farben sichtbar gemacht wird.
Aus diesen Bildern können nun Rückschlüsse auf Baumängel, Undichtheiten oder Wärmebrücken gezogen werden.

Thermogrund

Eine in Skandinavien entwickelte Gründungsmethode für hochgedämmte Häuser. Es handelt sich hier um eine Grundplatte des Hauses mit praktisch kältebrückenfreier unterseitiger Dämmung und möglichst integrierter Fußbodenheizung. Diese Bodenplatte wird so präzise hergestellt, dass kein Estrich notwendig wird, Oberkante Platte ist Oberkante Fertigfußboden! Diese Platte erzielt einen K – Wert von 0,18 bis 0,13, je nach gewählter Dämmstärke, ein Resultat das mit herkömmlichen Estrichaufbauten nicht realisierbar ist.

Thermostatventil

Thermostatventile sind Regeleinrich¬tungen zur individuellen Temperatur¬regelung eines Raumes bzw. einer Heizfläche. Die Regelung des Ventils erfolgt über temperaturbedingte Aus¬dehnungsköpfe, die den Ventilhub ohne Fremdeinwirkung steuern. Die Qualität eines Thermostatventils wird über die Genauigkeitsangabe (Proportionalbe¬reich) zwischen 1 Kelvin (gute Geräte) und 2 Kelvin (mittlere Qualität der Geräte) angegeben.

Transmission

Die Transmission gibt an, wie viel Strahlung oder Wärme durch ein Bauteil dringen kann. Zur Wärmedämmung sind Bauteile mit möglichst geringer Transmission notwendig.

Bezeichnet die Wärmemenge, die durch ein Bauteil von der warmen zur kalten Seite hindurch wandert, abhängig von der Wärmeleitfähigkeit der verwendeten Materialien.

Als Transmissionswärmeverlust bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der Wärme abgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und wird durch den U-Wert angegeben.

Transmissionswärmestrom QT

Der Transmissionswärmestrom kann nach Anlegen differenter Temperaturen innen und außen am Bauteil bestimmt werden. Der Transmissionswärmestrom ist die Menge der Wärmeenergie, die pro Sekunde durch ein Bauteil einer definierten Größe bei einem bestimmten Temperaturunterschied geleitet wird.

Transmissionswärmeverlust

Der Transmissionswärmeverlust gibt an wie stark der Wärmestrom durch die Außenbeuteile pro Kelvin Temperaturunterschied ist. Er ist ein Maß für die Qualität der Wärmedämmung der Gebäudehülle.

Wärmestrom durch die Außenbauteile je °K Temperaturdifferenz. Es gilt: Je kleiner der Wert, umso besser ist die Dämmwirkung der Gebäudehülle. Durch zusätzlichen Bezug auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche liefert der Wert einen wichtigen Hinweis auf die Qualität des Wärmeschutzes. Nach der Energieeinsparverordung liegen die zulässigen Höchstwerte zwischen 1,55 (große Nichtwohngebäude mit Fensterflächenanteil über 30 %) und 0,44 W/(m²K) (kleine Gebäude)

Energie, die durch alle Undichtheiten der Gebäudehülle wie Fenster, Türen, Dach aber auch die Wände verloren geht, reduziert sich mit dem Grad der Däm mung. Ausschlag gebend für die optimale Dämmung sind qualitätsvolle Ausführung und speziell der fachgerechte Einbau der Komponenten unter Vermeidung jeglicher Art von Wärmebrücken.

Der spezifische, auf die wärmeüber¬tragende Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust gibt die Energiemenge an, die bei üblicher Nutzung durch alle Bauteile abfließt. Durch Erhöhung der Wärme¬dämmwirkung lässt sich der Trans¬missionswärmeverlust minimieren und somit die energetische Qualität des Gebäudes steigern.

Wärme, die durch die gebäudebegrenzenden Bauteile verloren geht, also durch Decken, Wände, Dachschrägen, Verglasungen und die Bodenplatte etc.. Die Verringerung dieser konstruktiven Wärmeverluste ist der erste Schritt für die Erzielung des Niedrigenergie – Standards.

Es bedarf keiner Luftundichtigkeit in der Gebäudehülle, um Wärme vom Innenraum nach außen zu transportieren. Die das Haus umgebenden Flächen leiten Wärme nach außen, was zu Transmissionsverlusten führt. Dämmung in der Wand ist eine Möglichkeit, diese Energieverluste zu begrenzen. Aber auch der Baukörper spielt eine große Rolle. Einfache und klare Formen haben oftmals ein günstigeres Verhältnis Raum/umhüllende Flächen, als zergliederte Fassaden mit Erker u.ä.

Transparente Wärmedämmung (TWD)

Als transparent Wärmedämmung bezeichnet man lichtdurchlässige Fassadenteile, die meist aus Kunststoffen bestehen. Solche Elemente dienen der Wärmeerhaltung im Inneren des Gebäudes und sorgen gleichzeitig für einen geringeren Heizbedarf, da durch sie die Solareinstrahlung besser genutzt werden kann.

Treibhauseffekt

Klimawirksame Spurengase in der Atmosphäre lassen die kurzwellige Sonnenstrahlung nahezu ungehindert zur Erde passieren, halten aber einen Großteil der langwelligen Wärmerückstrahlung auf der Erdoberfläche zurück. Im natürlichen Gleichgewicht zwischen Ein- und Abstrahlung bewirkt der natürliche Treibhauseffekt eine Durchschnittstemperatur auf der Erde von +15 °C; diese läge ohne Treibhauseffekt bei zirka –18 °C. Die zunehmende Emission von klimawirksamen Spurengasen bei der Nutzung fossiler Energien führt zu einer vom Menschen verursachten Temperaturerhöhung

Trinkwasser-Wärmebedarf

Nutzwärme, die zur Erwärmung der gewünschten Menge des Trinkwassers zugeführt werden muss

Trombe-Wand

mehrschichtige Außenwand, deren Zweckbestimmung in der Wärmespeicherung und in der Wärmestrahlung nach innen liegt

Trinkwasser-Wärmebedarf

Der Trinkwasser-Wärmebedarf bezeichnet die Nutzwärme, die notwendig ist, um die gewünschte Menge an Trinkwasser zu erwärmen.

Trinkwassererwärmung

Der Trinkwasserwärmebedarf wird aufgrund der Nutzung (Anzahl der Personen, Temperatur u.ä.) ermittelt.

Trinkwasserwärmebedarf

Die Wärmemenge, die zur Erzeugung des Trinkwarmwassers benötigt wird, entweder als Endenergie, wenn nur die Wärmemenge erfasst wird, die am Mengenzähler an der Gebäudegrenze erfasst wird, oder als Primärenergie, wenn die gesamte Energie erfasst wird, die von der Brennstoffförderung bis zu den Austrittsstutzen am Kessel zur Erzeugung des Trinkwarmwassers benötigt wird.

Trittschall

Der Trittschall ist eine wichtige Form des Körperschalls. Durch das Begehen einer Deckenkonstruktion wird diese in Schwingung versetzt. Um das Verhalten z.B. einer Deckenkonstruktion zu testen, werden vier Hämmer à 500 g in schneller Abfolge aus 4 cm Höhe auf den Boden fallen gelassen. Im Raum darunter wird der Schallpegel gemessen. Um den Trittschall geringfügig zu verbessern, kann man mit der Wahl des Bodenbelags schon etwas erreichen. Trittschalldämmung steht und fällt mit der Entkoppelung des Gehbelags/Estrichs von der Rohdecke/Estrich. Die dynamische Steifigkeit des Materials, das zur Entkopplung eingesetzt ist, ist entscheidend dafür, welches Trittschallschutzmaß durch eine Maßnahme erreicht werden kann.

U-Wert

U-Wert ist das Kürzel für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Er ist der Kennwert für den Wärmefluss durch ein Bauteil in Watt je m², der bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin zwischen Innen- und Außenseite  erfolgt. Je kleiner der U-Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz dieses Bauteils. Hierbei wird jedoch die Wärmespeicherfähigkeit des Bauteils bei solarer Einstrahlung nicht berücksichtigt.

Der Wärmedurchgangskoeffizient ist ein Kennwert für die Wärmemenge in Watt, die pro m² bei einem Temperaturunterschied von 1 K durch ein Bauteil zur kälteren Seite hin abfließt

Wärmedurchgangskoeffizient. Größe für die Transmission eines Bauteils. Er beziffert die Wärmemenge (in kWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratmeter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird wesentlich beeinflusst durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffs.

Definiert den Wärmedurchgang durch einen mehrschichtigen Bauteil bei bestimmten Bedingungen [W/m²K] und ist eine spezifische Kennzahl der Materialzusammensetzung eines Bauteils. Der Wärmedurchgangskoeffizient U zeigt den Wärmestromdurchgang durch eine ein- oder mehrlagige Materialschicht, wenn auf beiden Seiten verschiedene Temperaturen anliegen.
Er gibt jene Energiemenge an, die in einer Sekunde durch eine Fläche von 1 m² fließt.

Überströmöffnungen

Passivhäuser erfahren die Frischluftzufuhr über ein zentrales Lüftungssystem. Die verbrauchte Luft wird aus Küche, Bad und WC abgesaugt und die Frischluft wird den Wohnräumen zugeführt. Damit dieses System funktioniert und die notwendige Luftwechselrate erreicht werden kann, muss die Luft von Raum zu Raum strömen können. Um dies zu ermöglichen, werden zwischen den einzelnen Räumen Überströmungsöffnungen integriert. Dazu werden zum Beispiel Lüftungsgitter an den Türen oder Wänden angebracht oder die Türen lassen durch gekürzte Türblätter einen Spalt zum überströmen frei.

Ueq-Wert

Der Ueq-Wert fasst den g-Wert, den UF-Wert und die solaren Wärmegewinne entsprechend der Himmelsrichtung zusammen und stellt somit den Kennwert von verglasten Flächen für den Wärmeschutznachweis dar.

UF-Wert

Der UF-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient für Fenster. Er wird aus dem U-Wert der Fensterfläche und dem des Rahmens bestimmt.

Umwandlung

Hiermit ist der Energietransport sowie die Energieumwandlung vorgelagerter Prozessketten gemeint (Förderung, Transport, Lagerung der Energieträger). Am höchsten sind diese Umwandlungsverluste beim Strom.

Umweltwärme

natürlich gespeicherte Sonnenwärme in Oberflächenwasser, Erde und Luft

Unbeheizter Raum

Raum oder abgeschlossener Bereich, der nicht zum beheizten Raum gehört

Untersparrendämmung

Bei dieser Art der Wärmedämmung liegt der Dämmstoff auf der Raumseite unter dem Holzsparren.

UW-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient des Fensters wird flächengewichtet aus dem U-Wert der Verglasung und des Rahmens bestimmt

Umkehrdach

Flachdach mit Wärmedämmung über der Dachabdichtung

Verbrauch

in realen Gebäuden zur Beheizung benötigte Wärme- oder Energiemenge

Versuchsbau

Modellbauvorhaben, das der Erprobung neuer Bauarten sowie neuer Bau- und Wohnformen dient; Erprobung innovativer Heizungs- und Lüftungssysteme

Verdichtung

Zellulose muss je nach Bauteil ausreichend verdichtet werden, um auch über Jahrzehnte setzungssicher zu sein. Je steiler das Bauteil, um so höher die Verdichtung. In der Zulassung sind die Eckpunkte festgelegt, innerhalb derer wir arbeiten dürfen (25 - 65 kg).
In unserer Verarbeitungsrichtlinie haben wir sehr genau vorgegeben, wie die Verdichtung sein muss. Dabei werden die Dicke der Dämmung, die Beschaffenheit der beplankenden Materialien, die lichte Weite zwischen den Ständern und weitere Faktoren mit berücksichtigt. Diese Werte leiteten wir aus der praktischen Erfahrung und vielen Tests ab.

Verkehrsflächen

Die Verkehrsflächen sind Flächen innerhalb eines Gebäudes, die nicht zu den Nutz- und Funktionsflächen gehören. Dazu gehören Flächen, die die Wege zwischen den einzelnen Räumen darstellen und Ausgänge.

Verzinsung

Die Verzinsung ergibt sich aus dem Verhältnis von Heizkostenersparnis zu investiertem Kapital.
Auf diese Weise kann man eine Investition in die energetische Sanierung eines Hauses mit Kapitalanlagen vergleichen (Renditen von bis zu 80% pro Jahr sind dort allerdings wohl nicht zu erwarten).

Visualisierung

Graphische Darstellung von Gebäudestrukturen, Schaltzustände, Werten sowie Messdaten in Gebäuden.

Vollbenutzungsstundenzahl

Die Stundenzahl, während der bei einem eingeschalteten Kessel der Brenner in Betrieb ist und Wärme durch Verbrennung erzeugt und an das Heizmedium (Heizungswasser) und das Trinkwarmwasser übertragen wird.

Vollsparrendämmung

In der Zwischenzeit ist die Vollsparrendämmung von fast allen Dämmstoffherstellern empfohlen, da es sich herausgestellt hat, dass kalte Luft in den Dämmbereich zu führen große Nachteile mit sich bringt

Volumenstrom

Der Volumenstrom bezeichnet die Luftmenge, die in Systemen der Raumlufttechnik vorhanden ist.

Wandheizung

vollflächig in der Wand verlegte Flächenheizung

Warmdach

nicht belüftetes Dach, bei dem im Gegensatz zum Kaltdach die einzelnen Funktionsschichten direkt übereinander angeordnet und nicht durch einen Belüftungshohlraum getrennt sind

Wärmebedarfsausweis

schriftlicher und förmlicher Nachweis der Heizenergiebilanz eines neuen Gebäudes; in manchen Bundesländern Bestandteil der Bauvorlagen

Wärmebeständigkeit

Wärmebelastung, bei der der Baustoff keine Veränderung erfährt

Warmwasserbereitung

Der Energieverbrauch in Gebäuden wird zu einem hohen Prozentsatz durch die Erzeugung von warmem Wasser vorgegeben. Er liegt heute im Durchschnitt bei rund 20 Prozent mit konstant steigender Tendenz. Das liegt zum einen am zunehmenden Komfortbedarf bei der Warmwasserversorgung, zum anderen am rückläufigen Heizenergieverbrauch.

Beim Systems SolarEis ist der Solar-Warmwasserspeicher als Teil des Systems ein Speicher zur komfortablen Versorgung des Gebäudes mit warmem Wasser. Auf hohem Temperaturniveau wird so viel Sonnenwärme eingespeist, wie für den Warmwasserbedarf notwendig ist. Sobald die Wunschtemperatur erreicht ist, oder die von der Solaranlage gelieferte Wärme nicht mehr ausreicht, um weiter zu laden, wird auf den SolarEis-Speicher umgeschaltet. Scheint die Sonne über längere Zeit nicht, holt die Wärmepumpe automatisch die Wärme zur Warmwasserbereitung aus dem SolarEis-Speicher.

Warmwasserverbrauch

In den deutschen Haushalten werden pro Person und Tag durchschnittlich 134 Liter Wasser verbraucht. Je nach sanitärer Ausstattung und Lebensgewohnheiten kann dabei das Verhältnis Kaltwasser zu Warmwasser bis auf 60:40 steigen. Für jedes Händewaschen können bis zu etwa zwei Liter warmes Wasser (cirka 37 °C) benötigt werden. Für ein Duschbad oder ein Vollbad sind die Mengen an benötigtem Warmwasser entsprechend größer (30 bis 70 Liter für ein Duschbad und 120 bis 180 Liter für ein Vollbad).

Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl (µ)

Verhältnis zwischen dem Wasserdampf-Diffusionswiderstand eines Stoffs und einer gleich dicken ruhenden Luftschicht (Stoffwert)

Wasserdampfdiffusion

Ist jener Vorgang, bei dem ein Konzentrationsunterschied von Wasserdampfmolekülen in verschiedenen Schichten der Luft oder eines Bauteiles ausgeglichen wird. Je nach Größe des materialabhängigen Dampfdiffusionswiderstandes erfolgt der Konzentrationsausgleich langsamer oder schneller. Um die Diffusion zu bremsen oder gar zu unterdrücken, kann eine Dampfbremse eingesetzt werden.

Eigenbewegung des Wasserdampfes durch Baustoffe, bzw. Bauteile. Triebkraft sind die unterschiedlichen Wasserdampfdrücke auf beiden Seiten, bedingt durch unterschiedliche Temperaturen und relative Feuchten. Der in der Luft enthaltene Wasserdampf wandert von der Seite des höheren Druckes zur niedrigeren.

Wasserdampfdiffusionswiderstand

drückt aus, wie stark ein Baustoff die Diffusion (Ausbreitung) von Wasserdampf verhindert.

Wasserkraft

Erneuerbarer Energieträger; zzt. in Deutschland höchster Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung. In einem Wasserkraftwerk strömt Wasser durch eine oder mehrere Turbinen, die einen Generator antreiben; dieser erzeugt Strom

brennbares Gas mit hohem Energiegehalt, das beispielsweise in Brennstoffzellen zur Stromerzeugung eingesetzt wird (Sekundärenergie)

Watt peak (Wp)

Normierter Leistungswert eines Solarmoduls unter definierten Einstrahlungs- und Temperaturbedingungen (STC = Einstrahlung 1.000/Wm², Photovoltaikzelltemperatur 25 C°, definiertes Sonnenspektrum AM 1,5)

Wärmebereitstellungsgrad

Der Wärmebereitstellungsgrad ist ein Maß für die Temperatur- und Feuchtegewinnung aus der Abluft.

Wärmebrücke

(fälschlicherweise als Kältebrücke bezeichnet) sind Bereiche in Bauteilen eines Objekts, durch die die Wärme schneller nach außen transportiert wird als durch angrenzende Bauteile.
Im Bereich von Wärmebrücken sinkt bei kalten Außentemperaturen die raumseitige Oberflächentemperatur von Bauteilen stärker abals in den "Normalbereichen". Bei unterschreiten der Taupunkttemperatur fällt Tauwasser (Kondenswasser) aus. An Wärmebrücken besteht die Gefahr von Schimmelbildung. Besonders an Bauteilanschlüssen gilt es, Wärmebrücken durch eine detaillierte Planung und sorgfältige Bauausführung zu vermeiden.

Linienförmig auftretende Änderungen der Wärmeleitfähigkeit an Bauteil¬übergängen, die bei der Bemessung zu berücksichtigen sind. Wärmebrücken können positive Einflüsse haben, wenn das betrachtete Bauteil durch Wärme¬brücke eine höher Dämmwirkung hat, aber sie können – so der Regelfall – auch die Dämmwirkung eines Bauteils im geringen Maße verschlechtern.

Wärmebrücken sind Bereiche der Außenbauteile, bei denen im Vergleich zu ihrer Umgebung der Wärmestrom besonders hoch ist. Auf diese Weise kann Luft das Bauteil durchdringen, deren Wassergehalt bei kalten Außentemperaturen zu kondensieren beginnt. So fördern Wärmebrücken die Entstehung von Schimmelpilzen in den Bauteilen. Außerdem werden durch sie die Heizkosten erhöht. Passivhäuser sind daher wärmebrückenfrei zu errichten. Dies gelingt am sichersten durch eine Wärmedämmung, die das gesamte Bauwerk einhüllt.
Man unterscheidet zwischen geometrischen und konstruktiven Wärmebrücken.

Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der Raumluft zu Kondensationsbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Erscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall, kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten, Attiken, Wandecken und Fensteranschlüssen an Laibungen.

Wärmebrücken sind Zonen der Außenbauteile, bei denen gegenüber der sonstigen Fläche ein besonders hoher Wärmeverlust/-strom auftritt. Bei den Wärmebrücken unterscheidet man zwischen geometrischen und materialbedingten Wärmebrücken. Wärmebrücken verursachen erhöhte Energieverluste und niedrige Oberflächentemperaturen. Die Folge davon sind Tauwasser- und Schimmelbildung. Wärmebrücken müssen deshalb besonders konstruktiv behandelt und energetisch optimiert werden.

Eine dritte wichtige Anforderung ist die Vermeidung von Wärmebrücken, besonders bei Massivbauten aus Beton, Kalksandstein oder Ziegel. Wärmebrücken sind Stellen des Bauwerks, an denen gut wärmeleitende Materialien die Dämmschicht von der warmen Innen- zur kalten Außenseite so durchdringen, daß hier punktuell besonders viel Wärme abfließen kann. Dieser erhöhte Wärmeabfluß führt zu erhöhtem Heizenergieverbrauch und häufig auch zu Bauschäden, da sich an solchen kalten Stellen besonders viel Feuchtigkeit niederschlägt.

Wärmedämmung

Wärmedämmung ist ein Baustoff oder Bauteil, der den Durchgang von Wärmeenergie möglichst weit reduzieren soll. Insbesondere bei Wand-, Decken- und Dachaufbauten kommt der Verwendung von Wärmedämmung eine besondere Bedeutung zu. Maßzahl für die Qualität der Wärmedämmung ist die Wärmeleitfähigkeit.

Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

Wärmedämmverbundsysteme werden zur Dämmung von Außenwänden eingesetzt. Sie bestehen aus dem Dämmstoff, der an der Wand zu befestigen ist. Dieser wird dann mit speziellen Putzaufbauten bedeckt.

(abgekürzt WDVS, veraltet Vollwärmeschutz) ist ein System zum außenseitigen Dämmen von Gebäudeaußenwänden. Das Dämmmaterial (Dämmstoff) wird mit Hilfe von Kleber und/oder Dübel (Tellerdübel) auf dem bestehenden Untergrund (z.B. Ziegel, Beton etc.) befestigt und mit einer Armierungsschicht versehen. Die Armierungsschicht besteht aus einem Armierungsmörtel (Unterputz) in dem ein Armierungsgewebe eingebettet wird. Den Abschluss des Systems bildet ein Außenputz (Oberputz), der je nach Anforderung oder gestalterischen Aspekten noch gestrichen werden kann.

Wärmedämmverbundsysteme stellen ein kombiniertes Klebe-, Montage- und Beschichtungssystem dar. Wärmedämmende Materialien (Styropor, Steinwolle, Holzwolle-Leichtbauplatten, Kork etc.) werden auf den Außenwänden eines Gebäudes befestigt (mit Klebemörtel, Dübeln, oder Halteleisten). Die Dämmung wird anschließend mit einer Beschichtung versehen. Diese Beschichtung besteht aus einem Unterputz (Armierungsschicht) und einer Schlussbeschichtung (Putz, keramische Bekleidung), die möglichst wasserabweisend (hydrophobiert) und dennoch wasserdampfdurchlässig (diffusionsoffen) sein sollte. Der Begriff Verbundsystem bringt zum Ausdruck, dass die einzelnen Komponenten des Systems ein aufeinander abgestimmter Verbund sind.

Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)

(W/m²k)

U-Wert wurde das Schlüsselwort und Synonym für Energieeinsparung. Der U-Wert ist keine Kenngröße eines Stoffes, sondern bezieht sich immer auf das gesamte Bauteil mit allen Schichten. Er gibt den Wärmestrom (W) an, der das Bauteil auf 1 m² bei einer Temperaturdifferenz von 1 K durchdringt. Je kleiner der Wert, um so besser ist die Wärmedämmeigenschaft des Bauteils.
Der U-Wert ist kein alle Randbedingungen einbeziehender, sondern ein praxisorientierter Richtwert. Einflussfaktoren, wie Feuchte der Baustoffe, Speicherfähigkeit und Thermik in der Dämmschicht etc. sind nicht mit berücksichtigt. Wegen der Komplexität wäre dies in der Praxis auch nicht handhabbar.

Kenngröße in W/(m²K) zur Beschreibung des Wärmeflusses durch Bauteilkonstruktionen. Die Dämm¬wirkung eines Bauteils wird durch einen geringen Wärmedurchgangskoeffizien¬ten beschrieben. Neben dem eigentlichen Bauteil werden bei der Berechnung auch noch Wärmeüber¬gangswiderstände an den Bauteilober¬flächen berücksichtigt, um die Realität wiederzugeben.

Maß für den Wärmedurchgang durch einen festen Körper (Bauteil), der von dem Wärmeübergang eines Mediums (flüssig oder gasförmig) an die Oberfläche des Bauteils, die Wärmeleitung durch das Bauteil und den Wärmeübergang von dem Bauteil zu seinem zweiten Medium abhängig ist

gibt die Wärmemenge an, die durch die Fläche von einem Quadratmeter (1 m²) eines Bauteils fließt, wenn der Temperaturunterschied der auf beiden Seiten angrenzenden Luftschichten (innen / außen) den Wert 1 K ( 1 Kelvin = 1°C = 1 Grad Celsius ) beträgt. Die Einheit von U ist demzufolge Watt pro Quadratmeter und Kelvin ( W / ( m² K )). Je kleiner also der U-Wert ist, desto besser ist die Wärmedämmung des Bauteils.

Wärmeeindringkoeffizient b (I/s0,5 m² k)

Bei Bauteilen, deren Oberflächen einen großen Wärmeeindringkoeffizienten aufweisen, heizen sich Häuser langsamer auf als Häuser mit kleinem. Subjektiv kann das von jeder Person dadurch ermittelt werden, dass auf die verschiedenen Stoffe die Hand gelegt wird. Fühlt sich der Stoff kalt an, wird dem Körper Energie entzogen, der sich warm anfühlende Stoff hat somit einen niedrigen Wärmeeindringkoeffizienten und entzieht dem Körper keine Energie.
Beispiele von Werten: Ziegel ca. 1.000, Holz ca. 500, Beton bis 2.400.

Wärmeleitfähigkeit (γ-Wert)

Die Wärmeleitfähigkeit gehört zu den Eigenschaften eines Stoffes. Sie gibt in Watt an, welcher Wärmestrom durch eine Schicht des Stoffes hindurchgeht, der 1 m² groß und 1 m dick ist, wenn eine Temperaturdifferenz von 1 Kelvin herrscht.

Physikalischer Begriff, wie gut oder schlecht ein Material Wärme leitet. Dämmstoffe besitzen eine niedrige Wärmeleitfähigkeit (EPS: 0,04 W/mK), [W/mK].

Gibt an, wie gut ein Material die Wärme leitet. Dämmstoffe haben eine Wärmeleitfähigkeit von ca. 0,04 W/m/K, Weichholz und hochporosierte Ziegel ca. 0,13 W/m/K, Vollziegel ca. 0,7 W/m/K. Einheit: W/m/K.

Wärmemenge, die in 1 sec durch 1 m² einer 1 m dicken Schicht eines Stoffs hindurchgeleitet wird, wenn der Temperaturunterschied der beiden Oberflächen konstant 1 K beträgt; je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto besser ist die Dämmwirkung

Wärmeleitung

Weiterleitung von Wärmeenergie innerhalb eines Körpers in Richtung des Temperaturgefälles; kein Teilchentransport

Wärmeleitzahl l (W/mk)

Dieser Wert gibt Aufschluss über das Wärmedämmverhalten eines Stoffes. Er besagt wieviel Wärmemenge (W) auf 1 m² Fläche und 1 m Dicke durch einen Stoff pro Stunde hindurchgeht, wenn 1 K (=1 C°) Temperaturunterschied besteht.
Der Wert muss möglichst klein sein, um gute Dämmeigenschaften zu erreichen. Üblicherweise liegen Baustoffe, die zur Wärmedämmung eingesetzt werden, zwischen 0,035 - 0,050.
Der Wert wird unter verschiedenen Feuchten im Labor ermittelt. Jeder Stoff bekommt noch einen Malus obendrauf, je nach spezifischen Eigenschaften des Materials. Der daraus resultierende Wert wird nun Gruppen zugeordnet, z.B. alle der Wärmeleitfähigkeit 0,04 zugeordneten Produkte haben einen -Wert incl. Zuschlag von 0,0351-0,04. Zwischenstufen lassen die Regeln nicht zu.

Die Wärmeleitzahl ist eine materialabhängige Kenngröße für die Fähigkeit Wärme zu leiten. Sie besagt wie viel Wärme in W auf einen Meter bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin geleitet wird. Umso geringer die Wärmeleitzahl eines Stoffes ist, umso besser ist der Wärmedämmeffekt. Nadelholz hat eine Wärmeleitzahl von 0,13 W/m·K. Beton hingegen einen von 2,10 W/m·K. Holz hat eine ca. 16-fach höhere Wärmedämmung wie Beton.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe entzieht einem Medium, wie zum Beispiel dem Erdreich, Wärme, die nach der Weiterleitung durch ein Wärmeträgermedium zur Beheizung oder Warmwasseraufbereitung genutzt werden kann. Dabei ist die Energiemenge, die zum Betrieb dieser Anlagen benötigt wird wesentlich geringer, als die bereitgestellte Energie. Die bekannteste Wärmepumpe des Alltags ist der Kühlschrank, die den Lebensmitteln Wärme entzieht und diese über die Rückseite an den Raum abgibt.

Ein Aggregat zur Nutzung von Umweltwärme. Durch diese grundsätzlich aus jedem Kühlschrank bekannte Technologie ist es möglich, in Luft, Wasser, Erdreich etc. vorhandene latente Wärme basierend auf der Sonnenenergie auf ein höheres Niveau zu bringen und somit für Heizung und Warmwasserbereitung nutzbar zu machen. Eine Wärmepumpe benötigt zwar für den Betrieb Energie, erzielt aber aus der Umwelt eine mehrfache Energiemenge. So bedeutet zum Beispiel eine Leistungszahl von 4, dass aus einem Teil elektrischer Energie vier Teile nutzbare Energie werden. Das bedeutet, dass Sie den Strompreis ( meist günstiger Sondertarif ) durch 4 dividieren können, wenn Sie Ihre Kosten für die Kilowattstunde Wärme im Haus ermitteln wollen. Das gleiche gilt im umweltpolitischen Bereich natürlich auch für den Wirkungsgrad: Sie können den Kraftwerkswirkungsgrad mit 4 multiplizieren, haben also einen Wirkungsgrad von 120 bis 160 %, weit besser als das beste Gas- Brennwertgerät! Wenn Sie dann noch Optimistischerweise davon ausgehen, den Strom von einem Kraft – Wärme – Kopplungskraftwerk mit ca. 96 % Wirkungsgrad multipliziert mit 4 zu erhalten oder einen Stromanbieter gewählt haben, der seinen Strom aus Wasserkraft erzeugt, können Sie sicher sein ökologisch verantwortungsvoll zu handeln im Sinne der CO2 Reduzierung. Gleichzeitig absolut ökonomisch dadurch, dass Sie langfristig minimale Energiekosten bei maximalem Wohnkomfort haben.

Wärmepumpen machen die Umgebungswärme Luft, Erdreich oder Wasser zur Raumwärmeerzeugung nutzbar. Sie arbeiten wie ein Kühlschrank mit einem Kältemittel: Es entzieht beim verdampfen der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich Wärme. Dieser Kältemitteldampf wird dann von einem Verdichter komprimiert und erwärmt sich dadurch. Dadurch wird die aufgenommene Wärmeenergie an den Brauchwasserkreislauf abgegeben und das Kältemittel verflüssigt sich.

Eine Wärmepumpe ist eine Maschine, die den regenerativen Energien aus der Umwelt ( Luft, Wasser, Erdreich) Energie entzieht, um sie nach der Erhöhung ihres Temperaturniveaus zur Raumheizung und Warmwasserbereitung nutzbar zu machen. Die Wärmepumpe entzieht damit dem Außenbereich Wärme und leitet sie über das Heizsystem ins Innere des Hauses.

Im Prinzip funktioniert die Wärmepumpe wie ein Kühlschrank, der den Lebensmitteln im Inneren Wärme entzieht und diese dann auf der Rückseite an den Raum abgibt. Allerdings wird im Gegensatz zum Kühlschrank bei der Wärmepumpe nicht die kalte, sondern die warme Seite des thermodynamischen Kreisprozesses genutzt.

Die Technik hat inzwischen mehrere Bauformen von Wärmepumpen zur Reife entwickelt. Man unterscheidet deshalb zwischen Kompressions-Wärmepumpen, Absorptions-Wärmepumpen und Adsorptions-Wärmepumpen.

Wärmepumpe Leistungszahl

Die Leistungszahl von Wärmepumpen bzw. der Heizanlage wird in der aktuellen Literatur unterschiedlich angegeben. Gebräuchlich sind:

  • COP-Wert (coefficient of performance)
  • Nutzungsgrad
  • Jahresarbeitszahl

Wärmerückgewinnung

Die Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnungssystem ist eine der Grundvoraussetzungen für den erfolgreichen Betrieb eines Passivhauses.  Denn nur durch die Übertragung der Wärme von der Ab- auf die Zuluft kann der Primärenergiebedarf gesenkt werden.

Anlagentechnik, die der verbrauchten Luft aus der kontrollierten Wohnungslüftung die Wärme entzieht um sie dann wieder dem Haus zur Verfügung zu stellen. Bei Anlagen mit dezentraler Frischluftzufuhr erfolgt die Wärmezuführung mittels einer Kleinstwärmepumpe in das Heizungssystem und auch in das Brauchwasser, bei kompakteren Anlagen nur in das Brauchwasser. Die Frischluftzufuhr geschieht über Frischluftventile mit Pollenfiltern in den Außenwänden. Bei Anlagen mit zentraler Frischluftzufuhr wird mittels eines Wärmeaustauschers die Frischluft vorgewärmt, bevor sie in die Wohnräume geleitet wird. Dezentrale Anlagen verfügen nur über ein relativ überschaubares Ab- und Fortluftsystem und erzeugen im ganzen Haus einen kleinen Unterdruck, der über die Frischluftventile ausgeglichen wird. Zentrale Anlagen hingegen verfügen über ein umfangreicheres Zuluft -Abluft- und Fortluftsystem mit zwei im Parallelbetrieb laufenden Ventilatoren, die in den Wohnräumen Überdruck und in den Feuchträumen Unterdruck erzeugen. Die generell wichtige Luftdichtigkeit des Gebäudes ist speziell bei der Verwendung von zentralen Anlagen mit Überdruckräumen penibel zu prüfen, um die Funktion sicherzustellen und Bauschäden zu vermeiden.

Bei Komfort-Lüftungssystemen erfolgt kontinuierlicher, kontrollierter Luftwechsel, zusätzlich wird über Wärmetauscher-Systeme die Energie der Abluft zum Aufwärmen der Zuluft verwendet (Wärmerückgewinnung).

Wärmerückgewinnungsgrad

Der Wärmerückgewinnungsgrad gibt Aufschluss über die Effizienz eines Wärmetauschers in einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Er ist einer der wichtigsten Aspekte bei der energetischen Beurteilung der Haustechnik eines Passivhauses.

Wärmerückgewinnungstechnik

raumlufttechnische Anlage, die mittels eines Wärmetauschers der Abluft Wärme entzieht und zur Anwärmung der Außenluft eingesetzt wird

Wärmeschutzberechnung

Eine mit dem Bauantrag einzureichende Berechnung, die unter Berücksichtigung aller Bauteile und deren Dämmeigenschaften sowie der Himmelsausrichtung etc. die Wärmeverluste und Wärmegewinne des Hauses ermittelt. Aus dieser Berechnung geht hervor, ob das Haus die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung `95 erfüllt ( gesetzliche Mindestanforderung ) oder gar die Anforderungen für ein Niedrigenergiehaus oder Passivhaus. Das Ergebnis dieser Berechnung ist ein theoretischer Wert und dient in erster Linie zur Ermittlung der Normgerechtigkeit und für die Vergleichbarkeit verschiedener Häuser. Der effektive Energieverbrauch ist hingegen nutzerabhängig und schwankt erfahrungsgemäß bis über 50 % um den theoretischen Wert herum.

Wärmeschutzverordnung

Seit der Ölkrise wollte man in den Haushalten die Richtlinien für Dämmung schärfer fassen, um Energieeinsparungseffekte zu erzielen. Die ständige Optimierung von Dämmung ist heute mehr ökologisch begründet. C02 ist drastisch zu senken, wenn man die drohende Klimakatastrophe aufhalten will.
Seit dem 1.1.1995 ist die dritte Wärmeschutzverordnung in Kraft, seit 2002 gilt die EnEV.
Da unser Baustoff vornehmlich im Bereich Einfamilienhäuser Verwendung findet, gilt für uns ein vereinfachtes Verfahren. Dies ist anwendbar bei Häusern mit zwei Vollgeschossen und nicht mehr als drei Wohneinheiten. (Anl. 1 Abs.7 der Wärmeschutzverordnung).
Die Anforderungen sind bei folgenden U-Werten erfüllt:

  • Außenwand < 0,5
  • Decken unter nicht ausgebautem Raum, sowie Dachschrägen, sowie Decken, die nach unten gegen Außenluft abgrenzen < 0,22
  • Kellerdecken sowie Decken gegen unbeheizte Räume sowie Erdreich < 0,35

Dieses vereinfachte Verfahren ist den alten Wärmeschutzverordnungen noch sehr ähnlich. Prinzipiell sind aber in der neuen Wärmeschutzverordnung neue Standards eingeführt. Um den Wärmebedarf für ein Gebäude zu errechnen, ist es notwendig, mit enormem rechnerischen Aufwand, den das A/V-Verfahren (Verhältnis von Außenwandfläche und Volumen) mit sich bringt, die Bedingungen zu ermitteln. Das Ergebnis ist der Heizenergiebedarf für 1 Jahr. Dieser darf die festgelegten Grenzen nicht überschreiten. Für den Handwerker geben die oben aufgeführten U-Werte ausreichende Sicherheit, die Dicke des Dämmstoffes in einem Bauteil zu bestimmen. (vergleichen Sie hierzu die U-Wert-Tabellen bei den einzelnen Konstruktionen). Für die Bauausführenden ist auch interessant, dass konkrete Regeln für die Luftdichtigkeit eingeführt wurden, deshalb nocheinmal der Verweis auf die luftdichte Ausführung! Siehe auch Luftdichtung, Blower-Door

Wärmespeicher

massive Bauteile der wärmeübertragenden Umfassungsfläche eines Gebäudes

Wärmestrahlung

Wärmetransport infolge elektromagnetischer Wellen. Die auf einen Körper auftreffende Strahlung wird reflektiert, absorbiert oder transmittiert

Wärmespeicherkapazität

ist eine Materialeigenschaft und gibt an, wie viel Wärmeenergie im Bauteil gespeichert werden kann [kJ/kg K].

Wärmestrahlung

Wärmestrahlung ist die nicht sichtbare Abstrahlung der Wärmeenergie in Form elektromagnetischer Wellen mit Wellenlängen zwischen 0,8 bis 800 m (1 m = 1/1000 m). Je höher die Temperatur einer strahlenden Körpers (z. B. Kachelofen, Wandheizung) ist, desto kürzer ist die Wellenlänge der Strahlung. Der nicht sichtbare Teil der Strahlung wird als “Infrarotstrahlung” bezeichnet. Die Abstrahlung der Wärmeenergie ist auch ohne Zwischenmedium (Luft) möglich. Beim Auftreffen auf einen Körper wird die Strahlungsenergie, soweit sie nicht – wie z. B. von blanken metallischen Flächen – reflektiert wird, absorbiert und in Wärmeenergie zurückgewandelt.

Wärmestromdichte

Die Wärmemenge, die innert 1s durch 1m² des Bauteils fließt.

Wärmetauscher

Gerät, bei dem die Wärmeenergie zweier aneinander vorbeiströmender Medien getauscht wird (z.B. kalte Luft wird vorgewärmt).

Es gibt Luft-, Wasser- und Erdwärmetauscher. Das sind Geräte mit großer Oberfläche, an der die vorgenannten Medien aneinander vorbeiströmen und die Wärme vom wärmeren zum kältern Medium fließen kann, die beiden Medien einander aber nicht berühren.

Wärmetransport

Transport von Wärmeenergie durch Wärmestrahlung, Wärmeleitung oder Wärmeströmung (Konvektion) in Richtung des Temperaturgefälles

Wärmeübergangswiderstand

Maß für den Widerstand, der bei dem Wärmeaustausch zwischen einem festen Medium und einem flüssigen oder gasförmigen Medium auftritt

Wärmeträger

Als Wärmeträger bezeichnet man Flüssigkeiten oder Gase, die die Wärme vom entsprechenden Kollektor zu dem Speicher transportieren.

Flüssigkeiten oder Luft, die die Aufgabe haben, Wärme vom Kollektor zum Speicher zu transportieren. In Solaranlagen kommt meistens ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel zum Einsatz, damit der Kollektor im Winter nicht einfrieren kann

Wärmeübergangskoeffizient h (W/mk)

Wärme bzw. Kälte muss erst in ein Bauteil eindringen und auf der anderen Seite wieder auf die Luftschicht übergehen. Dieser Vorgang hat geringfügig hemmende Wirkung auf den Energiefluss. Um dies bei den Berechnungen z.B. des K-Wertes nicht außer Acht zu lassen, werden für gewisse Bauteile (Außenwand, Dach) Konstanten vorgegeben.

Wärmeübertragende Umfassungsfläche (A)

Auch Hüllfläche genannt. Sie bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen, Kellerdecke, oberster Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt

Wärmeübertrager

Dieses Bauteil ermöglicht die Wärmeübertragung zwischen zwei Medien unterschiedlicher Temperatur. Dies funktioniert ohne direkten Kontakt der Wärmeträger über eine große Transmissionsfläche.

Wärmeverlust

Verlust an Raumwärme über die Gebäudeaußenhaut (Wand, Dachflächen, Fenster, erdberührte Bereiche, Keller etc.). Durch gezielte Maßnahmen wie Aufbringen eines WDVS, Dämmen der obersten Geschoßdecke oder der Dachflächen oder Montage neuer Fenster können diese Verluste verringert werden.

WDVS

Wärmedämmverbund-System auch Thermohaut genannt. Die erste Schicht eines Verbundsystems bildet der Wärmedämmstoff. Er wird auf dem Außenmauerwerk oder auf den Außenputz, dessen Zustand und Tragfähigkeit überprüft werden muss, verklebt und ggf. mit Dübeln zusätzlich verankert. Darüber wird ein Armierungsputz aufgezogen und Glasfasergewebeeingelegt. Als Endschicht wird Fassadenputz aufgebracht. Der Dämmstoff kann aus Hartschaum, Holzweichfaserplatten oder Mineralfaserplatten bestehen. Er muss den Anforderungen der Wärmeleitfähigkeit, Verhalten gegen Feuchtigkeit, Druck– und Zugfestigkeit sowie dem Brandverhalten genügen.

Wechselrichter

Elektronisches Gerät zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom, der für den Anschluss von Solarmodulen an das Stromnetz erforderlich ist. Wechselrichter steuern die Betriebsführung der Photovoltaik-Anlage.

Winddichtigkeit

Die Winddichtigkeit wird auf der Außenseite des Bauteils ausgebildet im Gegensatz zur Luftdichtungsebene. Sie verhindert, dass durch Windlast Luft direkt in oder durch die Konstruktion gedrückt wird. Aus bauphysikalischen Erwägungen empfiehlt sich, möglichst dampfdiffusionsoffenes Material zu verwenden. Gleichzeitig sollte auch ein gewisser Feuchteschutz gewährleistet sein.
In den letzten Jahren hat sich der Einsatz von Holzweichfaserplatten sehr bewährt, die alle drei Anforderungen erfüllen. Die dampfdiffusionsoffenen Unterspannbahnen erfüllen auch diesen Zweck, wenn sie an den Stößen und Überlappungen verklebt wurden.
Schon bei geringfügigen Windgeschwindigkeiten steigt der Luftaustausch und damit der Energieverbrauch an. Auf der windzugekehrten Seite wird Luft auf das Haus gedrückt und auf der abgewandten Seite entsteht ein Sog, der warme Luft aus dem Haus abzieht. Je unzureichender Luft- und Winddichtung ausgeführt sind, um so stärker ist auch die Funktion des Dämmstoffes eingeschränkt.

Windenergie

Mechanische Energie, die in Windkraftanlagen zur Stromerzeugung und zum Antrieb von Maschinen genutzt wird. In Deutschland liegt die Windenergie mit 7,8 Milliarden Watt elektrischer Leistung, die von derzeit über 7.500 Windkraftanlagen produziert werden, an zweiter Stelle der erneuerbaren Energiequellen zur Stromerzeugung

Windfang

dem Eingangsbereich eines Gebäudes vorgelagerter oder in das Gebäude integrierter Raum, der als Wärmepuffer dient

Windkraftanlagen

Windkraftanlagen (WKA), Windenergieanlagen (WEA) und Windenergiekonverter (WEK) sind Anlagen zur Umwandlung von Windenergie in elektrische Energie

Wirkungsgrad

Quotient aus der nutzbaren abgegebenen Arbeit und der zugeführten Brennstoffenergie

Im so genannten rechtslaufenden Wärmekraftprozess, das heißt bei Zuführung von Wärme zur Erzeugung mechanischer Energie, wird die theoretische Obergrenze des Wirkungsgrads durch den Carnot-Wirkungsgrad gegeben. Das ist die Temperaturdifferenz des Wärmeträgermediums im Anfangs- und Endstadium bezogen auf seine Anfangstemperatur. Der Carnot-Wirkungsgrad liegt deshalb prinzipiell immer unter 100 %. Bei elektrochemischen Verfahren (z.B. Brennstoffzellen) ist die Stromerzeugung kein Wärmekraftprozess, sie unterliegt also nicht der Wirkungsgradbegrenzung des Carnotschen Kreisprozesses. In Brennstoffzellen wird die chemische Energie der Brennstoffkomponenten direkt in elektrische Energie umgesetzt. Wirkungsgradangaben beziehen sich in der Regel auf Strom und/oder Wärme. Der Wirkungsgrad von Solaranlagen berechnet sich aus der angegebenen Nutzleistung (Strom oder Wärme) bezogen auf den einfallenden Strahlungsfluss

Der Wirkungsgrad ist ganz allgemein das Verhältnis von abgegebener Leistung zu zugeführter Leistung. Er ist z.B. als Qualitätskriterium für Photovoltaik Wechselrichter bedeutsam.

Witterungsschutz

Schutz der wärmeübertragenden Umfassungsfläche vor Witterungsunbilden wie Regen, Schnee und Luftfeuchtigkeit; Dachvorsprünge; Schlagregenschutz durch wasserhemmende, wasserabweisende und wasserundurchlässige Schichten

Wohnfläche

Die Wohnfläche ist die Summer aller anrechenbaren Grundflächen von Räumen einer Wohnung oder eines Gebäudes. Zu den anrechenbaren Grundflächen gehören alle Grundflächen von Räumen mit einer Mindesthöhe von 2 Metern, die Hälfte der Grundflächen von Räumen mit einer Raumhöhe zwischen 1 und 2 Metern und von Zusatzräumen wie zum Beispiel Wintergärten. Nicht dazu

Wohnraumlüftung/

Wohnungslüftungsanlagen

Standardisiertes Messverfahren zur quantitativen Ermittlung der Luftdichtheit eines Gebäudes. Mit einem Messgerät wird ein Gebäude unter Unter- und Überdruck gesetzt, um damit die Luftdichtheit der Gebäudehülle zu messen. An Leckagestellen kann Luft eindringen bzw. entweichen, daher sollte eine (Zwischen-)Messung während der Bauphase erfolgen. Undichtigkeiten können dann Einfach geschlossen und somit die Anforderungen aus der EnEV 2009 an dauerhaft luftdichte Konstruktionen erfüllt werden.

WWWB

jährlicher Warmwasserwärmebedarf pro m² konditionierter Brutto-Grundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen). [kWh/m²a bzw. kWh/a]

Zellulose-Dämmung

Die Zellulose-Dämmung wird im Recylingverfahren aus zerkleinerten Tageszeitungen und Altpapier hergestellt. Aus Gründen des Brandschutzes und zur Konservierung wird Borsalz beigesetzt. Diese Art der Dämmung hat sich seit den 20er Jahren international bewährt. Die Zellulose-Dämmung bietet einen guten Wärme-, Brand-, Schall- und Feuchteschutz und trägt ganzjährig zu einem angenehmen Raumklima bei.

Zirkulation

Die Trinkwasserzirkulation ist in vielen Fällen gesetzlich vorgeschrieben und vermindert die Energieverluste durch eine konstante Temperatur in den Warmwasserleitungen. Hierfür ist ein zusätzlicher Energieaufwand bei der Trinkwassererwärmung rechnerisch zu berücksichtigen. In Einzelfällen, bei kurzen Leitungssystemen, kann im Einfamilienhausbau auch auf die Zirkulation zugunsten der Energieeinsparung¬ verzichtet werden.

Zirkulationsleitung

Über ein zweites Leitungsrohr wird der Warmwasseranschluss vom Wasserhahn nochmals mit dem Boiler verbunden. Eine eigene Pumpe kann nun (meist) zeitgesteuert das Warmwasser bis zum Wasserhahn und gleich wieder zurück in den Boiler pumpen. Dadurch steht beim Wasserhahn sofort warmes Wasser zur Verfügung.

Zone

Bereich eines Gebäudes, der eine durchschnittliche, um mindestens 4 K unterschiedliche Innentemperatur gegenüber den übrigen Gebäudebereichen aufweist

Zonierung

eine unter energetischen Gesichtspunkten ausgerichtete Grundrissanordnung eines Gebäudes; auch als thermische Zonierung bezeichnet

Zuluft

Die Zuluft wird dem Wohnraum aus der Außenluft über das Lüftungssystem temperiert zugeführt.

Zuluftsystem

Lüftungssystem, das der Luftversorgung von Räumen dient

Zwischensparrendämmung

Bei dieser Wärmedämmung liegt der Dämmstoff zwischen den Holzsparren. Hierbei stellen jedoch die Sparren eine Wärmebrücke dar.